Diplomarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Untersuchung
2 Unternehmensteuerreform 2008
2.1 Ursprung und Ziele
2.2 Modelle zur Steuerreform
2.2.1 Duale Einkommensteuer
2.2.2 Einheitliche Unternehmensteuer
2.3 Vorgesehene Änderungen durch die Reform
3 Rechtsformwahl
3.1 Nicht steuerliche Aspekte
3.1.1 Haftung
3.1.2 Pflichten zur Rechenschaftslegung, Prüfung und Publizität
3.1.3 Rechtsformaufwand
3.2 Steuerliche Aspekte
3.2.1 Halbeinkünfteverfahren
3.2.2 Gewerbesteuerliche Differenzierungen
3.2.3 Gestaltungsmöglichkeiten bei Kapitalgesellschaften
3.2.3.1 Leistungsvergütungen
3.2.3.2 Finanzierungsoptionen
4 Steuerliche Auswirkungen der Reform
4.1 Personenunternehmen
4.1.1 Aktuelle Situation und reformbedingte Änderungen
4.1.2 Auswirkungen auf Gesellschaftsebene
4.1.3 Auswirkungen auf Gesellschafterebene
4.1.4 Ganzheitliche Betrachtung
4.1.5 Halbsteuersatzverfahren
4.2 Kapitalgesellschaften
4.2.1 Kapitalgesellschaften betreffende Änderungen durch die Reform
4.2.2 Auswirkungen auf die effektive Unternehmensteuerbelastung
4.2.2.1 Ausgangsfall
4.2.2.2 Veränderung der Belastung in Abhängigkeit von der Erfolgslage
4.2.2.3 Veränderung der Belastung in Abhängigkeit von der Finanzierungsstruktur
4.2.3 Auswirkungen auf die effektive Belastung des Gesellschafters
4.2.4 Auswirkungen auf die effektive Gesamtsteuerbelastung
4.2.5 Steuergestaltung in Form eines Geschäftsführergehaltes
4.3 Zusammengesetzte Rechtsformen
4.3.1 GmbH & Co. KG
4.3.1.1 Auswirkungen auf die Unternehmensteuerbelastung der KG und der Komplementär-GmbH
4.3.1.2 Auswirkungen auf die Steuerbelastung des Gesellschafters
4.3.1.3 Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung
4.3.2 Betriebsaufspaltung
4.3.2.1 Besteuerungsfolgen der Aufspaltung
4.3.2.2 Steuerliche Auswirkungen und Gestaltungsmöglichkeiten
5 Rechtsformvergleich
5.1 Vorstellung Ausgangsfall und Darstellung der Ergebnisse
5.2 Interpretation und Ableitungen für die Rechtsformwahl
6 Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen der geplanten Unternehmensteuerreform 2008 auf die Steuerbelastung verschiedener Rechtsformen abzuleiten und daraus fundierte Grundlagen für die Rechtsformwahl zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, welche Einflussgrößen die Höhe der Steuerlast mitbestimmen und welche steuerlichen Gestaltungsalternativen zur Verfügung stehen.
3.2.3.1 Leistungsvergütungen
Kapital- und Personengesellschaften können mit ihren Gesellschaftern schuldrechtliche Verträge (z. B. Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Darlehensvertrag) abschließen, die zivilrechtlich wirksam sind. Daraus resultierende Leistungsvergütungen stellen bei Kapitalgesellschaften, anders als bei Personengesellschaften, abzugsfähige Betriebsausgaben (sowohl hinsichtlich der GewSt als auch KSt) dar und führen beim Gesellschafter in Abhängigkeit von der Art der Leistung zu Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung oder aus Kapitalvermögen. Die steuerliche Anerkennung solcher Leistungsvergütungen ist abhängig von der Angemessenheit der Höhe der Vergütung. Das Kriterium der Angemessenheit gilt als erfüllt, wenn die Vereinbarungen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt werden. Bei Nichterfüllung der Bedingung wird eine Leistungsvergütung als verdeckte Gewinnausschüttung behandelt, ist dann nicht als Betriebsausgabe abziehbar und führt beim Gesellschafter zu Einkünften aus Kapitalvermögen (HEV). Angemessene Leistungsvergütungen führen beim Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft zur individuellen Einkommensteuerbelastung.
In der folgenden Abbildung 4 soll die Vorteilhaftigkeit einer Leistungsvergütung in Form eines Geschäftsführergehaltes verdeutlicht werden.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung und das Ziel der Arbeit, die steuerlichen Folgen der Unternehmensteuerreform auf die Rechtsformwahl zu untersuchen, sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Unternehmensteuerreform 2008: Erläutert die Hintergründe, Ziele und die zentralen Reformkonzepte (Duale Einkommensteuer und Einheitliche Unternehmensteuer) sowie die geplanten Eckpunkte.
3 Rechtsformwahl: Analysiert die nicht-steuerlichen und steuerlichen Kriterien bei der Wahl der Unternehmensform, unter anderem durch Darstellung des Halbeinkünfteverfahrens und Gestaltungsmöglichkeiten bei Kapitalgesellschaften.
4 Steuerliche Auswirkungen der Reform: Untersucht detailliert die Auswirkungen der Reformmaßnahmen auf Personenunternehmen, Kapitalgesellschaften und zusammengesetzte Rechtsformen (GmbH & Co. KG, Betriebsaufspaltung).
5 Rechtsformvergleich: Führt einen direkten Vergleich der verschiedenen Rechtsformen auf Basis einer Fallgestaltung durch, um die steuerliche Belastung nach der Reform gegenüberzustellen.
6 Fazit: Fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet, inwieweit die Reformziele wie Rechtsformneutralität erreicht werden konnten.
Unternehmensteuerreform 2008, Rechtsformwahl, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Abgeltungsteuer, Halbeinkünfteverfahren, Personenunternehmen, Kapitalgesellschaften, GmbH & Co. KG, Betriebsaufspaltung, Steuergestaltung, Geschäftsführergehalt, Steuerbelastung, Finanzierungsstruktur, Steuerneutralität.
Die Arbeit analysiert, wie die geplante Unternehmensteuerreform 2008 die steuerliche Belastung von Unternehmen unterschiedlicher Rechtsformen verändert und welche Auswirkungen dies auf die Wahl der optimalen Rechtsform hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der Besteuerung von Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften, der Analyse von zusammengesetzten Rechtsformen wie der GmbH & Co. KG sowie der Betriebsaufspaltung und der Auswirkung verschiedener Reformoptionen auf die Steuerlast.
Das Ziel ist es, aus den vorgesehenen Reformmaßnahmen die steuerlichen Konsequenzen für Unternehmen abzuleiten, Einflussgrößen für die Steuerlast zu identifizieren und Empfehlungen zur steuerlichen Gestaltung aufzuzeigen.
Es werden Literaturanalysen und fundierte Modellrechnungen (unter anderem basierend auf dem "European Tax Analyzer") genutzt, um die steuerlichen Auswirkungen unter verschiedenen Annahmen zur Erfolgslage und Finanzierungsstruktur zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen zur Rechtsformwahl, eine detaillierte Analyse der steuerlichen Auswirkungen auf verschiedene Unternehmensgruppen nach der Reform sowie einen direkten Rechtsformvergleich anhand einer konkreten Fallgestaltung.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Unternehmensteuerreform, Rechtsformwahl, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Abgeltungsteuer, Steuergestaltung und betriebswirtschaftliche Steuerlehre.
Angemessene Geschäftsführergehälter sind bei Kapitalgesellschaften als Betriebsausgabe abzugsfähig, wodurch die Gewerbe- und Körperschaftsteuerbelastung auf Unternehmensebene gesenkt wird. Beim Gesellschafter führen sie zu individuellen Einkommensteuern statt zu einer Besteuerung nach den Regelungen für Kapitalerträge.
Die Betriebsaufspaltung erfordert die Betrachtung von zwei rechtlichen Einheiten (Besitzunternehmen und Betriebsgesellschaft). Die Arbeit verdeutlicht, dass hierbei steuerliche Entlastungseffekte auf der einen Ebene durch Belastungen auf der anderen Ebene teilweise kompensiert werden können.
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