Diplomarbeit, 2006
100 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Ausländische Direktinvestitionen
2.1. Kennzeichen ausländischer Direktinvestitionen
2.2. Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen
2.3. Die multinationale Unternehmung
2.4. Motive für Direktinvestitionen
2.4.1. Absatzorientierung
2.4.2. Beschaffungsorientierung
2.4.3. Kostenorientierung
2.4.4. Orientierung an der Wirtschaftsordnung und -politik
2.5. Formen der Direktinvestitionen
2.6. Wirkungen ausländischen Direktinvestitionen
2.6.1. Ausländische Direktinvestitionen und Wachstum
2.6.2. Ausländische Direktinvestitionen und Beschäftigung
3. Theorie der ausländischen Direktinvestitionen und des internationalen Handels
3.1. Ricardianische Außenhandelstheorie
3.2. Heckscher-Ohlin-Samuelson-Theorem
3.3. Der Ansatz von Mundell
3.4. Der Industrial-Organisation- Ansatz nach Hymer
3.5. Die Produktlebenszyklustheorie nach Vernon
3.6. Dunnings eklektisches Paradigma
3.7. Die „neue“ Handelstheorie
3.7.1. Vertikale Integration nach Helpman
3.7.2. Horizontale Integration nach Markusen
3.8. Erweiterungen der „neuen“ Handelstheorie
4. Empirische Untersuchungen des Zusammenhangs zwischen FDI und Exporten
4.1. Studien auf Länderebene
4.2. Studien auf Industrieebene
4.3. Studien auf Unternehmensebene
5. Meta-Analyse
5.1. Vorteile einer Meta-Analyse
5.2. Probleme einer Meta-Analyse
5.2.1. Literaturauswahl
5.2.2. Publikationsverzerrungen
5.2.3. Heterogenität und Unabhängigkeit der Beobachtungen
6. Meta-Analyse des Zusammenhangs zwischen ausländischen Direktinvestitionen und Exporten
6.1. Auswahl der Studien
6.2. Konstruktion des Datensatzes
6.3. Bewertung des Datensatzes
6.3.1. Existenz des Zusammenhangs zwischen FDI und Exporten
6.3.2. Probleme der Gewichtung
6.3.3. Weiterführende Beschreibung des Datensatzes
6.4. Empirisches Vorgehen und Ergebnisse der Regressionen
6.4.1. Test auf die Signifikanz
6.4.1.1 Beschreibung des Modells
6.4.1.2 Ergebnisse der logistischen Regression
6.4.2. Test auf das Vorzeichen
6.4.2.1 Beschreibung des Modells
6.4.2.2 Ergebnisse der logistischen Regressionen
6.4.3. Test auf das Ausmaß der t-Werte
6.4.3.1 Beschreibung des Modells
6.4.3.2 Ergebnisse der OLS-Schätzung – Modell (1)
6.4.3.3 Ergebnisse der OLS-Schätzung – Modell (2)
6.4.3.4 Ergebnisse der OLS-Schätzung – Modell (3)
6.4.3.5 Ergebnisse der „random-effects“-Schätzungen
6.4.4. Test auf Publikationsverzerrungen
6.4.4.1 Analytische Betrachtung
6.4.4.2 Grafische Betrachtung
7. Schlussbemerkungen
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den widersprüchlichen Ergebnissen empirischer Studien zum Zusammenhang zwischen ausländischen Direktinvestitionen (FDI) und internationalem Handel auf den Grund zu gehen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, warum einige Studien ein substitutives Verhältnis feststellen, während andere ein komplementäres Verhältnis identifizieren, und welche Charakteristika der Studien diesen Unterschied erklären können.
3.4. Der Industrial-Organisation- Ansatz nach Hymer
Die Intention eine eigenständige Theorie der ausländischen Direktinvestitionen zu entwickeln ist vor allem durch die hohen amerikanischen Direktinvestitionen in Europa in den 1960er Jahren begründet. Seit dieser Zeit gab es eine Reihe partialanalytischer Ansätze, die als Abwandlungen des klassischen Paradigmas zum internationalen Handel gelten. Ihnen allen war gemein, dass Faktorbewegungen, also Direktinvestitionen als Ergebnis der Unvollkommenheiten der Märkte betrachtet wurden.
Hymers Arbeit wird gern in der Literatur auch als der „Startpunkt der modernen Direktinvestitionstheorie“ bezeichnet. Ausgangspunkt der Analyse ist die Annahme, dass Unternehmen, die auf einem ausländischen Markt agieren grundsätzlich mit Wettbewerbsnachteilen gegenüber den dort ansässigen Unternehmen ausgestattet sind. Diese Nachteile ergeben sich aus Unterschieden in den rechtlichen Rahmenbedingungen, Kultur, Diskriminierung durch die ausländische Politik, etc.
Hymer (1960) formuliert drei Ziele, die eine Unternehmung durch die Tätigung von FDI verfolgen könnte. Diese sind im einzelnen:
• Eine sektorale Diversifikation durch vertikale Direktinvestitionen.
• Eine Beschränkung des Wettbewerbs, beispielsweise durch eine Erhöhung der Marktmacht auf dem ausländischen Markt.
• Die Nutzung unternehmensspezifischer Wettbewerbsvorteile durch das Agieren im Ausland.
Das letzte Ziel stellt für Hymer (1960) eine notwendige Bedingung dar, denn dieses Ziel kann nur durch Marktunvollkommenheiten erreicht werden. Wäre der Markt von vollkommener Konkurrenz geprägt, dann könnten die Konkurrenten des im Ausland investierenden Unternehmens die monopolistischen Vorteile, die durch FDI im Ausland entstehen, direkt kopieren. Das investierende Unternehmen würde den Anreiz zur Investition von vornherein verlieren. Marktunvollkommenheiten und firmenspezifische Vorteile bedingen sich also.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Globalisierung sowie den Zusammenhang zwischen FDI und internationalem Handel ein und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau dar.
2. Ausländische Direktinvestitionen: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über Kennzeichen, Entwicklung, Motive, Formen und ökonomische Wirkungen von Direktinvestitionen und beschreibt multinationale Unternehmen als Akteure.
3. Theorie der ausländischen Direktinvestitionen und des internationalen Handels: Hier werden zentrale theoretische Modelle von Ricardo, Heckscher-Ohlin-Samuelson, Mundell, Hymer, Vernon, Dunning und der „neuen“ Handelstheorie vorgestellt, um das Verhältnis von FDI und Exporten zu erklären.
4. Empirische Untersuchungen des Zusammenhangs zwischen FDI und Exporten: In diesem Kapitel werden repräsentative empirische Studien auf Länder-, Industrie- und Unternehmensebene vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen FDI und Exporten untersuchen.
5. Meta-Analyse: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, Vorteile und methodischen Probleme einer Meta-Analyse sowie die Bedeutung der Meta-Regressions-Analyse (MRA).
6. Meta-Analyse des Zusammenhangs zwischen ausländischen Direktinvestitionen und Exporten: Dieses Hauptkapitel beschreibt die Konstruktion des Datensatzes sowie das empirische Vorgehen und die Ergebnisse der Regressionsanalysen hinsichtlich Signifikanz, Vorzeichen, t-Werten und Publikationsverzerrungen.
7. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf.
Ausländische Direktinvestitionen, FDI, Internationaler Handel, Meta-Analyse, MRA, Multinationale Unternehmen, MNU, Export, Außenhandelstheorie, Marktunvollkommenheit, Publikationsverzerrung, Publication Bias, Regressionsanalyse, Globalisierung, Kapitalbewegung.
Die Diplomarbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen ausländischen Direktinvestitionen und dem internationalen Handel, mit einem besonderen Fokus auf die Erklärung der heterogenen Ergebnisse vorangegangener empirischer Studien mittels einer Meta-Analyse.
Die zentralen Felder umfassen die ökonomischen Motive für Direktinvestitionen, die theoretischen Außenhandelsmodelle, die empirische Evidenz aus existierenden Studien sowie die methodische Anwendung der Meta-Regressions-Analyse.
Das primäre Ziel ist es, durch die Meta-Regressions-Analyse objektive Erklärungen dafür zu finden, warum empirische Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich des Verhältnisses von FDI und Exporten gelangen.
Die Arbeit verwendet die Meta-Regressions-Analyse (MRA), um 100 Beobachtungen aus 20 ausgewählten Studien systematisch auf ihre Charakteristika und Einflussfaktoren zu prüfen.
Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Grundlagen des Themas, stellt relevante empirische Studien vor und widmet sich anschließend der detaillierten Konstruktion eines eigenen Datensatzes sowie der Durchführung diverser logistischer und OLS-Regressionen.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie FDI, internationale Faktorbewegungen, komplementäre versus substitutionale Verhältnisse, Meta-Analyse und Publikationsverzerrungen charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass der Aggregationsgrad der Daten eine bedeutende Rolle spielt; so liefern Studien auf Länderebene tendenziell signifikant höhere t-Werte und weisen häufiger auf ein komplementäres Verhältnis hin.
Die Analyse liefert sowohl analytische als auch grafische Hinweise auf das Vorhandensein eines Publication Bias, was bedeutet, dass die Ergebnisse in der Literatur möglicherweise durch den Publikationsprozess verzerrt sind.
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