Magisterarbeit, 2006
70 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Dekonstruktion des Sherlock-Holmes-Stoffes im Roman O Xangô de Baker Street von Jô Soares. Im Mittelpunkt stehen die intertextuellen Bezüge, die der Autor in seinem Werk herstellt, und deren Einfluss auf die Rezeption der Figur Sherlock Holmes in einem neuen Kontext. Es soll analysiert werden, wie Soares den klassischen Detektivhelden auf parodistische Weise dekonstruiert und neu definiert, indem er ihn in das Rio de Janeiro des 19. Jahrhunderts versetzt und ihm neue Abenteuer und Herausforderungen präsentiert.
Die Einleitung stellt den Roman O Xangô de Baker Street von Jô Soares vor und erläutert die Bedeutung des Sherlock-Holmes-Stoffes in der Literatur. Sie beleuchtet die Rezeption der Figur in verschiedenen Kulturen und Medien und führt in das Konzept der Dekonstruktion und Parodie ein.
Kapitel I definiert den theoretischen Arbeitsrahmen der Arbeit, indem es die Konzepte der Intertextualität, Dekonstruktion und Parodie erklärt. Es wird auf die Bedeutung des Bezugs auf andere Texte und auf die Umdeutung klassischer Figuren im Kontext der Postmoderne eingegangen.
Kapitel II analysiert die Formalien des Romans O Xangô de Baker Street und untersucht die verschiedenen Ebenen der Transtextualität, die in ihm zum Ausdruck kommen. Es werden die gattungsspezifischen Elemente, die intertextuellen Bezüge und die paratextuellen Elemente des Romans beleuchtet.
Kapitel III befasst sich mit der Dekonstruktion des Helden Sherlock Holmes im Roman. Es wird untersucht, wie die Figur im Kontext des brasilianischen Rio de Janeiro des 19. Jahrhunderts neu interpretiert wird und welche Veränderungen und Paradoxien sich daraus ergeben.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Intertextualität, Dekonstruktion, Parodie, Sherlock Holmes, Jô Soares, O Xangô de Baker Street, Rio de Janeiro, Brasilien, Postkolonialismus.
Es ist eine Parodie von Jô Soares, die Sherlock Holmes in das Rio de Janeiro des 19. Jahrhunderts versetzt, wo er mit brasilianischen Sitten und einem ungewöhnlichen Fall konfrontiert wird.
Soares bricht mit dem klassischen Kanon, indem er Holmes' Unfehlbarkeit in Frage stellt und ihn in komische, menschliche und kulturell fremde Situationen bringt.
Der Roman nutzt zahlreiche Bezüge zum Originalkanon von Arthur Conan Doyle sowie zu brasilianischer Geschichte und Kultur, um eine polyphone Erzählweise zu schaffen.
Die Arbeit analysiert das Aufeinandertreffen des „europäischen Genies“ mit der Realität Südamerikas und wie tradierte Machtverhältnisse literarisch unterwandert werden.
Sie fungieren im Roman als brasilianische Gegenstücke oder Begleiter zu Holmes und Watson und verdeutlichen den Kontrast zwischen den Kulturen.
Nein, die Arbeit zeigt auf, dass es sich primär um eine literarische Parodie und Metatext handelt, die die Gattung des Kriminalromans selbst kritisch reflektiert.
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