Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. DIE GESCHICHTE DER „DEUTSCHLAND AG“ UND DIE ROLLE DER BANKEN
3. DARSTELLUNG DER VERFLECHTUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHEN GROSSUNTERNEHMEN
3.1 Arten und Funktionen der Unternehmensverflechtungen
3.2 Strukturmerkmale der Unternehmensverflechtungen
3.2.1 Grundformen der Unternehmensverflechtungen
3.2.2 Spezifische Strukturmerkmale der Kapitalverflechtungen
3.2.3 Spezifische Strukturmerkmale der Personenverflechtungen
3.3 Interdependenzen zwischen Kapital- und Personenverflechtungen
4. ENTWICKLUNG DER VERFLECHTUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHEN GROSSUNTERNEHMEN
4.1 Institutioneller Wandel in Deutschland
4.2 Die Entwicklung der Kapitalverflechtungen
4.2.1 Ausgangshypothesen
4.2.2 Eigentumskonzentration
4.2.3 Eigentümerstrukturen
4.2.4 Strukturformen der Kapitalverflechtungen
4.2.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.3 Die Entwicklung der Personenverflechtungen
4.3.1 Ausgangshypothesen
4.3.2 Allgemeine Charakteristika des Netzwerkes
4.3.3 Strukturformen gerichteter Personenverflechtungen
4.3.4 Strukturformen ungerichteter Personenverflechtungen
4.3.5 Zentralität
4.3.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.4 Interdependenzen bei der Entwicklung der Kapital- und Personenverflechtungen
4.5 Die Entwicklungen in der „Deutschland AG“ in der Debatte um das deutsche Corporate Governance System
5. FAZIT UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht die strukturelle Entwicklung der Kapital- und Personenverflechtungen zwischen deutschen Großunternehmen, um zu klären, ob sich die als „Deutschland AG“ bezeichnete vernetzte Wirtschaftsstruktur auflöst oder lediglich eine Rekonfiguration erfährt.
3.1 Arten und Funktionen der Unternehmensverflechtungen
Unternehmensverflechtungen sind verschiedene Typen von Austauschbeziehungen wie z. B. Kapitalbeteiligungen, Personenverflechtungen, Kreditbeziehungen, Lieferbeziehungen und Joint Ventures (vgl. Zugehör 2003, S. 65). Die Kapital- und Personenverflechtungen, die im Rahmen dieser Arbeit behandelt werden, sind die häufigsten Verflechtungsarten zwischen deutschen Großunternehmen.
Unter einer direkten Kapitalverflechtung wird eine Kapitalbeteiligung eines Unternehmens an einem anderen Unternehmen oder eine wechselseitige Kapitalbeteiligung zweier Unternehmen verstanden (vgl. Windolf/Beyer 1995). Eine Kapitalbeteiligung kann zwischen Promillen und 100% variieren, so dass entsprechend zu vermuten ist, dass das Kontrollpotenzial des Kapitaleigentümers von der Beteiligungshöhe an einem Unternehmen abhängt (vgl. Nollert 2005, S. 9). Eine reine Eigentümerkontrolle ist immer dann gegeben, wenn eine private oder juristische Person so viel vom Eigenkapital besitzt, dass sie alle wichtigen Beschlüsse im Unternehmen wirksam kontrollieren kann (vgl. Beyer 1998, S. 59). Das ist immer dann gegeben, wenn mindestens 75% der Kapitalanteile gehalten werden (vgl. Beyer 1998, S. 59). Die Kontrolle durch einen Mehrheitseigentümer liegt dann vor, wenn eine private oder juristische Person einen Anteil zwischen 50% und 75% besitzt und damit das Unternehmen in allen Fragen kontrollieren kann, für die keine qualifizierte Mehrheit erforderlich ist (vgl. Beyer 1998, S. 59). Ein Anteilseigner, der mehr als 25% jedoch weniger als 50% der Kapitalanteile hält, wird als Großaktionär bezeichnet (vgl. Beyer 1998, S. 59).
1. EINLEITUNG: Definiert das Untersuchungsobjekt der „Deutschland AG“ und legt das Ziel fest, strukturelle Veränderungen in Verflechtungsnetzwerken zu analysieren.
2. DIE GESCHICHTE DER „DEUTSCHLAND AG“ UND DIE ROLLE DER BANKEN: Beschreibt den historischen Ursprung und die stabilisierende, koordinierende Funktion deutscher Großbanken im Industriegeflecht.
3. DARSTELLUNG DER VERFLECHTUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHEN GROSSUNTERNEHMEN: Systematisiert verschiedene Arten und Strukturformen von Kapital- und Personenverflechtungen sowie deren Funktionen.
4. ENTWICKLUNG DER VERFLECHTUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHEN GROSSUNTERNEHMEN: Analysiert empirisch den institutionellen Wandel sowie den Rückgang von Kapital- und Personenverflechtungen im Zeitverlauf.
5. FAZIT UND AUSBLICK: Fasst den rapiden Auflösungsprozess des Netzwerkes zusammen und bewertet die Tendenz zur Rekonfiguration oder Erosion.
Deutschland AG, Unternehmensverflechtungen, Kapitalbeteiligungen, Personenverflechtungen, Corporate Governance, Eigentümerkonzentration, Bankensystem, industrielle Netzwerke, Finanzsektor, Entflechtung, Strukturmerkmale, Aufsichtsratsmandate, interkorporative Beziehungen, Stimmrechtsblöcke, Kapitalmarkt.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und mögliche Auflösung der „Deutschland AG“, eines spezifischen Netzwerks aus Kapital- und Personenverflechtungen deutscher Großunternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Eigentümerstrukturen, der Vernetzung durch Vorstands- und Aufsichtsratsmandate sowie der Rolle deutscher Großbanken im Wandel.
Das Ziel ist die empirische Untersuchung, ob die beobachteten strukturellen Veränderungen als weitgehende Auflösung des Netzwerks oder lediglich als Rekonfiguration zu interpretieren sind.
Es werden quantitativ-empirische Studien und Netzwerkanalysen herangezogen, um die Entwicklung der Verflechtungsdichte und Strukturformen zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Systematisierung der Verflechtungsformen und eine detaillierte empirische Untersuchung von Kapital- sowie Personenverflechtungen.
Kernbegriffe sind Deutschland AG, Kapitalbeteiligungen, Personenverflechtungen, Entflechtung und Corporate Governance.
Banken fungierten historisch als handlungsfähige Exekutive, die Risiken internalisierte und Industriepolitik betrieb, ziehen sich aber zunehmend aus dieser zentralen Rolle zurück.
Sender sind Unternehmen, die ihre Führungskräfte in andere Aufsichtsräte entsenden, während Empfänger Unternehmen sind, die Aufsichtsratsmitglieder von anderen Firmen aufnehmen.
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