Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Verlauf der Untersuchung
2 Charakteristika langfristiger Fertigungsaufträge
2.1 Zeitliche und inhaltliche Abgrenzung langfristiger Fertigungsaufträge
2.2 Typische Merkmale der langfristigen Auftragsfertigung
2.3 Vertragsgestaltung und Preisklauseln bei langfristiger Auftragsfertigung
2.4 Risiken bei langfristiger Auftragsfertigung
3 Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS
3.1 Zielfunktionen von Jahresabschlüssen nach IFRS und ihre Bedeutung für die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen
3.2 Zusammenfassung und Segmentierung von Fertigungsaufträgen
3.3 Verfahren der Gewinnrealisierung bei Fertigungsaufträgen
3.3.1 Percentage-of-Completion-Methode
3.3.1.1 Anwendungsvoraussetzungen der Percentage-of-Completion-Methode
3.3.1.2 Ermittlung des anteiligen Gewinns aus Fertigungsaufträgen
3.3.1.2.1 Bestimmung der Auftragserlöse
3.3.1.2.2 Bestimmung der Auftragskosten
3.3.1.2.3 Schätzung des Fertigstellungsgrads
3.3.1.2.4 Berücksichtigung von Schätzungsänderungen
3.3.2 Ertragsrealisation im Umfang der angefallenen Auftragskosten (Zero-Profit-Margin-Methode)
3.3.3 Die bilanzielle Behandlung von Verlustaufträgen
3.4 Ausweis von Fertigungsaufträgen im Jahresabschluss
3.4.1 Ausweis in der Bilanz
3.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung
3.4.3 Ausweis im Anhang
4 Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB
4.1 Zielfunktionen von Jahresabschlüssen nach HGB und ihre Bedeutung für die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge
4.2 Ansatz langfristiger Fertigungsaufträge in der Bilanz
4.3 Methoden der Gewinnrealisierung bei langfristiger Auftragsfertigung
4.3.1 Bedeutung des Realisationsprinzips und mögliche Realisationszeitpunkte bei der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge
4.3.2 Completed-Contract-Methode
4.3.3 Ansatz aufwandsgleicher Selbstkosten
4.3.4 Teilgewinnrealisierung auf der Basis echter Teilabnahmen
4.3.5 Teilgewinnrealisierung auf der Basis kalkulatorischer Teilabrechnungen
4.3.6 Percentage-of-Completion-Methode
4.3.7 Bilanzielle Behandlung von Verlustaufträgen
4.4 Ausweis langfristiger Fertigungsaufträge im Jahresabschluss
4.4.1 Ausweis in der Bilanz
4.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung
4.4.3 Ausweis im Anhang und Lagebericht
5 Resümee und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Konzepte zur Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS und HGB, wobei ein besonderer Fokus auf die Problematik der Gewinnrealisierung gelegt wird.
3.3.1.2.3 Schätzung des Fertigstellungsgrads
Die oben definierten Auftragserlöse und Auftragskosten sind für Fertigungsaufträge, deren Abwicklung mit einem erwarteten Gewinn verbunden ist und deren Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann,146 entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Projekts auf die einzelnen Perioden der Auftragsdurchführung zu verteilen. Die Ermittlung dieses Fertigstellungsgrads ist bei der Bestimmung des in einer Berichtsperiode zu realisierenden Gewinnanteils somit von entscheidender Bedeutung.147 Nach IAS 11.30 kann der Arbeitsfortschritt eines Auftrags dabei unter Zuhilfenahme verschiedener Methoden festgestellt werden, ohne dass diesbezüglich ein bestimmtes Verfahren vorgeschrieben wird.148 Der Bilanzierende ist jedoch verpflichtet, diejenige Methode anzuwenden, die unter Berücksichtigung der Besonderheiten jedes einzelnen Fertigungsauftrags zu einer sachgerechten Ermittlung des Fertigstellungsgrads führt. Aus dem Grundsatz der Stetigkeit folgt außerdem, dass ein gewähltes Verfahren während der Durchführung des Fertigungsauftrags und bei gleichartigen Aufträgen beizubehalten ist.149 Wird allerdings während der Auftragsdurchführung festgestellt, dass ein anderes Verfahren zu Bestimmung des Leistungsfortschritts besser geeignet ist, so ist eine Änderung der Messmethode geboten.150
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge sowie die Zielsetzung und der Gang der Untersuchung.
2 Charakteristika langfristiger Fertigungsaufträge: Definition und Abgrenzung der Auftragsfertigung sowie Analyse typischer Merkmale und der damit verbundenen Risiken.
3 Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS: Erläuterung der Rechnungslegung nach IFRS mit Fokus auf die Percentage-of-Completion-Methode, Gewinnrealisierung und den Ausweis im Abschluss.
4 Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB: Darstellung der handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätze, insbesondere des Realisationsprinzips und der Anwendung der Completed-Contract-Methode.
5 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Gegenüberstellung der beiden Systeme und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen bei der Ertragsvereinnahmung.
Langfristige Fertigungsaufträge, IFRS, HGB, Gewinnrealisierung, Percentage-of-Completion-Methode, Completed-Contract-Methode, Fertigstellungsgrad, Realisationsprinzip, Verlustaufträge, Jahresabschluss, Bilanzierung, Anlagengeschäft, Auftragsfertigung, Ertragsrealisation, Vorratsbewertung.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge zwischen den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB).
Die Schwerpunkte liegen auf der Gewinnrealisierung, dem Ansatz und der Bewertung von Fertigungsaufträgen sowie deren Ausweis im Jahresabschluss unter Berücksichtigung verschiedener Methoden wie PoC und Completed-Contract.
Das Ziel ist die grundlegende Darstellung und kritische Analyse der unterschiedlichen Konzepte zur Gewinnrealisierung in IFRS und HGB anhand von theoretischen Erläuterungen und einer praktischen Fallstudie.
Neben der theoretischen Herleitung und Analyse der Rechnungslegungsvorschriften wird eine praktische Fallstudie genutzt, um die Auswirkungen der verschiedenen Methoden auf den Jahresabschluss zu veranschaulichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Charakteristika von Fertigungsaufträgen, die detaillierte Bilanzierung nach IFRS (Kapitel 3) und nach HGB (Kapitel 4) inklusive Methoden der Gewinnrealisierung.
Die wichtigsten Begriffe sind Langfristfertigung, Gewinnrealisierung, Realisationsprinzip, IFRS, HGB, Fertigstellungsgrad und Bewertungsverfahren für Fertigungsaufträge.
Dies resultiert aus den unterschiedlichen Zielfunktionen: Während IFRS auf die Informationsinteressen von Investoren abzielt (Stetigkeit), fokussieren HGB-Regelungen stärker auf Gläubigerschutz und Vorsichtsprinzip.
Verlustaufträge müssen nach IAS 11.36 sofort in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst werden, sobald diese wahrscheinlich sind, unabhängig von der gewählten Abrechnungsmethode.
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