Diplomarbeit, 2006
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Die Unternehmensbesteuerung in Deutschland
2.1 Das Wesen der Unternehmung
2.2 Das Wesen der Unternehmensteuer
2.2.1 Die steuerliche Behandlung von Unternehmen - Transparenz- vs. Trennungsprinzip
2.2.2 Zusammenfassender Überblick über die steuerliche Ungleichbehandlung von Unternehmen
3. Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft
3.1 Ziele des Konzepts zur Reform der Unternehmensbesteuerung
3.2 Das Konzept im Detail
3.2.1 Die Besteuerung auf Unternehmensebene
3.2.2 Unternehmensteuerobjekt und Bemessungsgrundlage
3.2.3 Verlustverrechnung
3.2.4 Die Besteuerung auf der Gesellschafterebene
3.2.5 Ausnahmeregelungen
3.2.6 Das Konzept im internationalen Zusammenhang
3.2.7 Die Neuordnung der Kommunalfinanzen
3.2.8 Änderungen bei der Einkommensteuer
3.3 Kritische Würdigung des gesamten Konzepts
4. Die quantitative Untersuchung des Konzepts
4.1 Der statische Vergleich
4.1.1 Die durchschnittliche Steuerbelastung im Vergleich
4.1.2 Berücksichtigung von schuldrechtlichen Beziehungen
4.2 Der dynamische Vergleich
4.3 Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse
5. Schlussbetrachtung
Summary
Die Diplomarbeit untersucht das Reformkonzept der Stiftung Marktwirtschaft zur Unternehmensbesteuerung auf seine Eignung hin, eine einfache, gerechte und rechtsformneutrale Besteuerung in Deutschland zu erreichen. Dabei wird analysiert, ob die vorgeschlagenen Änderungen tatsächlich die intendierten Ziele einer strukturellen Vereinfachung und einer wettbewerbsfähigen Steuerlast erfüllen können.
3.2.5 Ausnahmeregelungen
Die eben aufgezeigten Änderungsvorschläge sind die grundsätzlichen Regelungen der von der SMW vorgeschlagenen neuen Unternehmensteuer. Die Kommission hat jedoch erkannt, dass die praktische und konsequente Anwendung auf alle Unternehmen erhebliche Nachteile und Verschlechterungen insbesondere für Einzelunternehmer und inhabergeführte Personengesellschaften mit sich bringen würde. Die Gründe dafür sind differenziert zu betrachten. Für Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften mit geringen Einkünften, die im Progressionsbereich der Einkommensteuer liegen, würde der komplette Gewinn des Unternehmers definitiv mit Unternehmensteuer in Höhe von 25% bis 30% besteuert werden. Im Gegensatz zur heutigen Regelung gibt es keinen steuerlichen Freibetrag und keinen progressiv steigenden Tarifverlauf, so dass bereits geringe Gewinne, die bisher gar nicht oder mit einem niedrigeren Steuersatz besteuert wurden, mit dem höheren Unternehmensteuersatz belastet würden. Zudem würden die individuellen persönlichen Verhältnisse des Unternehmers nicht mehr berücksichtigt werden und im Falle, dass der Unternehmer neben den Unternehmenseinkünften keine weiteren hat, würde das steuerliche Existenzminimum nicht mehr gewährleistet sein.
1. Einführung: Darstellung der Reformbedürftigkeit des deutschen Steuerrechts und Vorstellung der Zielsetzung sowie methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Die Unternehmensbesteuerung in Deutschland: Analyse des aktuellen Steuersystems, der Unterschiede zwischen Transparenz- und Trennungsprinzip sowie der ungleichen steuerlichen Behandlung verschiedener Unternehmensrechtsformen.
3. Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft: Umfassende Detailbetrachtung des SMW-Reformkonzepts, einschließlich der Ziele, der neuen Besteuerungslogik, der Verlustverrechnung und der speziellen kommunalen Neuregelungen.
4. Die quantitative Untersuchung des Konzepts: Statische und dynamische Modellrechnungen zur Überprüfung der steuerlichen Vorteilhaftigkeit des SMW-Konzepts im Vergleich zum bestehenden Rechtsstand.
5. Schlussbetrachtung: Fazit der Untersuchung, das die begrenzte Eignung des Konzepts hinsichtlich Rechtsformneutralität und Vereinfachung sowie die Problematik der komplexen Ausnahmeregelungen herausstellt.
Unternehmensbesteuerung, Stiftung Marktwirtschaft, Rechtsformneutralität, Unternehmensteuer, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Gewinnthesaurierung, Steuerbelastung, Kleinunternehmerregelung, Reform, Steuersystem, Steuerrecht, Finanzpolitik
Die Arbeit analysiert kritisch das Reformkonzept der Stiftung Marktwirtschaft zur Umgestaltung der deutschen Unternehmensbesteuerung.
Im Zentrum stehen die Konzepte zur Rechtsformneutralität, die Neuordnung der Kommunalfinanzen und die Auswirkungen auf kleine sowie mittelständische Unternehmen.
Es wird untersucht, ob das SMW-Konzept die selbst gesteckten Ziele – ein einfacheres, gerechteres und international wettbewerbsfähiges Steuersystem – tatsächlich erreichen kann.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse mit quantitativen Modellrechnungen, um steuerliche Belastungseffekte des Konzepts im Vergleich zum aktuellen Rechtsstand zu simulieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des bestehenden und des vorgeschlagenen Steuersystems sowie eine quantitative Untersuchung anhand von Modellunternehmen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Parameter.
Wichtige Begriffe sind Unternehmensbesteuerung, Rechtsformneutralität, Transparenz- und Trennungsprinzip sowie die steuerliche Behandlung von Gewinnthesaurierungen.
Die notwendige Integration von Ausnahmeregelungen, um kleine Unternehmen nicht zu benachteiligen, konterkariert das Ziel einer einfachen und strukturell klaren Steuerreform erheblich.
Die Neuregelung der Kommunalfinanzen, insbesondere der Ersatz der Gewerbesteuer durch eine kommunale Bürger- und Unternehmensteuer, wird als strukturell sinnvoll und verwaltungstechnisch vorteilhaft hervorgehoben.
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