Diplomarbeit, 2006
135 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen und methodisches Vorgehen
2.1. Begriffsdefinitionen
2.1.1. E-Learning
2.1.1.1. Online, offline, virtuell, hybrid
2.1.1.2. Blended Learning
2.1.2. Didaktik
2.1.3. Innovation
2.2. Methodisches Vorgehen
2.2.1. Festlegung des Materials
2.2.2. Analyse der Entstehungssituation
2.2.3. Formale Charakteristika des Materials
2.2.4. Richtung der Analyse
2.2.5. Theoretische Differenzierung der Fragestellung
2.2.6. Bestimmung der Analysetechnik(en) und des konkreten Ablaufmodells
3. Vorstellung wichtiger didaktischer Konzepte und Modelle der Präsenzlehre
3.1. Die Didaktische Analyse von WOLFGANG KLAFKI
3.1.1. KLAFKIs (Vorläufiges) Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung
3.2. Die Lehrtheoretische Didaktik
3.2.1. PAUL HEIMANNs Strukturanalyse und das Berliner Modell
3.2.1.1. Die Interdependenzthese
3.2.1.2. Wolfgang Schulz’ Ergänzungen zur Interdependenzthese
3.2.1.3. Die fehlende Hälfte der Didaktik, die Faktorenanalyse
3.2.2. Das Hamburger Modell
3.2.2.1. Aus der Aufklärung abgeleitete Intentionen des Hamburger Modells
3.2.2.2. WOLFGANG SCHULZ’ Heuristische Matrix
3.2.2.3. Handlungsmomente didaktischen Planens
3.3. Fazit der Modellbeschreibungen
3.4. Vorüberlegungen zu Analysekategorien
3.4.1. Erfolgskontrolle, aber wie?
3.4.2. Feedbackkultur als Analysekategorie
3.4.3. Medien in Online-Seminaren
3.4.4. Vermittlung und Methoden
3.4.5. Was passiert wie, zwischen den Beteiligten eines Seminars?
3.4.6. Steuerung und Seminargerüst
4. Kategorien als Analysewerkzeuge
4.1. Die Kategorie ‚Feedbackkultur’
4.2. Die Kategorie ‚Medienwahl’
4.3. Die Kategorie ‚Methodenwahl’
4.4. Die Kategorie ‚Interaktion’
4.5. Die Kategorie ‚Steuerung und Sequenzierung’
4.5.1. Instruktionsdesign als Steuerungs- und Sequenzierungsmethode im E-Learning
4.6. Die fünf Analysekategorien mit ihren zentralen Fragestellungen
5. Die Beispielseminare
5.1. Gründe für die Auswahl der Beispielseminare
5.1.1. Das Seminar von UWE GROTHUSMANN
5.1.2. Das Seminar von Gabi Reinmann-Rothmeier
6. Das Seminar „Einführung in die Werbepsychologie“ von UWE GROTHUSMANN
6.1. Ablaufbeschreibung des Seminars
6.1.1. Erster Versuch: Seminar I
6.1.2. Änderungen für den zweiten Seminardurchlauf (Seminar II):
6.1.3. Letzter Turnus: Seminar III
6.2. Analyse des Seminars von UWE GROTHUSMANN
6.2.1. Analyse für die Kategorie Feedbackkultur
6.2.2. Analyse für die Kategorie Medienwahl
6.2.3. Analyse für die Kategorie Methodenwahl
6.2.4. Analyse für die Kategorie Interaktion
6.2.5. Analyse für die Kategorie Steuerung und Sequenzierung
7. Das „virtuelle Hochschulseminar zur Einführung in das Wissensmanagement“ von GABI REINMANN-ROTHMEIER
7.1. Ablaufbeschreibung des Seminars
7.2. Analyse des Seminars von REINMANN-ROTHMEIER
7.2.1. Analyse für die Kategorie Feedbackkultur
7.2.2. Analyse für die Kategorie Medienwahl
7.2.3. Analyse für die Kategorie Methodenwahl
7.2.4. Analyse für die Kategorie Interaktion
7.2.5. Analyse für die Kategorie Steuerung und Sequenzierung
8. Vergleich der Analysenergebnisse
8.1. Ergebnisse für die Kategorie Feedbackkultur
8.1.1. Ergebnisse bei GROTHUSMANN
8.1.2. Ergebnisse bei REINMANN-ROTHMEIER
8.1.3. Ergebnisvergleich Feedbackkultur
8.2. Ergebnisse für die Kategorie Medienwahl
8.2.1. Ergebnisse bei GROTHUSMANN
8.2.2. Ergebnisse bei REINMANN-ROTHMEIER
8.2.3. Ergebnisvergleich Medienwahl
8.3. Ergebnisse für die Kategorie Methodenwahl
8.3.1. Ergebnisse bei GROTHUSMANN
8.3.2. Ergebnisse bei REINMANN-ROTHMEIER
8.3.3. Ergebnisvergleich Methodenwahl
8.4. Ergebnisse für die Kategorie Interaktion
8.4.1. Ergebnisse bei GROTHUSMANN
8.4.2. Ergebnisse bei REINMANN-ROTHMEIER
8.4.3. Ergebnisvergleich Interaktion
8.5. Ergebnisse für die Kategorie Steuerung und Sequenzierung
8.5.1. Ergebnisse bei GROTHUSMANN
8.5.2. Ergebnisse bei REINMANN-ROTHMEIER
8.5.3. Ergebnisvergleich Steuerung und Sequenzierung
9. Ergebnisbetrachtung, gefundene didaktische Innovationen
9.1. Einordnung der Ergebnisse in die wissenschaftliche Diskussion
9.2. Hauptunterschiede zwischen virtuellen und Präsenzseminaren
9.2.1. Der Primat des Menschen und der Primat der Pädagogik
9.3. Kritische Anmerkungen zu den Ergebnissen
9.4. Ausblick
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Online-Seminare didaktische Elemente aufweisen, die über bewährte Didaktikmodelle der Präsenzlehre hinausgehen, und prüft, ob für Online-Seminare eine grundlegend neue Didaktik erforderlich ist. Hierfür werden bekannte Präsenz-Didaktikmodelle (Klafki, Heimann, Schulz) als Analysebasis genutzt, um ein Kategoriensystem zu entwickeln, welches auf zwei beispielhafte Online-Seminare angewandt wird.
Die Kategorie ‚Feedbackkultur’
„Feedback ist allgemein ein kommunikativer Vorgang, allerdings keineswegs notwendigerweise ein verbaler. Die Art der Kommunikation bestimmt die Art des Feedback.“
Feedback hat für die Benennung dieser Kategorie bei weitem nicht den Bedeutungsumfang, den es im Bereich der Gruppendynamik und der therapeutischen Arbeit hat. WIERINGA spricht Feedback die grundsätzliche Funktion der starken Wahrheitsnähe ab, diese These wird im Weiteren nicht berücksichtigt.
Vielmehr soll seine funktionale Bedeutung im Bezug auf rückkoppelnde bzw. kritisierende Kommunikation im Vordergrund stehen.
Wie bereits in den Vorüberlegungen erwähnt, soll mit dieser Kategorie untersucht werden, inwieweit eine Rückkopplung zwischen den Lehrenden und Lernenden (ggf. auch auf einer Metaebene) stattfindet bzw. stattfinden kann. Dieser Kategorie werden während der Analyse sämtliche Textbausteine zugeordnet, die Hinweise auf die Kommunikation zwischen Seminarleitung und Teilnehmern geben. Dies beginnt bereits bei der Erwähnung von Möglichkeiten zur Kommunikation und endet bei direkten Zitaten aus erfolgter Kommunikation.
1. Einleitung: Zusammenfassung der Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, didaktische Innovationen in Online-Seminaren im Vergleich zu Präsenzmodellen zu identifizieren und zu bewerten.
2. Begriffsdefinitionen und methodisches Vorgehen: Definition zentraler Begriffe wie E-Learning, Didaktik und Innovation sowie Erläuterung des qualitativen, strukturierenden Analyseansatzes.
3. Vorstellung wichtiger didaktischer Konzepte und Modelle der Präsenzlehre: Detaillierte Betrachtung der Didaktikmodelle von Klafki, Heimann und Schulz als theoretisches Fundament für die Kategorienbildung.
4. Kategorien als Analysewerkzeuge: Ausarbeitung von fünf Analysekategorien (Feedbackkultur, Medienwahl, Methodenwahl, Interaktion, Steuerung und Sequenzierung) zur Untersuchung der Seminarbeschreibungen.
5. Die Beispielseminare: Begründung für die Auswahl der untersuchten Online-Seminare von Grothusmann und Reinmann-Rothmeier.
6. Das Seminar „Einführung in die Werbepsychologie“ von UWE GROTHUSMANN: Detaillierte Darstellung des Seminarverlaufs über drei Durchläufe hinweg und Analyse der didaktischen Struktur.
7. Das „virtuelle Hochschulseminar zur Einführung in das Wissensmanagement“ von GABI REINMANN-ROTHMEIER: Beschreibung und Analyse der methodisch-didaktischen Konzeption des Wissensmanagement-Seminars.
8. Vergleich der Analysenergebnisse: Zusammenführung und kritischer Abgleich der Ergebnisse aus den Fallanalysen hinsichtlich der definierten Analysekategorien.
9. Ergebnisbetrachtung, gefundene didaktische Innovationen: Einordnung der Ergebnisse in den wissenschaftlichen Diskurs und Reflexion über die Bedeutung von Präsenz- und Online-Didaktik.
10. Fazit: Zusammenfassende Antwort auf die Forschungsfrage, dass keine neue Didaktik für Online-Seminare notwendig ist, sondern bewährte Modelle die Basis bilden.
E-Learning, Didaktik, Online-Seminare, Didaktische Innovation, Unterrichtsplanung, Blended Learning, Instruktionsdesign, Medienwahl, Methodenwahl, Interaktion, Feedbackkultur, Steuerung und Sequenzierung, Wissensmanagement, Qualitativer Analyseansatz, Präsenzlehre
Die Diplomarbeit untersucht das Verhältnis zwischen E-Learning und Didaktik, um herauszufinden, ob Online-Seminare didaktische Innovationen enthalten, die über traditionelle Präsenzmodelle hinausgehen.
Die zentralen Themenfelder sind die didaktische Planung, die Gestaltung von Online-Seminaren, die Integration von Medien und Methoden sowie die Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden im virtuellen Raum.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob für Online-Seminare eine grundsätzlich neue Didaktik erforderlich ist oder ob etablierte Didaktikmodelle für die Planung und Durchführung ausreichend sind.
Der Autor nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um die Beschreibungen zweier Online-Seminare anhand eines vorab entwickelten Kategoriensystems systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung didaktischer Modelle, die Entwicklung der Analysewerkzeuge und die detaillierte Fallanalyse zweier Seminare mit anschließender Ergebnisevaluation.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie E-Learning, Didaktik, didaktische Innovation, Instruktionsdesign, Blended Learning und Feedbackkultur charakterisiert.
Grothusmanns Fokus lag stärker auf technischer Umsetzung und Einzelarbeit, während Reinmann-Rothmeier von Beginn an auf kooperative Gruppenarbeit und einen Blended-Learning-Ansatz setzte.
Der Autor schlussfolgert, dass keine grundlegend neue Didaktik für E-Learning notwendig ist; bewährte Didaktikmodelle der Präsenzlehre sind aufgrund ihrer Abstraktion auch für Online-Settings planungsrelevant.
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