Diplomarbeit, 2005
99 Seiten, Note: Sehr gut
Vorwort
Einleitung
Theoretische Einführungen
1 Definition von Behinderung
1.1 Definition von Schwerstbehinderung
2 Definition der Integration
2.1 Gesetze zur Integration
2.2 Thesen zu Integration von Georg Feuser
2.3 Von der Integration zur Inclusion – eine Schule für alle
3 Kinder mit schweren Behinderungen in der Schule
3.1 Schulische Situation von schwerstbehinderten Kindern in Graz
4 Wesensmerkmale der Kommunikation
4.1 Die Notwendigkeit zu kommunizieren
5 Unterstützte Kommunikation (UK)
5.1 Prinzipien Unterstützter Kommunikation
5.2 Kommunikationshilfen
5.3 Beispiele nonverbaler Kommunikationstechniken
5.3.1 Körpereigene Kommunikationsformen
5.3.2 Externe Kommunikationshilfen
5.3.3 Graphische Zeichen
5.3.4 Elektronische Kommunikationshilfe
5.4 Kommunikationssystem in Jonas Klasse
5.4.1 Jona erzählt von zuhause
5.4.2 Jona kommuniziert mit der Studentin
6 Zukunftsperspektiven für Jona
6.1 Selbstbestimmtes Leben
Werte, die durch Selbstbestimmung unterstützt werden
Selbstbestimmung schreit nach einer Systemänderung
6.2 Persönliche Assistenz
Empirischer Teil
7 Die Methode
7.1 Einzelfallanalyse
7.2 Fünf Punkte meiner Einzelfallanalyse
7.3 Methoden der Einzelfallanalyse
7.3.1 Interviews
7.3.1.1 Interviewleitfaden
7.3.1.2 Auswertung der Interviews
7.3.2 Fragebogen der Mitschüler/innen
7.3.2.1 Auswertung der Fragebögen
7.3.3 Persönliche Lebenskurve
7.3.4 Auswertung der ärztlichen Gutachten
7.3.5 Therapien
8 Fallzusammenfassung und Fallstrukturierung
9 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Einzelfallstudie über ein schwerstbehindertes, nonverbales Kind die Bedeutung und Funktionsweise schulischer Integration. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Integration im Klassenverband gelingen kann und welche Rolle unterstützte Kommunikationssysteme für die Teilhabe und Lebensqualität des Kindes spielen.
4.1 Die Notwendigkeit zu kommunizieren
Kommunikation wird weitgehend als Austausch von Informationen verstanden. In unserer technischen Welt spricht man gerne von Sender-Empfänger- Modellen, von Codierung und Decodierung. Denkt man in solchen Begriffen, ist es meist leicht, bei Störungen die Ursachen auszumachen: entweder ist der Sender defekt oder der Empfänger, möglicherweise fehlt der richtige Code zur Entschlüsselung der Botschaft, und so weiter.
Wie vielfältig die Störungen sein können und wie schwer es oft ist, sich verständlich zu machen, weiß wohl jeder aus eigener Erfahrung. Gerade in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen ist man immer wieder mit Problemen im kommunikativen Prozess konfrontiert: Sprachliche Beeinträchtigungen gehen in vielen Fällen Hand in Hand mit einer körperlichen, geistigen oder mehrfachen Behinderung und es fällt den Bezugspersonen oft schwer, Handlungen und Ausdrucksweisen von Menschen mit Behinderung als kommunikative Signale zu verstehen und richtig zu interpretieren.
Für den Menschen als soziales Wesen ist seine Gabe und Art zu kommunizieren von grundlegender Bedeutung für seine Stellung im sozialen Umfeld. Er braucht diese Fähigkeit nicht nur, um mit der Umwelt in Kontakt zu treten, also Dialoge verschiedenster Art zu führen, sondern auch, um im Gespräch mit sich selbst, im Monolog, seine Denkweise zu unterstützen.
1 Definition von Behinderung: Das Kapitel erörtert die Komplexität und Relativität des Behinderungsbegriffs und definiert Schwerstbehinderung unter Berücksichtigung verschiedener sozialer und medizinischer Dimensionen.
2 Definition der Integration: Dieses Kapitel behandelt das Konzept der Integration und Inclusion, erläutert die rechtlichen Grundlagen und stellt die Thesen von Georg Feuser zur gemeinsamen Erziehung dar.
3 Kinder mit schweren Behinderungen in der Schule: Es wird die schulische Situation schwerstbehinderter Kinder diskutiert und verdeutlicht, dass Integration auch bei hohem Förderbedarf ein Recht und keine Frage der Lernfähigkeit ist.
4 Wesensmerkmale der Kommunikation: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Kommunikation ein und betont deren Bedeutung als soziales Grundbedürfnis und notwendiges Instrument zur Teilhabe.
5 Unterstützte Kommunikation (UK): Hier werden Prinzipien und praktische Techniken der UK, wie elektronische und nicht-elektronische Hilfsmittel, detailliert vorgestellt und auf die Anwendung im Klassenalltag bezogen.
6 Zukunftsperspektiven für Jona: Das Kapitel thematisiert die Lebensplanung für Menschen mit Behinderung, insbesondere durch Konzepte wie Selbstbestimmtes Leben und Persönliche Assistenz.
7 Die Methode: Dieser Abschnitt beschreibt den empirischen Rahmen der Einzelfallanalyse, inklusive der methodischen Vorgehensweise zur Datenerhebung und Interpretation.
8 Fallzusammenfassung und Fallstrukturierung: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt und die wesentlichen Erkenntnisse aus Jonas schulischer Entwicklung sowie den angewandten Therapien resümiert.
9 Schlusswort: Das Schlusswort unterstreicht die Wichtigkeit der Integration und ermutigt Pädagogen, die Herausforderungen in der Arbeit mit schwerstbehinderten Kindern anzunehmen.
Integration, Schwerstbehinderung, Nonverbale Kommunikation, Unterstützte Kommunikation, Einzelfallanalyse, Inklusive Pädagogik, Selbstbestimmtes Leben, Persönliche Assistenz, Förderpädagogik, Schulalltag, Sprachverständnis, Behinderung, Sozialintegration, Teilhabe, Lebenskurve.
Die Arbeit befasst sich mit der schulischen Integration eines schwerstbehinderten, nonverbalen Kindes namens Jona und untersucht, wie Integration im Schulalltag erfolgreich gestaltet werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Integrationsbegriff, der Unterstützten Kommunikation, den Zukunftsperspektiven für behinderte Menschen und der empirischen Einzelfallanalyse.
Das Ziel ist es, anhand eines konkreten Einzelfalls zu zeigen, dass auch Kinder mit schwersten Behinderungen erfolgreich in Regelschulen integriert werden können und wie dies gelingt.
Die Autorin verwendet die Methode der qualitativen Einzelfallanalyse, basierend auf Interviews, Fragebögen, Lebenskurven und ärztlichen Gutachten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Integration und Kommunikation sowie einen empirischen Teil, der Jonas Situation und die Wirksamkeit verschiedener Therapien darlegt.
Integration, Schwerstbehinderung, Nonverbale Kommunikation, Unterstützte Kommunikation, Einzelfallanalyse und Persönliche Assistenz.
Jona kommuniziert primär über Mimik, Gestik und Körpersprache sowie unterstützend durch technische Hilfsmittel wie den "BigMack", um Entscheidungen zu treffen.
Die Autorin und die Mutter weisen darauf hin, dass es in Österreich für schwerstbehinderte Jugendliche an passenden weiterführenden Schul- und Ausbildungsplätzen mangelt.
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