Diplomarbeit, 2006
156 Seiten, Note: 1,0
Problemstellung
1 Bestandsaufnahme der Ausbildungssituation
1.1 Die Situation am Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland
1.2 Die Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Großraum Stuttgart
1.3 Die Folgen der aktuellen Entwicklungen auf dem Ausbildungsstellenmarkt
2 Die Benachteiligtenförderung
2.1 Zum Begriff "Jugendliche"
2.2 Der Begriff der Benachteiligung
2.3 Das Wesen der Benachteiligtenförderung
2.3.1 Der Internationale Bund als Träger der Benachteiligtenförderung
2.3.2 Die Ausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen
2.4 Fördern in der Benachteiligtenförderung
3 Die Förder- und Integrationsplanung
3.1 Die Förderplanung
3.1.1 Das Wesen der Förderplanung
3.1.2 Das Verfahren der Förderplanung
3.1.2.1 Die Eignungsdiagnose
3.1.2.2 Der individuelle Förderplan und die differenzierten Angebote
3.1.3 Die bisherige Förderplanung des BZ Stuttgart
3.2 Die Integrationsplanung
3.2.1 Übergangshilfen während und nach der Ausbildung
3.2.2 Die Integrationsplanung im BZ Stuttgart
4 Die Notwendigkeit einer überarbeiteten Förder- und Integrationsplanung
4.1 Die neue Ausschreibungspraxis der Arbeitsagentur
4.1.1 Die Reform des Vergaberechts
4.1.2 Die Folgen der Ausschreibungspraxis für Träger, Mitarbeiter und Teilnehmer
4.1.3 Die Reaktion der Agentur für Arbeit auf die Ausschreibungskritik
4.2 Die neue Rolle der Förder- und Integrationsplanung im Ausschreibungsverfahren
4.2.1 Die Bedeutung der Förderplanung
4.2.2 Der Stellenwert der übergreifenden Integrationsstrategien
4.3 Der Strukturwechsel des Bildungszentrums Stuttgart
5 Die Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung
5.1 Vorüberlegungen zur Entwicklung des Handbuches
5.1.1 Die Ziele des Handbuches
5.1.2 Die Ergebnisse des Arbeitskreises Sozialpädagogen
5.2 Schritte zur Entwicklung einer professionellen Förder- und Integrationsplanung
5.2.1 Die veränderte Förderplanung
5.2.1.1 Die Festlegung der Zeitpunkte der Förderplanung
5.2.1.2 Die Methoden und Instrumente der individuellen Förderplanung
5.2.1.3 Die Dokumentation der Förderplanung
5.2.2 Die Ergebnisse einer überarbeiteten Integrationsplanung
5.3 Die Zusammenstellung der professionalisierten Förder- und Integrationsplanung
5.3.1 Die Erstellung des Handbuches zur Förder- und Integrationsplanung
5.3.2 Der Aufbau des Handbuches
5.3.3 Beispielhafte Darstellung einer individuellen Förder- und Integrationsplanung
6 Die Implementierung des Handbuches
6.1 Die zu erwartende Akzeptanz des Handbuches
6.2 Die Einführung des Handbuches
Schlussbetrachtungen
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung für die Benachteiligtenförderung, das sowohl den neuen Anforderungen der Arbeitsagentur als auch der veränderten Struktur innerhalb des Bildungszentrums Stuttgart gerecht wird. Die Arbeit analysiert dabei, welche Elemente eine solche Planung zwingend enthalten muss, woran sie sich orientiert und wie sie erfolgreich in den pädagogischen Alltag integriert werden kann.
3.1.1 Das Wesen der Förderplanung
Die Lebenslagen der Jugendlichen haben sich in der jüngsten Vergangenheit stark differenziert. Deshalb ist es auch notwendig innerhalb der beruflichen Förderung die Bedürfnisse junger Menschen individuell zu berücksichtigen. So fand im Verlauf der 1990er Jahre ein Paradigmenwechsel von der Maßnahmenorientierung hin zu einer Orientierung auf die Personen statt. Die individuelle Förderung basiert dabei auf der Erkenntnis, dass innerhalb einer Maßnahme der Jugendliche den Ausgangspunkt der pädagogischen Denk- und Handlungsweisen bilden soll. Demnach muss für jeden Jugendlichen in der Benachteiligtenförderung nach dem SGB III ein individueller Förderplan erstellt werden (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2005a, S. 94; Lippegau, P. 2000, S. 3; Botuhmer, H. von, Fülbier, P. 2000, S. 228; Fachbereit Benachteiligtenförderung 2003, S. 5; Enggruber, R. 2001, S. 20; Roßa, B. 2003, S. 132; Lippegaus, P. 1997, S. 147).
Die Förderplanung verfolgt schließlich den Zweck „für jeden Auszubildenden die (individuell) notwendige Unterstützung zu planen und (mit den geeigneten pädagogischen Methoden) bereitzustellen, die er für einen erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung als Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft benötigt“ (Projektgruppe Förderplanung 2001a, S. 7). Ziel ist somit die Steuerung des individuellen Maßnahmeverlaufs und die Absicherung des Maßnahmeerfolgs mittels Zielsetzungen, Vereinbarungen und Kontrolle deren Erreichung, um der hochgradigen Heterogenität der Förderbedürftigen gerecht zu werden aber auch Maßnahmeabbrüchen entgegen zu wirken. Es geht dabei um die Erlangung von beruflichen Handlungskompetenzen, die sich aus beruflichen Fertigkeiten und Kenntnissen, sozialen Fähigkeiten und persönlichen Qualitäten zusammensetzen. Der Förderplan stellt das dazu notwendige Dokumentationsmittel dar.
1 Bestandsaufnahme der Ausbildungssituation: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle schwierige Lage am Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland und insbesondere im Großraum Stuttgart, wobei die negativen Folgen für benachteiligte Jugendliche hervorgehoben werden.
2 Die Benachteiligtenförderung: Hier werden der Begriff der Benachteiligung sowie die Zielgruppen und Strukturen der Benachteiligtenförderung definiert, einschließlich der Rolle des Internationalen Bundes als Träger.
3 Die Förder- und Integrationsplanung: Dieses Kapitel erläutert das Wesen und die Verfahren der Förder- sowie der Integrationsplanung, wie sie aktuell in der Benachteiligtenförderung angewandt werden.
4 Die Notwendigkeit einer überarbeiteten Förder- und Integrationsplanung: Der Fokus liegt hier auf den durch Hartz-Reformen und neue Ausschreibungspraxen der Arbeitsagentur bedingten Veränderungen sowie der daraus resultierenden Notwendigkeit zur Umstrukturierung des Bildungszentrums Stuttgart.
5 Die Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung: Dieser Teil beschreibt den konkreten Prozess zur Erstellung eines Handbuchs, das als einheitliches Instrument die pädagogische Arbeit standardisieren und professionalisieren soll.
6 Die Implementierung des Handbuches: Abschließend werden die Voraussetzungen für die erfolgreiche Einführung des neuen Handbuches in den pädagogischen Alltag sowie die zu erwartenden Herausforderungen bei der Umsetzung thematisiert.
Benachteiligtenförderung, Förderplanung, Integrationsplanung, Bildungszentrum Stuttgart, Internationaler Bund, Arbeitsmarkt, Ausbildung, Berufsvorbereitung, Außerbetriebliche Ausbildung, Qualitätsmanagement, Personalförderung, individuelle Förderung, Handlungskompetenz, Sozialpädagogik, Dokumentation.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung und Standardisierung der Förder- und Integrationsplanung für benachteiligte Jugendliche in außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen beim Internationalen Bund, Bildungszentrum Stuttgart.
Zu den zentralen Themen gehören die Situation am Ausbildungsmarkt, die Definition und Förderung benachteiligter Jugendlicher, die Auswirkungen neuer Ausschreibungspraxen der Bundesagentur für Arbeit sowie die methodische Gestaltung individueller Förder- und Integrationspläne.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Handbuchs, das als verbindliche Orientierungshilfe dient, um die Förder- und Integrationsprozesse zu professionalisieren und an die aktuellen Anforderungen von Politik und Arbeitsmarkt anzupassen.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche, eine Analyse bestehender Konzepte sowie ihre direkten Erfahrungen und Beobachtungen aus ihrer Tätigkeit im Bildungszentrum Stuttgart, unter anderem durch die Teilnahme an Arbeitskreisen.
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die Problemstellung skizziert, anschließend die methodischen Ansätze der individuellen Förder- und Integrationsplanung dargelegt und schließlich der konkrete Entwurf für ein neues Handbuch inklusive methodischer Tools entwickelt.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Benachteiligtenförderung, individuelle Förderplanung, Integrationsstrategien, Qualitätssicherung in der Bildungsarbeit und berufliche Qualifizierung.
Der Wechsel war notwendig, um auf die kurzfristigen Veränderungen durch bundeseinheitliche Leistungsausschreibungen der Arbeitsagentur zu reagieren und eine variablere Organisationsstruktur zu schaffen, die sowohl die Arbeitsqualität sichert als auch die nötige Flexibilität bietet.
Die Dokumentation dient nicht nur der Qualitätssicherung und als Nachweis gegenüber der Arbeitsagentur, sondern soll den gesamten Lern- und Entwicklungsprozess für das pädagogische Team und die Jugendlichen transparent, nachvollziehbar und steuerbar machen.
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