Diplomarbeit, 2006
138 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und thematische Eingrenzung
1.2.1. Vorüberlegung: Entstehung des Begriffes Web 2.0
1.2.2. Entwicklung einer Arbeitsdefinition
1.2.3. Untersuchungsschwerpunkt Technologie
1.2.4. Untersuchungsschwerpunkt Anwender
1.2.5. Untersuchungsschwerpunkt Innenverhältnis im Unternehmen
1.3. Gang der Untersuchung
2. Aktueller Stand der Webstandards und Webtechnologien
2.1. Einführung Internet und WWW
2.2. Überblick aktueller Webstandards
2.2.1. Information und Layout
2.2.2. Client-seitige Programmierung
2.2.3. Datenstrukturierung
2.2.4. Datenaustausch
2.3. Asynchrone Webtechnologie
2.3.1. Einführung in JavaScript-Objekt XMLHttpRequest
2.3.2. Alternativen zu AJAX
3. Web-Applikationen im Überblick
3.1. Gattungen der Web-Applikationen
3.1.1. Web-Katalog, Suchmaschine und Meta-Suchmaschine für die Recherche im Web
3.1.2. Content-Management-System für die Verwaltung von Web-Seiten
3.1.3. Wiki und die schnelle und einfache Verwaltung von Web-Seiten
3.1.4. Blog und die Erstellung eines digitalen Tagebuchs
3.1.5. Community-Plattform und der soziale Austausch im WWW
3.1.6. Webservice zur Automatisierung des Datenaustauschs
3.1.7. Mashup für die Neuentwicklung von Web-Applikationen
3.2. Kategorien von Web-Applikationen
3.2.1. Dokumentorientierte Web-Applikation
3.2.2. Interaktive Web-Applikation
3.2.3. Transaktionale Web-Applikation
3.2.4. Workflow-basierte Web-Applikation
3.2.5. Kollaborative Web-Applikation
3.2.6. Social Web
3.2.7. Portalorientierte Web-Applikation
3.2.8. Ubiquitäre Web-Applikation
3.2.9. Semantisches Web
4. Exogene Erfolgsfaktoren des Web 2.0
4.1. Internetnutzung in Deutschland und Europa
4.2. Infrastrukturelle Voraussetzung
4.2.1. Infrastrukturelle Penetrationsraten des Internets
4.2.2. Konvergenzprozesse in der Informationsinfrastruktur
4.3. Die Kluft im Technologielebenszyklus
4.4. Der Mensch im Informationszeitalter
4.4.1. Kompetenz im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologie
4.4.2. Wandel in der informationellen Selbstbestimmung
4.5. Long Tail und Hypermediation
5. Web 2.0 im Unternehmen als Gegenstand der Untersuchung
5.1. Implikationen für Unternehmen
5.1.1. Kollaboration und kollektive Intelligenz innerhalb der Belegschaft als emergentes Phänomen
5.1.2. Notwendigkeit von Unternehmensrichtlinien
5.2. Integration von Web 2.0 im Unternehmen
5.2.1. Wikis im Wissens- und Informationsmanagement
5.2.2. Blogs in der internen Unternehmenskommunikation und im Changemanagement
5.2.3. Blogs und Foren im Marketing
5.2.4. Mashups in der Planung
5.3. Bewertung der technologischen Seite von Web 2.0
5.3.1. Vorzüge und Schwächen von Web-Applikationen gegenüber Desktop-Applikationen
5.3.2. Mögliche Problemfelder und Lösungsansätze im Einsatz von AJAX
5.3.3. Vorzüge von AJAX-Applikationen gegenüber traditionellen Web- und Desktop-Applikationen
5.3.4. Software as a Service
5.4. Analyse der betriebswirtschaftlichen Seite des Web 2.0
5.4.1. Übertragbarkeit des Emergenzprinzips auf die Belegschaft
5.4.2. Probleme und Lösungsansätze bei Corporate-Blogs
5.4.3. Fallbeispiel: Nutzenbewertung von Corporate-Blogs mit Balanced Scorecard
6. Resümee
6.1. Web 2.0 ist aus technologischer Sicht nichts Neues
6.2. Web 2.0 ist ein gesellschaftliches Phänomen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen „Web 2.0“ im Unternehmenskontext. Ziel ist es, den Einfluss von Web-Technologien und veränderten Anwendergewohnheiten auf die interne und externe Kommunikation sowie die Geschäftsprozesse von Unternehmen zu analysieren und eine betriebswirtschaftliche Bewertung vorzunehmen.
1.2.1. Vorüberlegung: Entstehung des Begriffes Web 2.0
Der Begriff Web 2.0 entstand 2004 während einer Brainstorming-Sitzung mit Dale Dougherty von O'Reilly Media und Craig Cline von MediaLive für eine neue Internet-Konferenz. Das Ziel der Konferenz ist der Austausch der Teilnehmer über neue Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete für Web-Technologien und Web-Applikationen. Diese Internet-Konferenz wurde am 5. Oktober 2004 mit dem Namen „Web 2.0 Conference“ in San Francisco eröffnet. Web 2.0 war keine Definition, es war kein Phänomen. Web 2.0 war nur ein Name für eine Internetkonferenz und markiert die Zeit nach dem Platzen der Internetblase im März 2000: „Könnte es sein, dass der Dot-Com-Kollaps einen derartigen Wendepunkt markiert hatte, dass man diese Dinge nun mit einem Schlagwort ‚Web 2.0’ bezeichnen durfte? Wir einigten uns darauf und damit war die ‚Web 2.0 Konferenz’ geboren.“
Die Abbildung zeigt den NASDAQ Marktindex. Der höchste Ausschlag markiert den Dot-Com-Kollaps und damit die Einteilung in die „Web 1.0 Ära“ und „Web 2.0 Ära“.
Neben der zeitlichen Abgrenzung wurde während der Brainstorming-Sitzung versucht, anhand aktueller Web-Applikationen, Technologien und Verhalten die Abgrenzungsgegenstände Web 1.0 von Web 2.0 schärfer voneinander zu trennen, um das Wesen bzw. das Prinzip von Web 2.0 auszuarbeiten. Die folgende Tabelle listet diesen Versuch der Abgrenzung auf und wurde vom Autor zum besseren Verständnis um die Spalte Abgrenzungsmerkmal erweitert. Teilweise sind in dieser Spalte die Merkmale um die Ausprägung ergänzt. Keines der hier aufgeführten Beispiele kann eindeutig Web 1.0 oder Web 2.0 zugeordnet werden, da sie grundsätzlich Merkmale beider Abgrenzungsgegenstände besitzen. Der Begriff „AJAX“ wird in dieser Liste nicht aufgeführt. Der Begriff AJAX wurde erst ein Jahr nach Web 2.0 eingeführt. Mittlerweile wird AJAX in den Medien dem Web 2.0-Hype zugeordnet.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Untersuchungsgegenstand Web 2.0, definiert den Begriff und grenzt das Themengebiet ab.
2. Aktueller Stand der Webstandards und Webtechnologien: Es wird eine Einführung in die technologischen Grundlagen des World Wide Web, inklusive AJAX, gegeben.
3. Web-Applikationen im Überblick: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Web-Applikationen und deren Funktionen im Kontext des modernen Internets.
4. Exogene Erfolgsfaktoren des Web 2.0: Hier werden die Rahmenbedingungen, wie Internetnutzung und Infrastruktur, untersucht, die den Erfolg neuer Web-Technologien beeinflussen.
5. Web 2.0 im Unternehmen als Gegenstand der Untersuchung: Dieses Hauptkapitel analysiert die betriebswirtschaftliche Implementierung und die Implikationen für Unternehmen.
6. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Web 2.0 sowohl aus technologischer Sicht als auch als gesellschaftliches Phänomen.
Web 2.0, Internet, Web-Applikationen, AJAX, Kollaboration, Enterprise 2.0, Wissensmanagement, Blogs, Wikis, Social Web, Community-Plattformen, Mashups, Software as a Service, Balanced Scorecard, Arbeitgebermarke.
Die Arbeit analysiert das Phänomen „Web 2.0“ und dessen Auswirkungen auf die Unternehmenswelt, insbesondere in Bezug auf Kommunikation, Kollaboration und strategisches Management.
Die Schwerpunkte liegen auf der technologischen Evolution (Webstandards, AJAX), dem sozialen Wandel (Nutzungsverhalten) und der betriebswirtschaftlichen Integration von Web 2.0-Anwendungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die Potenziale von Web 2.0-Tools (wie Wikis oder Corporate-Blogs) zur Prozessoptimierung und Wissensvermittlung nutzen können, ohne dabei strategische Ziele zu gefährden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Bestandsaufnahme und Literaturanalyse der aktuellen Webtechnologien sowie der Anwendung betriebswirtschaftlicher Modelle wie der Balanced Scorecard.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Klassifizierung von Web-Applikationen, der Analyse exogener Erfolgsfaktoren und der praktischen Integration von Web 2.0-Tools in Unternehmensprozesse.
Zentrale Begriffe sind neben Web 2.0 vor allem Kollaboration, Enterprise 2.0, Wissensmanagement, Social Software, AJAX und Corporate Blogging.
Der Autor stellt fest, dass Web 2.0 aus technologischer Sicht keine revolutionäre Neuerung darstellt, sondern eher eine Evolution bestehender Konzepte, die nun durch eine breitere Masse und gesellschaftliche Veränderungen neue Relevanz erlangt.
Das Emergenzprinzip beschreibt das plötzliche Auftreten neuer Qualitäten aus der Interaktion einzelner Elemente – im Unternehmenskontext bezieht sich dies darauf, wie durch kollaborative Plattformen kollektive Intelligenz innerhalb einer Belegschaft entstehen kann.
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