Diplomarbeit, 2006
230 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung und Problemstellung
1.1 Die Bedeutung des Wissenstransfers bei Personalfluktuation
1.2 Ziel und Gang der Arbeit
2 Grundlagen des Wissenstransfers
2.1 Der Wissensbegriff
2.1.1 Kognitivistische- und Konstruktivistische Perspektive des Wissens
2.1.2 Wissensentstehung und Abgrenzung zu Zeichen, Daten, Informationen
2.1.3 Wissenstypologisierungen
2.1.3.1 Explizites und implizites Wissen
2.1.3.2 Prozedurales und deklaratives Wissen
2.1.3.3 Individuelles und kollektives Wissen
2.1.3.4 Transferierbares und nicht-transferierbares Wissen
2.1.4 Arbeitsdefinition
2.2 Wissenstransfer
2.2.1 Wissenstransfer als Teil des Wissensmanagements
2.2.2 Perspektiven auf den Wissenstransfer
2.3 Unterscheidungsformen und Methoden des Wissenstransfers
2.3.1 Anteil des persönlichen Kontakts am Wissenstransfer
2.3.2 Initiierungsrichtung des Wissenstransfers
2.3.3 Methoden des Wissenstransfers
2.4 Der Wissenstransfer als Organisationsproblem
2.4.1 Das Koordinationsproblem als Teilproblem
2.4.2 Das Motivationsproblem als Teilproblem
2.5 Wissenstransfer als Lernprozess
2.5.1 Der Lernprozess als Phasenschema
2.5.2 Kollektives und organisationales Lernen
2.6 Wissenstransfer als Logistikprozess
3 Wissenstransfer und Personalfluktuation
3.1 Der Fluktuationsbegriff
3.2 Fluktuationsgründe und Konsequenzen für den Wissenstransfer
3.3 Das organisationale Wissen als Reaktion auf Personalfluktuation
4 Das Motivationsproblem des Wissenstransfers bei Personalfluktuation
4.1 Modellvorschlag als Analysegerüst
4.2 Motivation und Wissenstransfer
4.2.1 Überblick Motivationstheorien
4.2.2 Motivation – Resultat aus Motiven und Anreizen
4.2.3 Motive als personale Faktoren
4.2.4 Anreize als situative Faktoren einer Wissenstransfersituaton
4.2.5 Extrinsische vs. intrinsische Motivation
4.2.5.1 Die Vorzüge intrinsischer Motivation
4.2.5.2 Das Verhältnis von intrinsischer zu extrinsischer Motivation
5 Mögliche Einflüsse auf die Wissenstransfermotivation
5.1 Koordination als Motivationsvoraussetzung des Wissenstransfers
5.1.1 Wissensart und die Wahl des Kommunikationskanals
5.1.2 Auswahl der Transferpartner
5.2 Individuelle Einflussfaktoren als Transferbarrieren
5.2.1 Ausstieg auf Grund unbefriedigter Arbeitsmotive
5.2.1 Das Machtmotiv als Transferbarriere
5.3 Strukturelle bzw. kollektive Einflussfaktoren
5.3.1 Unternehmenskultur als organisationaler Handlungsrahmen
5.3.1.1 Sichtweisen in der Unternehmenskulturforschung
5.3.1.2 Das Unternehmenskulturmodell nach Schein
5.3.1.3 Wissensorientierte Unternehmenskultur
5.3.1.4 Führungsstil
5.3.1.5 Anreizpolitik
5.3.2 Vertrauen – Grundlage persönlicher Beziehungen
5.3.2.1 Grundlegende Motive zur Vertrauensbildung
5.3.2.2 Beziehungsart als ausgewählter Einflussfaktor auf die Bildung persönlicher Vertrauensbeziehungen
5.3.2.3 Vertrauensbildung über Informationskategorien
5.3.2.4 Probleme von Vertrauensbeziehungen
6 Standortbestimmung im Verlauf der Arbeit
6.1 Zwischenfazit
6.2 Methodischer Ansatz
6.3 Erkenntnisziele und Arbeitshypothesen
7 Empirische Betrachtung und Auswertung
7.1 Design der empirischen Erhebung
7.1.1 Methoden der Datenerhebung
7.1.2 Teilnehmer der Datenerhebung
7.2 Die qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsverfahren
7.3 Untersuchungsergebnisse
7.3.1 Beschreibung und Interpretation der Hauptkategorien
7.3.1.1 Relevanz des Themas
7.3.1.2 Einflussfaktoren auf den Wissenstransfer
7.3.1.3 Motivation im Unternehmen
7.3.1.4 Motivation zum Wissenstransfer
7.3.1.5 Vorstellungen von idealem Führungsverhalten
7.3.1.6 Mitarbeiterbeziehungen und Motivationsfaktoren
7.3.1.7 Erfahrungen mit organisationalen Wissenstransfers
7.3.2 Unternehmensspezifische Ausprägung des Wissenstransfers
7.3.2.1 Sehr geringe Differenz zwischen Ideal und Realität
7.3.2.2 Geringe Differenz zwischen Ideal und Realität
7.3.2.3 Große Differenz zwischen Ideal und Praxis
7.3.3 Beurteilung der Ergebnisse
8 Schlussbetrachtungen
8.1 Forschungshypothesen
8.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Motivationsproblem des Wissenstransfers innerhalb von Organisationen im Kontext von Personalfluktuation zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation individueller und kollektiver Einflussfaktoren, die die Motivation von Mitarbeitern fördern oder hemmen, ihr Wissen an Nachfolger oder Kollegen weiterzugeben.
1.1 Die Bedeutung des Wissenstransfers bei Personalfluktuation
Aufgefallen ist uns, dass Wissen als Schlüsselfaktor für den zukünftigen Erfolg heutiger Industrieländer stetig an Beachtung gewinnt (vgl. z.B. Drucker 1993, S. 16). Dagegen scheint die Bedeutung der einzelnen „Humanressourcen“ durch Dynamisierung und Globalisierung der Arbeitsmärkte abzunehmen. Geht man nun davon aus, dass der größte Teil des Wissens personengebunden ist, ergibt sich auf Grund der unterschiedlichen Bedeutungsentwicklungen ein Spannungsverhältnis. Beispielhaft seien hier trotz der aktuellen Rentendiskussion, die vielen Frühverrentungsprogramme oder Entlassungswellen von Großunternehmen, wie der Deutschen Telekom AG genannt. Dabei ergibt sich das Dilemma für die Organisationen aus dem Kostendruck (Lohnkosten) einerseits und dem Innovationsdruck (Wissensgenerierung) andererseits. Diese Entwicklung hat uns animiert, das Problem der Wissenserhaltung im Zusammenhang mit Personalfluktuation aus einer organisationstheoretischen Perspektive zu betrachten.
Auch wenn Wissen und Lernen stark in den Mittelpunkt aktueller Forschungen gerückt sind, nahmen sie schon immer eine entscheidende Rolle ein. „For hundreds of years, owners of family businesses have passed their commercial wisdom on to their children, master craftsmen have painstakingly taught their trades to apprentices, and workers have exchanged ideas and know-how on the job.” (Hansen et al. 1999, S. 106). Dennoch wäre es fatal die neuen Herausforderungen der so genannten Informations- bzw. Wissensgesellschaft nicht ernst zu nehmen. Denn es gilt heute als gemeinhin anerkannt, dass die in den Unternehmen tätigen Menschen jeweils mehr Wissen zu managen haben, als die vorherige Generation (vgl. Kieser 1999, S. 8).
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung des Wissenstransfers unter Berücksichtigung von Personalfluktuation und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen des Wissenstransfers: Hier werden theoretische Wissenskonzepte, Transfermethoden und die Aufteilung in Koordinations- und Motivationsprobleme dargelegt.
3 Wissenstransfer und Personalfluktuation: Dieses Kapitel verknüpft den Fluktuationsbegriff mit der Relevanz für den Wissenstransfer und analysiert Ursachen und Konsequenzen.
4 Das Motivationsproblem des Wissenstransfers bei Personalfluktuation: Aufbauend auf einem Analysegerüst werden Motivationstheorien sowie die Bedeutung von Motiven und Anreizen erläutert.
5 Mögliche Einflüsse auf die Wissenstransfermotivation: Eine tiefgehende Analyse von Koordinations-, individuellen und kollektiven Einflussfaktoren auf die Transfermotivation.
6 Standortbestimmung im Verlauf der Arbeit: Zwischenfazit der theoretischen Überlegungen und methodische Vorbereitung der anschließenden empirischen Untersuchung.
7 Empirische Betrachtung und Auswertung: Detaillierte Darstellung der qualitativen Erhebungsmethodik und Analyse der Untersuchungsergebnisse aus der Praxis.
8 Schlussbetrachtungen: Synthese der Ergebnisse sowie Formulierung von Forschungshypothesen und einem Fazit.
Wissenstransfer, Personalfluktuation, Wissensmanagement, Motivation, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Unternehmenskultur, Vertrauen, Wissensgesellschaft, Organisationsproblem, Personalisierungsstrategie, Kodifizierungsstrategie, Lernprozess, Wissenstransfermotivation.
Die Arbeit untersucht, wie Wissen innerhalb einer Organisation transferiert werden kann, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, und welche motivationalen Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
Die Themenfelder umfassen Wissensmanagement, Motivationstheorien, Personalfluktuation, Unternehmenskultur sowie die Bedeutung von Vertrauen in zwischenmenschlichen Arbeitsprozessen.
Das Ziel ist die Identifikation von individuellen und kollektiven Einflussfaktoren auf die Motivation zum Wissenstransfer, um Wissensverlust bei Fluktuation zu minimieren.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf teilstandardisierten Experteninterviews und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Problemanalyse hinsichtlich Motivation und Koordination sowie eine detaillierte empirische Auswertung in drei Fallunternehmen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Wissenstransfer, Personalfluktuation, Motivation, Unternehmenskultur und Wissensmanagement.
Die Unternehmenskultur fungiert als essentieller Rahmen, der die Bereitschaft zum Wissenstransfer durch Normen, Werte und Vertrauensbildung maßgeblich beeinflusst.
Es zeigt sich, dass Wissenstransfer bei Fluktuation in der Praxis oft vernachlässigt wird und stark von der Eigeninitiative der Mitarbeiter abhängt, anstatt in formalen, stetigen Prozessen verankert zu sein.
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