Diplomarbeit, 2006
125 Seiten, Note: 2,0
1 Der Begriff „geistige Behinderung“
2 Soziale Integration
2.1 Begriffsklärung
2.2 Geschichte der sozialen Integration
2.3 Soziale Integration heute
3 Das Kind im Grundschulalter
3.1 entwicklungspsychologische Sichtweisen
3.2 sozialpsychologische Sichtweisen
3.3 soziologische Sichtweisen
3.4 institutionelle Sichtweisen
3.5. pädagogische Sichtweisen
4 konzeptionelle Aspekte des Unterrichts an der Förderschule für Kinder mit einer „geistigen Behinderung“
4.1 Curriculum
4.1.1 Ziele
4.1.2 Inhalte
4.1.3 Methoden
4.2 Schlussfolgerung und Bilanz
5 konzeptionelle Aspekte des Unterrichts an Grundschulen
5.1 Curriculum
5.1.1 Ziele
5.1.2 Inhalte
5.1.3 Methoden
5.2 Schlussfolgerung und Bilanz
6 konzeptionelle Aspekte des integrativen Unterrichts an Grundschulen
6.1 Curriculum
6.1.1 Ziele
6.1.2 Inhalte
6.1.3 Methoden
6.2 Schlussfolgerung und Bilanz
7 Pro und Contra des integrativen Unterrichts
7.1 Vergleiche
7.1.1 Pro
7.1.2 Contra
7.2 Folgen, Möglichkeiten und Grenzen
8 Fazit und Resümee
Die Diplomarbeit untersucht die aktuelle Debatte um das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne geistige Behinderung und analysiert, ob integrativer Unterricht an Grundschulen eine adäquate Alternative oder Ergänzung zur Beschulung an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ darstellt.
1 Der Begriff „geistige Behinderung“
Im folgenden Abschnitt setze ich mich zuerst mit der Begriffdefinition „geistige Behinderung“ auseinander, um danach auf die möglichen Ursachen von „geistiger Behinderung“ einzugehen. Bislang gibt es keine eindeutige und klare Definition für den Begriff „Behinderung“. Die Gründe für diese Unklarheiten sind vielfältig.
„Der Grund für die Schwierigkeiten in der endgültigen Begriffsbestimmung liegt zunächst in der Individualität des Phänomens der Behinderung. Das heißt, es gibt nicht den Menschen mit Behinderung. Die organische Schädigung und ihre geistig-seelischen oder sozialen Folgen sind bei jedem betroffenen Menschen individuell andere.“ (Fornefeld 2004, S. 45f.)
Fornefeld gibt klar zu verstehen, dass eine eindeutige Definition nicht möglich ist, da sonst jegliche Individualität des einzelnen Menschen verloren geht und sich hauptsächlich auf die Behinderung konzentriert wird.
1 Der Begriff „geistige Behinderung“: Das Kapitel befasst sich mit den Schwierigkeiten bei der Definition geistiger Behinderung und betrachtet Ursachen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.
2 Soziale Integration: Hier wird der Integrationsbegriff definiert, historisch eingeordnet und die aktuelle Situation sowie die zugrunde liegenden theoretischen Prinzipien beleuchtet.
3 Das Kind im Grundschulalter: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklungsaspekte des Grundschulkindes unter entwicklungspsychologischen, sozialpsychologischen, soziologischen, institutionellen und pädagogischen Gesichtspunkten.
4 konzeptionelle Aspekte des Unterrichts an der Förderschule für Kinder mit einer „geistigen Behinderung“: Es werden die Curricula, Ziele, Inhalte und Methoden des Unterrichts an der Förderschule unter besonderer Berücksichtigung der Situation in NRW dargestellt.
5 konzeptionelle Aspekte des Unterrichts an Grundschulen: Dieses Kapitel erläutert das 2003 neu entwickelte Curriculum der Grundschule in NRW mit seinen spezifischen Zielen, Inhalten und Methoden.
6 konzeptionelle Aspekte des integrativen Unterrichts an Grundschulen: Es werden die theoretischen Überlegungen, Ziele, Inhalte und Methoden des gemeinsamen Lernens an Grundschulen analysiert.
7 Pro und Contra des integrativen Unterrichts: Das Kapitel bietet eine vergleichende Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der verschiedenen Beschulungsformen sowie eine Diskussion der Folgen, Möglichkeiten und Grenzen.
8 Fazit und Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion und der Feststellung ab, dass die Umsetzung von Integration für Menschen mit Behinderung zwar zwingend notwendig ist, aber oft noch nicht ausgereift realisiert wird.
geistige Behinderung, Integrationspädagogik, integrative Grundschule, Förderschule, Soziale Integration, Inklusion, Curriculum, gemeinsamer Unterricht, sonderpädagogische Förderung, Normalisierungsprinzip, Schulentwicklung, Förderbedarf, Differenzierung, Selbstbestimmung, Bildungspolitik
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, ob für Kinder mit einer geistigen Behinderung der integrative Unterricht an einer allgemeinen Grundschule oder der Besuch einer spezifischen Förderschule die sinnvollere Lernumgebung darstellt.
Die zentralen Themen sind die Definition von geistiger Behinderung, die Geschichte und Theorie der sozialen Integration, die Curricula von Förderschulen und Grundschulen in NRW sowie die Bewertung von Chancen und Risiken des integrativen Unterrichts.
Das Ziel ist es, Aufmerksamkeit für die benachteiligte Gruppe der Kinder mit geistiger Behinderung im integrativen Schulsystem zu schaffen und Anreize zu geben, die Umsetzung von Integration kritisch zu hinterfragen und zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse aktueller Fachliteratur und offizieller Curricula sowie der Auswertung von Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) und weiterer relevanter Dokumente.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Integration, Entwicklung im Grundschulalter) sowie die konzeptionellen Ansätze des Unterrichts an Förderschulen und Grundschulen detailliert gegenübergestellt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem: geistige Behinderung, integrative Grundschule, Förderschule, Inklusion, soziale Integration, Curriculum und sonderpädagogische Förderung.
Die Arbeit betont, dass Elterninitiativen eine enorme Rolle bei der praktischen Umsetzung von Integration gespielt haben, da sie sich frühzeitig für das Recht auf Bildung ihrer Kinder in Regelschulen einsetzten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Integration zwingend notwendig ist, jedoch in vielen Bereichen noch nicht ausgereift umgesetzt wird und einer kontinuierlichen Verbesserung der personellen und strukturellen Rahmenbedingungen bedarf.
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