Examensarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Die Kurden
2.1. Historischer Überblick über die Kurden
2.2. Die Sprache
2.3. Die Religion
2. 4. Gesellschaftliche Strukturen
2. 4.1. Stammesverbände
2. 4.2. Stammesführer
2. 4.3. Der Ehrbegriff
2.5. Die kurdische Wiederstandsbewegung
2. 5.1. Die Idee
2.5.2. Die Umsetzung der Idee
2.5.3. Reaktionen
2.5.4. Konkrete Maßnahmen
2.5.5. Umstrukturierung der PKK
3. Die Kurdische Identität
3.1. Identitätsmodell
3.2. Das Selbstverständnis der kurdischen Identität
3.3. Die kurdische Identität im türkischen Verständnis
3.4. Die kurdische Identität nach internationaler Begrifflichkeit
4.Minderheitenschutz in der Türkei
4.1. Historischer Überblick
4.2. Aktuelle Minderheitenpolitik in der Türkei
5.Internationale Schutzsysteme und ihre Auswirkungen
5.1. Europäische Union
5.1.1. Minderheitenschutz in der Europäischen Union
5.1.2. Auswirkungen auf die Türkei
5.2. OSZE
5.2.1. Minderheitenschutz in der OSZE
5.2.2. Auswirkungen auf die Türkei
5.3. Europarat
5.3.1. Minderheitenschutz im Europarat
5.3.2. Auswirkungen auf die Türkei
5.4. Vereinte Nationen
5.4.1. Minderheitenschutz in den Vereinten Nationen
5.4.2. Auswirkungen auf die Türkei
5.5. NGOs
5.5.1. Amnesty International
5.5.1.1. Minderheitenschutz und Amnesty International
5.5.1.2. Auswirkungen auf die Türkei
5.5.2. Human Rights Watch
5.5.2.1. Minderheitenschutz und Human Rights Watch
5.5.2.2. Auswirkungen auf die Türkei
5.5.3. Der Menschenrechtsverein IHD
5.5.3.1. Minderheitenschutz und IHD
5.5.3.2. Auswirkungen auf die Türkei
6. Fazit
Die Arbeit analysiert die Situation der Türkei in Bezug auf den Minderheitenschutz im Umgang mit der kurdischen Bevölkerung. Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die Türkei unabhängig von einem EU-Beitritt zu einem verstärkten Minderheitenschutz verpflichtet werden kann und welche Rolle internationale Schutzsysteme dabei spielen.
2.1. Historischer Überblick über die Kurden
Hinsichtlich der Herkunftsfrage der Kurden gibt es unterschiedliche Theorien, wobei eine abschließende allgemein Gültigkeit bis heute nicht stattgefunden hat.
Im Folgenden sollen diese Theorien kurz skizziert werden:
1. Die Kurden stammen von den bereits ausgestorbenen Volksstämmen Mesopotamiens ab. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Karduchen die Ahnen der Kurden sind.4
2. Der Ursprung der kurdischen Bevölkerung liegt bei dem alten iranischen Volk der Meder. Da sich in der kurdischen Sprache viele persische Sprachbesonderheiten wiederfinden, stützt sich die Theorie auf den Einfluss des Persischen.5
3. Die kurdische Bevölkerungsgruppe ist eine spezifische Weiterentwicklung des arabischen Volks. Die Annahme einer arabischen Herkunft scheint unter islamischem Einfluss zu stehen.6
4. Des weiteren existiert die Theorie über die Herkunft der Kurden in Zusammenhang mit den Armeniern. Diese Theorie geht davon aus, dass die Armenier und Kurden Brüder seien, die vor langer Zeit getrennt worden sind. Nach Angaben von Cay sind diese Behauptungen mit politischen Motiven verbunden.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Entwicklung der Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU und stellt die Problematik des Minderheitenschutzes im Kontext der kurdischen Bevölkerung und der Rolle der PKK vor.
2. Die Kurden: In diesem Kapitel werden die historischen Herkunftstheorien, die sprachliche und religiöse Vielfalt sowie die gesellschaftlichen Stammesstrukturen und die Geschichte der kurdischen Widerstandsbewegung analysiert.
3. Die Kurdische Identität: Hier wird ein Identitätsmodell genutzt, um das Selbstverständnis der Kurden zu untersuchen sowie die kurdische Identität im türkischen Verständnis und nach internationaler Begrifflichkeit zu erörtern.
4. Minderheitenschutz in der Türkei: Dieses Kapitel behandelt den historischen Überblick vom Osmanischen Reich bis zur Republik Türkei und diskutiert die aktuelle Minderheitenpolitik im Land.
5. Internationale Schutzsysteme und ihre Auswirkungen: Das Kapitel analysiert die Politik und Instrumente internationaler Akteure wie EU, OSZE, Europarat, Vereinte Nationen und verschiedener NGOs hinsichtlich ihres Einflusses auf den Minderheitenschutz in der Türkei.
6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Türkei eine restriktive Politik verfolgt und internationale Organisationen nur bedingt Druck ausüben können, während gleichzeitig die kurdische Bevölkerung vor Herausforderungen hinsichtlich der eigenen gesellschaftlichen Strukturen steht.
Türkei, Kurden, Minderheitenschutz, Identität, PKK, Europäische Union, Menschenrechte, Minderheitenpolitik, Stammesstrukturen, Internationale Schutzsysteme, OSZE, Europarat, Vereinte Nationen, Amnesty International, Human Rights Watch
Die Arbeit befasst sich mit der Situation der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und der Frage, wie Minderheitenschutz in diesem politischen Kontext realisiert und durch internationale Schutzsysteme beeinflusst werden kann.
Zentrale Themen sind die kurdische Identitätsbildung, die historische und aktuelle türkische Minderheitenpolitik sowie die Wirksamkeit internationaler Organisationen und NGOs in diesem Bereich.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, herauszufinden, inwieweit die Türkei unabhängig von einem EU-Beitritt zu einem verstärkten Minderheitenschutz verpflichtet werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung politischer Berichte, Verträge und offizieller Dokumente internationaler Organisationen und NGOs.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der kurdischen Gesellschaft (Religion, Sprache, Strukturen), die Entwicklung der kurdischen Identität, die historische Analyse der türkischen Minderheitenpolitik und die Untersuchung internationaler Schutzmechanismen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Türkei, Kurden, Minderheitenschutz, Menschenrechte sowie der Einfluss internationaler Organisationen wie EU, OSZE und Europarat.
Stammesstrukturen haben historisch als Identifikationssymbol und soziopolitische Einheit gedient, stehen aber heute, insbesondere durch Urbanisierung und Modernisierung, in einem Spannungsfeld zur Forderung nach einer allgemeinen kurdischen Identität.
Die PKK wird als marxistische Gruppe beschrieben, die den bewaffneten Kampf als legitimes Mittel betrachtete, jedoch später versuchte, ihre Ziele durch eine politische Neuorientierung zu verfolgen, was den kurdisch-türkischen Konflikt maßgeblich beeinflusst hat.
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