Diplomarbeit, 2006
86 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Struktur der Filmwirtschaft
1.2 Filmwirtschaft in Berlin-Brandenburg
1.2.1 Historischer Abriss
1.2.2 Struktur der Berliner Filmwirtschaft
2. Theoretischer Rahmen
2.1 „Nationale Wettbewerbsvorteile“ von Porter
2.1.1 Diamant-Modell
2.1.2 Regionale Wettbewerbsvorteile
2.1.3 Der Cluster-Ansatz
2.2 Standortfaktoren der Filmbranche
3. Analyse
3.1 Standortanalyse Berlin-Brandenburg
3.1.1 Qualifizierte Arbeitskräfte
3.1.2 Lebensqualität und kreatives Klima
3.1.3 Drehbedingungen
3.1.4 Finanzierungsmöglichkeiten
3.1.5 Ansiedlungsbedingungen
3.1.6 Verkehrs-/Telekommunikationsinfrastruktur
3.2 Clusteranalyse
3.3 Empfehlungen zur Verbesserung der Lage
4. Empirie
4.1 Eigene Befragung
4.1.1 Ziel der Studie
4.1.2 Ergebnisse der Befragung
4.2 Vergleich/Weiterentwicklung anderer Studien
4.2.1 „Film- und Fernsehwirtschaft 2000/2001“
4.2.2 „Analyse des Filmproduktionsmarktes Berlin/Brandenburg 2001“
4.2.3 „Film- und Fernsehbranche: Standorte mit Zukunft?“ und „Filmbarometer 2006“
4.3 Vergleich und Entwicklung der Ergebnisse aller Studien
5. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht den Standort Berlin-Brandenburg für die Filmwirtschaft im Kontext regionaler Standortfaktoren und Wettbewerbsvorteile. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob räumliche Konzentrationen von Unternehmen in der Filmbranche spezifische Wettbewerbsvorteile generieren und wie die Rahmenbedingungen aus Sicht der in der Region ansässigen Unternehmen bewertet werden.
1. Einleitung
„Berlin ist die kreative und kulturelle Hauptstadt des deutschen Kinos. Hier haben nicht nur die Brüder Skladanowsky vor über 100 Jahren den Bildern das Laufen gelehrt. Hier – und im angrenzenden Babelsberg – war nicht nur der Ort an dem die Karrieren von Ernst Lubitsch, Billy Wilder, Erich Pommer, Marlene Dietrich und Fritz Lang furios begonnen haben. Hier entstand auch nach dem Krieg die größte Kinodichte, gibt es bis heute das vielfältigste Filmprogramm für das neugierigste Publikum. Berlin entwickelte sich auch nach der Wende regelrecht zum Magneten für Filmemacher, Autoren und vor allem Schauspieler.“
So ein Auszug aus dem Beitrag „Berlin ist die kreative und kulturelle Hauptstadt des deutschen Kinos“ von Dieter Kosslick, ehem. Intendant der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), der verdeutlicht, dass Berlin einen geschichtsträchtigen und wichtigen Standort in der deutschen Filmlandschaft darstellt. Berlin will aber nicht nur als „Filmgedenkstätte“ verstanden werden, sondern aufgrund seiner Qualitäten überzeugen und die Firmen an die Spree locken.
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Filmwirtschaft in Berlin-Brandenburg und den Standortfaktoren, die für diesen Wirtschaftszweig von Bedeutung sind. In der Filmwirtschaft ist seit einiger Zeit ein Wandel in den Firmenbeziehungen festzustellen, der darauf schließen lässt, dass sich mehr strategische Allianzen zur Herstellung eines Films bilden und sich die Unternehmen vermehrt an den gleichen Standorten ansiedeln. Dies wirft die Frage auf, ob aus diesen räumlichen Konzentrationen von mehreren Unternehmen, die an vor- oder nachgelagerten Produktionsprozessen der Filmherstellung beteiligt sind, Wettbewerbsvorteile für die einzelnen Unternehmen gezogen werden können, beispielsweise in Form von Synergieeffekten oder ähnlichem. Hier soll vor allem der Frage nachgegangen werden, welche Faktoren dafür verantwortlich sind und wie sie von den Unternehmen selbst empfunden werden. Dies bildet den zentralen Punkt der Arbeit.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die historische Relevanz und die gegenwärtige Bedeutung des Filmstandorts Berlin-Brandenburg vor und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Analyse von Wettbewerbsvorteilen in der Region.
2. Theoretischer Rahmen: Hier werden theoretische Grundlagen wie das Diamant-Modell von Porter und der Cluster-Ansatz erarbeitet, um die Bedeutung räumlicher Spezialisierung und Standortfaktoren für die Filmbranche zu begründen.
3. Analyse: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Standort Berlin-Brandenburg, wobei Faktoren wie Infrastruktur, Finanzierung und Ansiedlungsbedingungen detailliert bewertet werden.
4. Empirie: Hier wird eine eigene quantitative Befragung von Filmunternehmen vorgestellt und mit den Ergebnissen bestehender Studien verglichen, um den Entwicklungsstand der Region zu validieren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Stärken und Schwächen der Region zusammen und bestätigt, dass die theoretischen Ansätze der Clusterbildung durch die empirischen Ergebnisse untermauert werden.
Filmwirtschaft, Standortanalyse, Berlin-Brandenburg, Wettbewerbsvorteile, Diamant-Modell, Cluster-Ansatz, Filmförderung, Infrastruktur, Standortfaktoren, Filmproduktion, Empirische Studie, Medienstandort, Standortimage, Wertschöpfungskette, Medienboard.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Filmstandorts Berlin-Brandenburg, insbesondere im Hinblick auf die Frage, welche Standortfaktoren entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der dort ansässigen Unternehmen der Filmwirtschaft sind.
Die Arbeit behandelt Themen wie die historische Entwicklung der Berliner Filmwirtschaft, theoretische Konzepte der Standortentwicklung (Porter), spezifische Förderungsstrukturen und die qualitative Bewertung durch eine Unternehmensbefragung.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die räumliche Konzentration von Unternehmen in der Filmbranche zu Wettbewerbsvorteilen führt und wie die Zufriedenheit der Branche mit den aktuellen Standortbedingungen ausfällt.
Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Ansatz (Literaturanalyse von Porter, Clustertheorien) mit einer eigenen empirischen Studie, bei der eine quantitative Web-Befragung von 43 Filmunternehmen ausgewertet wurde.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Standortanalyse Berlins hinsichtlich Faktoren wie Qualifikation des Personals, Drehbedingungen, Finanzierungsmöglichkeiten durch öffentliche Förderungen sowie der vergleichenden Analyse von existierenden Studien zur Standortzufriedenheit.
Wichtige Begriffe sind Filmwirtschaft, Cluster-Ansatz, Standortfaktoren, Berlin-Brandenburg, Filmförderung, Wettbewerbsvorteile und Standortimage.
Die Filmförderung wird als zentraler, aber kritisch bewerteter Standortfaktor identifiziert. Die Arbeit erläutert die verschiedenen Institutionen (FFA, BKM, Medienboard) und zeigt Diskrepanzen zwischen der Bedeutung der Finanzierung und deren tatsächlicher Bewertung durch die Unternehmen auf.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Standort viele Stärken wie das kulturelle Klima und die Infrastruktur besitzt, bei den Förderstrukturen jedoch noch Handlungsbedarf besteht, um den Anforderungen der Branche besser gerecht zu werden.
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