Examensarbeit, 2005
111 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. DEFINITION
2.1. Normalgewicht
2.2. Idealgewicht
2.3. Untergewicht
2.4. Übergewicht
2.5. Adipositas
2.6. Adipositas bei Kindern
3. ERSCHEINUNGSFORMEN
3.2. Regionale Fettverteilung
3.1. Alter
4. EPIDEMIOLOGIE
4.1. Häufigkeit und Verteilung
4.2. Kosten
5. URSACHEN
5.1. Genetische Ursachen
5.1.1. Familienuntersuchungen
5.1.2. Adoptionsstudien
5.1.3. Zwillingsforschung
5.1.4. Tiermodelle
5.1.5. Genforschung
5.1.6. Zusammenfassung
5.2. Soziokulturelle Faktoren
5.2.1. Vergangenheit
5.2.2. Gegenwart
5.3. Alimentäre Adipositas
5.3.1 Binge Eating Disorder
5.4. Zusammenfassung
6. FOLGEN
6.1. Physiologie
6.2. Psyche
7. THERAPIEMÖGLICHKEITEN
7.1. Diätetische Maßnahmen
7.2. Verhaltenstherapie
7.3. Bewegungstherapie
7.4. Medikamente
7.5. Chirurgische Therapie
7.6. Therapeutische Maßnahmen bei Kindern
7.7. Zusammenfassung
8. PÄDAGOGISCHE INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN
8.1. Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung
8.2. Die gesundheitsfördernde Schule
8.2.1. Prävention
8.2.2. Ernährung
8.2.3. Bewegung
8.2.4. Elternarbeit
8.2.5. Zusammenfassung
9. FAZIT
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Adipositas in Bezug auf Erscheinungsformen, Ursachen und pädagogische Interventionsmöglichkeiten im Kontext der Gesundheitserziehung. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie die Institution Schule in der Primarstufe dazu beitragen kann, der Entwicklung von Übergewicht entgegenzuwirken und betroffenen Kindern eine gesündere Zukunft zu ermöglichen.
5.2.2. Gegenwart
Durch jahrelange genetisch festgelegte Dispositionen ist der menschliche Körper darauf eingestellt, Fettpolster für Hungerperioden anzusammeln. Dieser Mechanismus ist auch heute noch für etwa die Hälfte der Bevölkerung in Entwicklungsländern lebensnotwendig. Etwa einmal im Jahr sind diese Teile der Weltbevölkerung durch Dürren, Erdbeben oder ähnliche Katastrophen darauf angewiesen auch nur mit geringer Nahrungsversorgung zu überleben.
Zu bedenken gilt aber, dass diese Notfallvorrichtung in ausnahmslos jedem Menschen angelegt ist, was sich in den reichen Industrienationen, zu denen auch Deutschland gehört, zu einem erheblichen Nachteil erwiesen hat. Hier treten Probleme auf, die auf einen Überfluss an Nahrungsmitteln zurückzuführen sind. (Vgl. 5.2.1.)
Dieses Problems sind sich die Wissenschaftler schon seit längerer Zeit bewusst und sie versuchen ihm entgegenzuwirken. Die Lebensmittelindustrie reagiert mit einer Vielfalt an fettreduzierter Kost und auch das gängige Schönheitsideal (schlank, jung und aktiv ist schön) hält dazu an, auf das eigene Gewicht zu achten. Was sind also die Gründe dafür, dass vor allem Kinder heutzutage immer dicker werden?
Erste Ursachen sind wohl in der Veränderung der Kindheit in den vergangenen Jahrzehnten zu suchen. Die bekannten Nachteile der zunehmenden Technisierung und Veränderung der Familienstruktur wirken sich auch auf das Gewicht der heranwachsenden Generation aus. Der angeborene Bewegungsdrang wird durch beengte Wohnverhältnisse, vor allem in der Stadt, und den Verlust der "Straßenkindheit" stark eingeschränkt.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik von Adipositas bei Kindern und die daraus resultierende Notwendigkeit pädagogischen Handelns in der Schule.
2. DEFINITION: Erläuterung wissenschaftlicher Klassifizierungen wie BMI und Perzentile zur Diagnose von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Erwachsenen.
3. ERSCHEINUNGSFORMEN: Beschreibung der Typen der Fettverteilung sowie der altersabhängigen Unterschiede im Krankheitsverlauf.
4. EPIDEMIOLOGIE: Analyse der zunehmenden Verbreitung von Adipositas in der Gesellschaft und der damit verbundenen ökonomischen Kosten.
5. URSACHEN: Umfassende Betrachtung genetischer Dispositionen, soziokultureller Einflussfaktoren und ernährungsbedingter Ursachen.
6. FOLGEN: Überblick über physiologische Krankheitsbilder sowie die psychischen und sozialen Belastungen für betroffene Heranwachsende.
7. THERAPIEMÖGLICHKEITEN: Darstellung klinischer Therapieansätze wie Diäten, Verhaltenstherapie, Bewegungstherapie und chirurgische Interventionen.
8. PÄDAGOGISCHE INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN: Analyse der gesundheitsfördernden Schule als Präventionsraum mit Fokus auf Ernährung, Bewegung und Elternarbeit.
9. FAZIT: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Appell zur pädagogischen Verantwortung gegenüber adipösen Kindern.
Adipositas, Übergewicht, Gesundheitserziehung, Gesundheitsförderung, BMI, Kindheit, Schule, Prävention, Ernährung, Bewegung, Verhaltenstherapie, Energiebilanz, Adipositastraining, Essstörungen, Familienuntersuchungen
Die Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Adipositas, insbesondere die Ursachen und Erscheinungsformen sowie die Möglichkeiten, wie Pädagogen in Grundschulen präventiv und unterstützend intervenieren können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Diagnostik von Adipositas, die gesundheitlichen und psychosozialen Folgen, medizinische Therapiemöglichkeiten sowie die Rolle der Schule bei der Gesundheitsförderung.
Das Ziel ist es, Lehrkräften Hintergrundwissen zu vermitteln, um adipöse Kinder besser zu verstehen und den Schulalltag gesundheitsfördernd zu gestalten.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Hausarbeit, die auf verschiedenen medizinischen, soziologischen und pädagogischen Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Adipositas-Ursachen (Genetik, Soziales), die medizinische Darstellung der Folgen und Therapieformen sowie die konkrete Anwendung von Präventionskonzepten in der Schule.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Gesundheitsförderung, Adipositas bei Kindern, Prävention, Ernährungserziehung und die Gestaltung einer gesundheitsfördernden Schule geprägt.
Die Autorin verdeutlicht, dass genetische Faktoren zwar eine Disposition darstellen, jedoch das Zusammenspiel mit Umwelteinflüssen und dem individuellen Lebensstil entscheidend ist.
Der Setting-Ansatz zielt darauf ab, die gesamte schulische Umgebung gesundheitsfördernd zu verändern, anstatt nur punktuelle Maßnahmen durchzuführen, um so nachhaltig das Verhalten der Kinder zu beeinflussen.
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