Diplomarbeit, 2005
149 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problembehandlung in der Arbeit
1.2 Vorgehensweise der Arbeit
2 Grundlagen des deutschen Krankenhausmarktes
2.1 Definition und Gliederung des Krankenhausmarktes
2.2 Gesundheitsmarkt als Gesamtmarkt
2.3 Darstellung des Krankenhausmarktes
2.3.1 Zahlen und Fakten zum deutschen Krankenhausmarkt
2.3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen im Krankenhausmarkt
2.3.3 Finanzierungssystem des deutschen Krankenhauswesens
2.3.4 Künftige Entwicklungen auf dem Krankenhausmarkt
3 Problemorientierte Darstellung der aktuellen Lage öffentlicher Krankenhäuser
4 Strategische Handlungsalternativen im Krankenhausmarkt
4.1 Krankenhausprivatisierung als strategische Handlungsalternative
4.1.1 Definition und Darstellung der einzelnen Privatisierungsarten
4.1.2 Betrachtung der materiellen Privatisierung als Unternehmenstransaktion
4.1.2.1 Gliederungskriterien der Krankenhausprivatisierung
4.1.2.2 Ablauf der Krankenhausprivatisierung
4.1.2.3 Unternehmensbewertung im Krankenhaus und Kaufpreiselemente
4.1.3 Privatisierungen auf dem deutschen Krankenhausmarkt
4.1.4 Ausgewählte Privatisierungsbeispiele
4.2 Weitere strategische Handlungsalternativen öffentlicher Krankenhäuser
4.2.1 Fusion öffentlicher Krankenhäuser
4.2.2 Managementvertrag
5 Lösungsansätze aus der Lehre des Krankenhausmanagements
5.1 Strategisches Management
5.2 Organisation
5.3 Personalmanagement
5.4 Controlling/Rechnungswesen/Finanzmanagement
5.5 Ganzheitliches Qualitätsmanagement
5.6 Kooperationen im Krankenhaus
5.7 Outsourcing im Krankenhaus
6 Empirische Analyse der Krankenhausprivatisierung
6.1 Zielsetzung der Krankenhausbefragung
6.2 Allgemeine Ergebnisse der Krankenhausbefragung
6.2.1 Rahmendaten der Krankenhausbefragung
6.2.2 Beurteilung ausgewählter Einflussfaktoren auf den Unternehmenserfolg
6.2.3 Umsetzung betriebswirtschaftlicher Instrumente im Krankenhaus
6.3 Untersuchung der privatisierten Krankenhäuser
6.3.1 Beurteilungsschema
6.3.2 Bewertung der Einzelkriterien
6.3.2.1 Analyse des Ziels Qualität
6.3.2.2 Analyse des Ziels Wirtschaftlichkeit
6.3.2.3 Analyse des Qualitätsmanagements
6.4 Auswertung der Ergebnisse
6.5 Vergleich der Ergebnisse privater und öffentlicher Krankenhäusern
7 Schlussbetrachtung der strategischen Handlungsalternativen
8 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Krankenhausprivatisierung als eine strategische Handlungsalternative zur Unternehmenssicherung von Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwieweit die Privatisierung geeignet ist, die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Leistungserstellung langfristig zu steigern und somit den Bestand der Häuser im Zuge zunehmenden Wettbewerbsdrucks zu sichern.
4.1.2.1 Gliederungskriterien der Krankenhausprivatisierung
Unternehmenstransaktionen können je nach Transaktionsrichtung in die drei Kategorien horizontal, vertikal und diagonal eingeteilt werden. Diese unterscheiden sich nach der Branche sowie der Produktions-, Handels- oder Dienstleistungsstufe, in der der Käufer tätig ist. Bei horizontalen Unternehmensakquisitionen handelt es sich um den Kauf eines Unternehmens derselben Branche auf gleicher Produktionsstufe. Im Krankenhausbereich kann dies der Fall sein, wenn ein Krankenhaus ein anderes übernimmt. Von einer Akquisition auf vertikaler Ebene spricht man beim Kauf eines Unternehmens einer vor- oder nachgelagerten Produktions-, Handels- oder Dienstleistungsstufe. Eine Rückwärtsintegration (downstream) liegt vor, wenn eine nachgelagerte Einrichtung, wie eine Rehabilitationsklinik, ein Krankenhaus erwirbt. Bei einer Vorwärtsintegration (upstream) übernimmt eine vorgelagerte Einrichtung ein Krankenhaus. Dies könnte z.B. eine von Ärzten gegründete GmbH sein. Diagonale Akquisitionen, auch konglomerate Verbindungen genannt, liegen vor, wenn ein Unternehmen einer anderen Branche sowie Produktions-, Handels- oder Dienstleistungsstufe übernommen wird. Dabei könnte ein Akquisiteur aus einer anderen Branche, z.B. der Lebensmittelbranche, ein Krankenhaus übernehmen.
Des Weiteren können Erwerber in strategische und Finanzakquisiteure eingeteilt werden. Unter strategischen Erwerbern versteht man Unternehmenskäufer, die das Unternehmen in den eigenen Geschäftsbetrieb eingliedern und langfristig betreiben möchten. Auf der anderen Seite gibt es Finanzinvestoren, wie Private Equity–Gesellschaften, welche das zu übernehmende Unternehmen hingegen nur als Handelsobjekt sehen. Sie halten ihre Anteile zwischen drei und zehn Jahren, in denen sie versuchen, das Unternehmen umzustrukturieren und mit Gewinn zu veräußern.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Umbruchphase der Gesundheitsbranche und die wachsende Bedeutung der Wirtschaftlichkeit im deutschen Krankenhausmarkt, welche das primäre Problemfeld der Arbeit definiert.
2 Grundlagen des deutschen Krankenhausmarktes: Dieses Kapitel liefert eine definitorische Basis sowie einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und das duale Finanzierungssystem des Krankenhauswesens.
3 Problemorientierte Darstellung der aktuellen Lage öffentlicher Krankenhäuser: Hier werden die existenziellen Probleme öffentlicher Krankenhäuser analysiert, die durch historische Strukturen und den Wegfall des Bestandsschutzes verschärft wurden.
4 Strategische Handlungsalternativen im Krankenhausmarkt: Dieses Kapitel stellt verschiedene Optionen für öffentliche Träger vor, wobei die Privatisierung als Unternehmenstransaktion sowie Fusionen und Managementverträge detailliert erörtert werden.
5 Lösungsansätze aus der Lehre des Krankenhausmanagements: Es werden spezifische betriebswirtschaftliche Instrumente wie strategisches Management, Organisation, Controlling und Qualitätsmanagement vorgestellt, um die Leistungserstellung effizienter zu gestalten.
6 Empirische Analyse der Krankenhausprivatisierung: Das Herzstück der Arbeit bildet die Auswertung einer Fragebogenbefragung von 100 Krankenhäusern, anhand derer die Effektivität und Wirtschaftlichkeit von Privatisierungsmaßnahmen geprüft wird.
7 Schlussbetrachtung der strategischen Handlungsalternativen: Eine kritische Evaluierung der untersuchten Alternativen, bei der die Privatisierung als effektive, aber komplexe Lösung zur Unternehmenssicherung hervorgehoben wird.
8 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass die Privatisierung einen positiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit leisten kann, sofern sie mit betriebswirtschaftlichen Optimierungen einhergeht.
Krankenhausprivatisierung, Krankenhausmanagement, Gesundheitsmarkt, Unternehmenssicherung, Fallpauschalen, DRG, Effizienz, Betriebswirtschaftliche Steuerung, Unternehmensbewertung, Outsourcing, Kooperationen, öffentliche Krankenhäuser, private Krankenhausträger, Krankenhausfinanzierung, Qualitätsmanagement.
Die Arbeit analysiert die Krankenhausprivatisierung in Deutschland und bewertet, inwieweit sie als strategische Handlungsalternative zur langfristigen Sicherung von öffentlichen Krankenhäusern geeignet ist.
Zentrale Themen sind die ökonomische und rechtliche Lage des deutschen Krankenhausmarktes, strategische Handlungsoptionen für öffentliche Träger, betriebswirtschaftliche Lösungsansätze aus dem Krankenhausmanagement sowie die empirische Untersuchung privatisierter Häuser.
Das Ziel ist es, durch eine sachliche Analyse zu beurteilen, ob die Privatisierung öffentlicher Krankenhäuser die Effizienz der Leistungserstellung verbessern und so den dauerhaften Fortbestand der Unternehmen gewährleisten kann.
Der Autor führt eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung von 100 deutschen Krankenhäusern durch, wobei 50 öffentliche und 50 private Einrichtungen verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Krankenhausmarktes, die Vorstellung strategischer Alternativen (Privatisierung, Fusion, Managementvertrag), die Darstellung betriebswirtschaftlicher Instrumente sowie eine empirische Analyse der Anwendung dieser Instrumente.
Krankenhausprivatisierung, Gesundheitsmarkt, Fallpauschalen (DRG), Krankenhausmanagement, Effizienzsteigerung und Unternehmenssicherung sind die zentralen Begriffe.
Qualitätsmanagement wird als übergreifende Funktion behandelt, die für eine ganzheitliche Effektivitäts- und Effizienzsteigerung unerlässlich ist und in die Bewertung der Leistungsfähigkeit einfließt.
Der Autor betont, dass ein passives Management in der Integrationsphase (PMI) ein Hauptgrund für das Scheitern von Transaktionen ist; professionelles Know-how ist für den Erfolg der Umstrukturierung entscheidend.
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