Diplomarbeit, 2003
178 Seiten, Note: 1,35
1 Einleitung
2 Controlling in der Privatwirtschaft und der Verwaltung
2.1 Begriff
2.2 Controlling / -philosophie in Privatunternehmen
2.3 Controlling in der öffentlichen Verwaltung
2.3.1 Bundes- und Landesverwaltung
2.3.2 Kommunalverwaltung
2.4 Besonderheiten und Notwendigkeit des Controlling in der Kommunalverwaltung
3 Controlling als wesentliches Element der Neuen Steuerung
3.1 Controlling im Kontext der Neuen Steuerung
3.1.1 Die Kosten- und Leistungsrechnung
3.1.2 Budgetierung
3.1.3 Das Kontraktmanagement
3.1.4 Die technikunterstützte Informationsverarbeitung (TUI)
3.1.5 Die Qualitätssicherung
3.1.6 Personalentwicklung und –fortbildung
3.1.7 Produkte
3.1.8 Dezentrale Strukturen
3.2 Der KGSt-Ansatz für Verwaltungscontrolling im Neuen Steuerungsmodell
3.2.1 Verwaltungscontrolling bei Produktplanung und -kontrolle
3.2.2 Budgetaufstellung und -vollzug
3.2.3 Zielfindung und -erreichung
3.2.4 Langfristperspektive
3.2.5 Ziele und Nutzen von Controlling
3.2.5.1 Finanzcontrolling
3.3 Veränderung der kommunalen Rahmenbedingungen
3.3.1 Zielvorgaben und Outputmessung
3.3.2 Öffentliches Haushalts- und Rechnungswesen
3.3.2.1 Das klassische Haushalts- und Rechnungswesen oder auch Kameralistik
3.3.3 Verhaltensbezogene Aspekte
3.3.3.1 Politische Entscheidungsgremien
3.3.3.2 Verwaltungsführung
3.3.3.3 Mitarbeiter
3.3.3.4 Bürger
4 Handlungsebenen, Instrumente und Aufgaben des Controlling
4.1 Strategisches und operatives Controlling als Handlungsebenen
4.1.1 Strategisches Controlling als Informations- und Frühwarnsystem
4.1.1.1 Unterstützung der strategischen Planung
4.1.1.2 Umsetzung der strategischen in die operative Planung
4.1.1.3 Aufbau und Durchführung der strategischen Kontrolle
4.1.2 Operatives Controlling
4.1.2.1 Operatives Controlling zur Steuerung und Kontrolle der Zielerreichung
4.1.2.2 Wirtschaftlichkeit
4.1.2.3 Leistungsqualität
4.1.3 Operatives Controlling zur Beschaffung von entscheidungsrelevanten Daten und deren Analyse
4.1.3.1 Kosten- und Leistungsrechnung als wichtigstes Instrument des operativen Controlling
4.1.3.1.1 Kostenartenrechung
4.1.3.1.2 Kostenstellenrechnung
4.1.3.1.3 Kostenträger
4.1.3.1.4 Istkosten versus Plankosten
4.1.3.1.5 Vollkostenrechnung versus Teilkostenrechnung
4.1.3.1.6 Prozesskostenrechnung
4.1.3.1.7 Auswertung der Kostenrechnung
4.2 Berichtswesen
5 Controlling im Neuen Kommunalen Finanzmanagement
5.1 Neues Kommunales Finanzmanagement
5.1.1 Begriff, Entwicklung und derzeitiger Stand des Neuen Kommunalen Finanzmanagement in Nordrhein-Westfalen
5.1.2 Aktuelle Reformlandschaft
5.2 Neue Anforderungen an das Controlling im Neuen Kommunalen Finanzmanagement
5.3 Die konzeptionelle Schwäche der betriebswirtschaftlichen Steuerung im bisherigen NKF-Konzept
6 Implementierung, Chancen und Anforderungen an das Controlling im Neuen Kommunalen Finanzmanagement
6.1 Strategien zur Implementierung
6.2 Organisatorische Einbindung des Controlling in die Organisation der Kommunalverwaltung
6.2.1 Hierarchische Positionierung
6.2.2 Ausführung der Controllingaufgaben
6.3 Qualitäts- und Qualifikationsanforderungen an den Controller im Neuen Kommunalen Finanzmanagement
7 Das Controllingystem und seine Anforderungen an die DV-Unterstützung im NKF
7.1 Anforderungen an die DV-Unterstützung
7.1.1 Betriebswirtschaftliche Anforderungen
7.1.2 Informationstechnische Anforderungen
7.1.3 Personelle Anforderungen
7.2 Controlling auf der Basis des Data Warehouse
7.2.1 Das Data-Warehouse
7.2.2 Komponenten des Data Warehouse
7.2.2.1 Die Datenbasis
7.2.2.2 Transformationsprogramme
7.2.2.3 Archivierungssystem
7.2.2.4 Metadatenbanken
7.2.3 Organisationsformen
7.2.4 Auswertung des Datenbestandes
7.2.5 Nutzenpotentiale
7.3 Die Datenbasis des Data Warehouse als Grundlage für das Controlling
7.4 Auswertungs- und Präsentationsmöglichkeiten
7.5 DV-Unterstützung für die Durchführung der Controlling Aufgaben
7.6 Moderne Standardsoftware auch für die öffentliche Verwaltung?
7.6.1 Kostenartenrechnung
7.6.2 Kostenstellenrechnung
7.6.3 Kostenträgerrechnung
7.7 Nutzen des Data Warehouse für das Controlling
8 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Potenziale und Rahmenbedingungen der Einführung eines Controllings in der Kommunalverwaltung als zentrales Steuerungselement im Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF). Dabei wird analysiert, wie steuerungsorientierte Ansätze aus der Privatwirtschaft auf den öffentlichen Sektor übertragen werden können, um die Effektivität und Wirtschaftlichkeit trotz knapper finanzieller Mittel zu steigern.
2.1 Begriff
Controlling könnte als Schlagwort der Nation bezeichnet werden. Aber obwohl in den vergangenen Jahren Controlling „sowohl in der Unternehmenspraxis als auch in der betriebswirtschaftlichen Diskussion starke Beachtung gefunden“ hat, gibt es kein einheitliches Verständnis von dem, was unter Controlling zu verstehen ist. In Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen sind immer neue „Bindestrich“-Controllingansätze zu finden. „Der Originalitätsgrad und das theoretische Niveau sind dabei ebenso unterschiedlich wie das begrifflich konzeptionelle Verständnis dessen, worum es sich beim Controlling eigentlich handelt. Das Spektrum reicht vom Synonym für (entwickelte) Kostenrechnungssysteme über die Bereiche strategische Planung, Frühwarnsystem und Informationsmanagement bis zur Unternehmensführung schlechthin. Trotz (vielleicht auch aber gerade wegen) der Heterogenität der Begriffe und des inhaltlichen Verständnisses gilt Controlling als ein in der privatwirtschaftlichen Unternehmenspraxis erfolgreich bewährtes Steuerungskonzept.“
Häufig wird der Begriff „Controlling“ mit der im deutschen Sprachgebrauch üblichen „Kontrolle“ assoziiert. Tatsächlich stellen die Kontrollaufgaben aber nur einen Teilbereich des Controlling dar. Es ist vielmehr in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des englischen Verbs „to control“ hinzuweisen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Finanzkrise der Kommunen und die Notwendigkeit einer Modernisierung mittels Verwaltungsreformen wie dem Neuen Steuerungsmodell.
2 Controlling in der Privatwirtschaft und der Verwaltung: Dieser Abschnitt erörtert die Begriffsdefinition von Controlling, dessen historische Wurzeln in der Privatwirtschaft und die Besonderheiten der Anwendung in der öffentlichen Verwaltung.
3 Controlling als wesentliches Element der Neuen Steuerung: Hier werden die Kernelemente des Neuen Steuerungsmodells, wie Kosten- und Leistungsrechnung, Budgetierung und Kontraktmanagement, im Kontext des Controllings dargestellt.
4 Handlungsebenen, Instrumente und Aufgaben des Controlling: Das Kapitel differenziert zwischen strategischem und operativem Controlling und erläutert die entsprechenden Instrumente wie Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung.
5 Controlling im Neuen Kommunalen Finanzmanagement: Dieser Teil beschreibt die Entwicklung und Reformlandschaft des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) und die spezifischen Anforderungen an ein Controlling in diesem System.
6 Implementierung, Chancen und Anforderungen an das Controlling im Neuen Kommunalen Finanzmanagement: Das Kapitel befasst sich mit Strategien zur Einführung des Controllings und der organisatorischen Einbindung sowie Anforderungen an das Personal.
7 Das Controllingystem und seine Anforderungen an die DV-Unterstützung im NKF: Hier wird das Data-Warehouse-Konzept als Basis für ein DV-gestütztes Controlling und dessen Nutzen für die Entscheidungsunterstützung untersucht.
8 Schlussbetrachtung: Ein Resümee über die Rolle des Controllings als funktionsübergreifendes Instrument und die Bedeutung des NKF für die zukünftige kommunale Steuerung.
Controlling, Kommunalverwaltung, Neues Kommunales Finanzmanagement, NKF, Neues Steuerungsmodell, Doppik, Budgetierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Data Warehouse, Verwaltungsreform, Finanzcontrolling, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Haushaltswesen, Ressourcenverbrauch.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen, Controlling als Führungsinstrument in der Kommunalverwaltung zu etablieren, um angesichts der Finanzkrise eine effizientere Steuerung zu ermöglichen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Neuen Steuerungsmodell (NSM), dem Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF), der Einführung der doppelten Buchführung (Doppik) und dem Einsatz von IT-gestützten Systemen wie Data Warehouse.
Ziel ist es, den Nutzen und die notwendigen Rahmenbedingungen für ein Verwaltungs-Controlling zu definieren, das über klassische Buchhaltungsfunktionen hinausgeht und eine strategische und operative Steuerung unterstützt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und diskutiert diese kritisch unter Einbeziehung der spezifischen Anforderungen des öffentlichen Sektors.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, instrumentelle Ausgestaltungen des Controllings, die speziellen Aspekte des NKF sowie die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die Implementierung.
Kernbegriffe sind Controlling, Kommunalverwaltung, NKF, Doppik, Budgetierung, Kosten- und Leistungsrechnung und Data Warehouse.
Die Doppik ermöglicht als kaufmännisches System eine vollständige Darstellung des Ressourcenverbrauchs und eine bessere Kopplung mit modernen Steuerungsinstrumenten, während die Kameralistik primär auf den reinen Zahlungsfluss fokussiert.
Es fungiert als zentraler Datenlieferant, der Daten aus verschiedenen operativen Systemen integriert, bereinigt und dem Controlling für komplexe Auswertungen und Analysen zur Verfügung stellt.
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