Diplomarbeit, 1999
114 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Abgrenzung
2 Die Anrainer des Jordan
2.1 Das Flußsystem
2.1.1 Der Jordan
2.1.2 Das Tote Meer
2.2 Israel
2.2.1 Das eigentliche Israel
2.2.2 Die Westbank
2.2.3 Der Gazastreifen
2.2.4 Die Golanhöhen
2.3 Jordanien
2.4 Syrien
2.5 Libanon
2.6 Bevölkerung, Wasser und Wirtschaft
2.6.1 Bevölkerungsentwicklung
2.6.2 Wasserpotential
2.6.3 Landwirtschaft
3 Die Großregion
3.1 Das Niltal
3.1.1 Ägypten
3.1.2 Sudan
3.1.3 Uganda und die Viktoriaseestaaten
3.1.4 Äthiopien
3.1.5 Libyen
3.1.6 Bevölkerungsentwicklung
3.1.7 Wasserressourcen
3.1.8 Resümee
3.2 Die Arabische Halbinsel
3.2.1 Saudi Arabien
3.2.2 Jemen
3.2.3 Oman und die kleinen Golfstaaten
3.2.4 Bevölkerungsentwicklung
3.2.5 Wasserressourcen
3.2.6 Nahrungsmittelsicherheit
3.2.7 Resümee
3.3 Euphrat und Tigris
3.3.1 Türkei
3.3.2 Syrien
3.3.3 Irak
3.3.4 Iran
3.3.5 Bevölkerungsentwicklung
3.3.6 Wasserressourcen
3.3.7 Nahrungsmittelsicherheit
3.3.8 Resümee
4 Optionen
4.1 Internationales Recht
4.2 Technische Optionen
4.2.1 Nilwasser
4.2.2 Friedenspipeline
4.2.3 Medusencontainer
4.2.4 Entsalzungsanlagen
4.1.5 Litaniwasser
4.2.6 Yarmukwasser
4.2.7 Kanal zum Toten Meer
4.2.7.1 Nördliche Route
4.2.7.2 Die Negevroute
4.2.7.3 Vom Roten Meer
4.2.8 Resümee
4.3 Politische Optionen
4.3.1 Wohlstand und Wasser
4.3.2 Einsparpotentiale
4.3.3 Wasseraufbereitung
4.3.4 Landwirtschaft
5 Abschluß
Die vorliegende Arbeit untersucht die herrschende Wasserknappheit im Nahen Osten unter Berücksichtigung historischer Konfliktmuster und der Perspektive eines rasanten Bevölkerungswachstums. Es wird analysiert, inwieweit diese Knappheit zu politischen Spannungen führt und ob technische sowie politische Lösungsmöglichkeiten existieren, um die Versorgungssicherheit in der Region nachhaltig zu gewährleisten.
1.1 Einleitung
Weltweit nehmen die Schwierigkeiten zu, Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Die Verfügbarkeit sauberen Wassers wird zum globalen Problem. Von dem potentiell verfügbaren Trinkwasser fließt ein Großteil durch unbesiedelte Gebiete, so daß der Menschheit effektiv etwa 9000 Kubikkilometer Frischwasser zur Verfügung stehen. Theoretisch reicht die zur Verfügung stehende Menge aus, um 20 Milliarden Menschen zu versorgen, doch sind die Vorräte recht ungleich verteilt. Bevölkerungszuwachs und Entwicklung verbunden mit zunehmender Bewässerungslandwirtschaft führt zu steigenden Ansprüchen an den Wasserkreislauf. Nutzt ein Land mehr als 20 Prozent seiner erneuerbaren Reserven, kann es bereits zu Problemen bei der Bereitstellung und zu Rationierungen kommen. Ende der achtziger Jahre nutzten 25 Länder weltweit bereits mehr als 20 Prozent ihrer Wasservorräte, elf davon im Nahen Osten.
Im Nahen Osten ist ein Kennzeichen der Länder der Arabischen Liga , neben ihrer Lage in den ariden Zonen der Erde, ihre politische Situation als Unterlieger großer Flußsysteme. Das größte arabische Land, Ägypten am Unterlauf des Nil, ist abhängig von Wassern aus dem Inneren Afrikas, die Bewässerungsgebiete Mesopotamiens sind von in der Türkei entspringenden Quellen abhängig. Dies bedeutet neben der ohnehin bestehenden Knappheit auch eine politische Abhängigkeit oder zumindest Unsicherheit über zukünftige Versorgungssicherheit.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die globale Wasserproblematik und den spezifischen Druck, der durch Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit im Nahen Osten entsteht.
2 Die Anrainer des Jordan: Dieses Kapitel analysiert die hydro-politische Situation der Staaten am Jordan, wobei besonderes Augenmerk auf Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien gelegt wird.
3 Die Großregion: Hier werden das Niltal, die Arabische Halbinsel sowie die Einzugsgebiete von Euphrat und Tigris als erweiterte Makroregionen betrachtet, um regionale Lösungsansätze zu bewerten.
4 Optionen: Dieses Kapitel stellt verschiedene technische und politische Lösungsstrategien vor, darunter Kanalbauprojekte, Entsalzungsanlagen und Ansätze zur Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft.
5 Abschluß: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass die Wasserkrise im Nahen Osten primär eine Krise der Landwirtschaft ist und regionale Kooperation unter den gegebenen Bedingungen oft schwierig bleibt.
Wasserknappheit, Naher Osten, Jordan, Niltal, Euphrat, Tigris, Bewässerung, Bevölkerungswachstum, Wasserrechte, Entsalzungsanlagen, Friedensprozess, Ressourcenmanagement, Landwirtschaft, Geopolitik, Nachhaltigkeit.
Die Diplomarbeit untersucht die komplexe Wasserproblematik im Nahen Osten, analysiert die Ursachen für die Ressourcenknappheit und bewertet verschiedene Ansätze zur Lösungsfindung.
Zu den Schwerpunkten zählen der Jordangraben, das Niltal, die Region um Euphrat und Tigris sowie die Arabische Halbinsel, ergänzt durch Analysen zur Bevölkerungsentwicklung und Agrarpolitik.
Ziel ist es, die Dramatik der Wasserlage zu verdeutlichen und zu hinterfragen, ob durch technische Projekte oder politische Neuordnungen eine tragfähige Versorgung der Bevölkerung in einer Region geprägt von Misstrauen möglich ist.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse bestehender Literatur, Statistiken und geopolitischer Rahmenbedingungen, um die Abhängigkeiten zwischen Wasserverbrauch, Politik und wirtschaftlicher Entwicklung aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte regionale Bestandsaufnahme der Wasserressourcen, gefolgt von einer kritischen Prüfung technischer (z.B. Entsalzung) und politischer (z.B. Verhandlungen) Optionen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Wasserknappheit, geopolitische Abhängigkeit, Bevölkerungswachstum, Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft und internationales Wasserrecht.
Die Landwirtschaft ist in allen untersuchten Staaten der größte Wasserverbraucher. Der Autor argumentiert, dass eine effizientere Nutzung oder ein Umdenken in diesem Sektor entscheidender für die Versorgungssicherheit ist als reine technische Großprojekte.
Der Autor ist skeptisch, da das Projekt politisch anfällig ist, von tiefem Misstrauen zwischen den Staaten geprägt ist und ökonomisch oft nicht die effizienteste Lösung gegenüber einer Umstrukturierung der lokalen Landwirtschaft darstellt.
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