Examensarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 2
2. EINLEITUNG
3. DEFINITION SEXUALISIERTE GEWALT
4. SEXUALISIERTE GEWALT IM SPORT (DISKUSSION AKTUELLER ERGEBNISSE)
4.1 Erscheinungsformen
4.1.1 mittelbare Formen
4.1.2 unmittelbare Formen
4.2 Häufigkeit
4.2.1 Dunkelfelder
4.3 Ursachen
4.4 Opfer
4.4.1 Mädchen - Frauen
4.4.2 Jungen - Männer
4.5 Täter
4.5.1 Mädchen - Frauen
4.5.2 Jungen – Männer
5. FOLGERUNGEN / FAZIT
5.1 Forderungen für zukünftige Forschungen
5.2 Forderungen für die Sportorganisationen
5.2.1 Forderungen innerhalb der Sportorganisationen
5.2.1.1 Primäre Prävention
5.2.1.2 Sekundäre Prävention
5.2.1.3 Tertiäre Prävention
5.2.2 Forderungen außerhalb der Sportorganisationen
5.3 Forderungen für die Erziehung
6. QUELLENNACHWEISE
6.1 Bibliographie
6.1.1 Aufsätze
6.1.2 Bücher
6.2 Internet
6.3 Abbildungen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Problem der sexualisierten Gewalt im Sport unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede. Dabei wird untersucht, wie Täter und Täterinnen ihre Machtpositionen ausnutzen und welche Folgen dies für die betroffenen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer hat, um schließlich Ansätze zur Prävention und zum Umgang mit solchen Vorfällen in Sportorganisationen aufzuzeigen.
4.1 Erscheinungsformen
Hinsichtlich der verschiedensten Erscheinungsformen hat sich unter anderem Brackenridge (1995) einer Forschung angenommen, die persönliche und interpersonale Komponenten missbräuchlicher Beziehungen auflistet. Dabei ging sie speziell nur auf die Beziehungen zwischen Sportler und Trainer ein. Für ihre Ergebnisse zog sie individuelle Berichte über betroffene Sportlerinnen hinzu. In ihrer Auflistung wird zwischen sexueller Diskriminierung, sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch unterschieden. Unter diesen einzelnen Punkten werden unterschiedliche Varianten angegeben, die zugleich als Definition der Bereiche gelten sollen.
Diese Abbildung zeigt wie vielseitig die Formen sexualisierter Gewalt im Sport sind. Gleichzeitig lässt sich erkennen wie unterschiedlich die Begrifflichkeiten definiert sind. So gibt es zum Beispiel unter dem Punkt sexuelle Belästigung Abweichungen zur Ausgangsdefinition von Engelfried. Für Brackenridge hat dieser Aspekt von sexueller Gewalt nichts mit Körperkontakt zu tun, sie listet nur seelische Berührungen auf. Allerdings sagt sie: „Es gibt sicherlich Parallelen zwischen sexueller Diskriminierung, sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch. Man könnte zum Beispiel argumentieren, dass sämtliche Varianten sowohl strukturelle wie auch persönliche Elemente einbeziehen.“
Constanze Engelfried ist dagegen von vornherein der Meinung, dass sexuelle Belästigung durchaus dem direkten Körperkontakt hinzugefügt wird.
2. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Verschwiegenheit und Tabuisierung sexualisierter Gewalt im Sport und formuliert zentrale Fragen zur Problematik sowie zum Ziel der vorliegenden Diskussion.
3. DEFINITION SEXUALISIERTE GEWALT: Dieses Kapitel erarbeitet auf Basis verschiedener literarischer Quellen eine umfassende Definition, die sowohl direkte personale als auch indirekte strukturelle Gewaltformen einschließt.
4. SEXUALISIERTE GEWALT IM SPORT (DISKUSSION AKTUELLER ERGEBNISSE): Hier werden Erscheinungsformen, Häufigkeiten, Dunkelfelder sowie Ursachen und Opfer-Täter-Konstellationen detailliert erörtert, wobei geschlechtsspezifische Unterschiede hervorgehoben werden.
5. FOLGERUNGEN / FAZIT: Das Kapitel leitet aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Forderungen für die zukünftige Forschung, die Arbeit von Sportorganisationen und die erzieherische Prävention ab.
6. QUELLENNACHWEISE: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit verwendete Bibliographie, Internetquellen und Abbildungsverzeichnisse auf.
Sexualisierte Gewalt, Sport, Kindesmissbrauch, Prävention, Täterprofil, Opferrolle, Machtmissbrauch, Sportorganisation, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Dunkelfeld, Trainer, Sportler, Grenzverletzungen, Machtstrukturen, Intervention.
Die Arbeit behandelt die Problematik der sexualisierten Gewalt im Sport und untersucht, wie dieses Thema in der Sportwelt wahrgenommen und diskutiert wird.
Die zentralen Themen sind Definitionen von Gewalt, die Ursachen für Übergriffe, die Analyse von Täter- und Opferrollen sowie Strategien zur Prävention und zum Umgang mit Fällen innerhalb von Sportorganisationen.
Ziel ist eine kritische Diskussion der aktuellen Problemstellung unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Studien und theoretische Ansätze zur Thematik integriert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Gewalt, die Diskussion aktueller Ergebnisse zu Erscheinungsformen, Häufigkeiten und Ursachen sowie eine spezifische Betrachtung von Täter- und Opfergruppen.
Wesentliche Begriffe sind sexualisierte Gewalt, Prävention, Machtmissbrauch, Sportorganisationen und Geschlechtsspezifik.
Sie dienen dazu, Gewaltvorfälle zu ignorieren oder abzuwerten (z.B. durch Bagatellisierung oder Täter-Opfer-Umkehr), was Betroffenen ein Bekenntnis zu erlebter Gewalt zusätzlich erschwert.
Dies liegt an tief verwurzelten Rollenerwartungen, die von Jungen Stärke und Selbstbeherrschung fordern, sowie an einer zusätzlichen Tabuisierung von Homosexualität, die zu Scham und Angst vor Stigmatisierung führt.
Während Frauen seltener als Täterinnen wahrgenommen werden, sind ihre Motivationsgründe (z.B. Machtdemonstration, Stressabbau) denen der Männer ähnlich, wenngleich sie oft weniger Gewalt anwenden.
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