Diplomarbeit, 1993
85 Seiten, Note: 2,0
1. Die Belastung der natürlichen Umwelt
2. Ökologische Unternehmensführung
2.1. Definition
2.2. Umweltbedingungen der ökologischen Unternehmens-führung
2.2.1. Bewußtseinswandel in der Bevölkerung
2.2.2. Bewußtseinswandel und Konsumentenverhalten
2.2.3. Forderungen an die Unternehmen
2.2.4. Unternehmensbezogene Problemfelder der Umweltbelastung
2.2.4.1. Die ökonomische Problemdimension
2.2.4.2. Die gesellschaftliche Problemdimension
2.2.4.3. Die ökologische Problemdimension
2.2.5. Anpassungsmöglichkeiten der Unternehmen
2.2.6. Gründe für eine ökologische Unternehmensführung
2.3. Einbeziehung der Umwelt in die BWL
2.3.1. Einbeziehung in das klassische Faktor–/Produktionssystem
2.3.1.1. Ökonomische Internalisierung – Verursacherprinzip
2.3.1.2. Ökologische Internalisierung – Integrierter Umweltschutz
2.3.2. Der systemtheoretische Ansatz
2.4. Gestaltung der ökologischen Unternehmensführung
2.4.1. Konstitutive Merkmale
2.4.2. Prinzipien des Verminderns von Umweltbelastungen
2.5. Bestimmung der strategischen Ausgangslage
2.5.1. Unternehmensanalyse (Stärken/Schwächen)
2.5.2. Umweltanalyse (Chancen/Risiken)
2.6. Ökologische Unternehmensführung im normativen Bereich
2.6.1. Erweiterung Unternehmensphilosophie
2.6.2. Unternehmenskultur
2.6.3. Unternehmensgrundsätze
2.6.4. Verhaltenskodizes
2.7. Ökologische Unternehmensführung im strategischen Bereich
2.7.1. Unternehmensziele
2.7.2. Ökologische Unternehmensstrategien
2.8. Ökologische Unternehmensführung im operativen Bereich
3. Betriebliche Umweltinformationssysteme
3.1. Definition
3.2. Adressaten der betrieblichen Umweltdaten
3.3. Anforderungen an ein BUIS
3.4. Formen Betrieblicher Umweltinformationssysteme
3.4.1. Die Sozialbilanz
3.4.1.1. Definition
3.4.1.2. Entstehung
3.4.1.3. Das Sozialbilanz–Konzept
3.4.1.4. Beispiele
3.4.1.5. Wertung
3.4.2. Umwelt–Auditing
3.4.2.1. Definition
3.4.2.2. Entstehung
3.4.2.3. Ziele des Umwelt–Auditing
3.4.2.4. Aufbau und Durchführung eines Umwelt–Audits
3.4.2.5. Verfahrenskonzeption der Internationalen Handelskammer
3.4.2.6. Verfahrenskonzeption der EG–Kommission Öko–Audit
3.4.2.7. Beispiele
3.4.2.8. Wertung
3.4.3. Die ökologische Buchhaltung
3.4.3.1. Definition
3.4.3.2. Entstehung
3.4.3.3. Das Konzept der ökologischen Buchhaltung
3.4.3.4. Beispiele
3.4.3.5. Wertung
3.4.4. Die Ökobilanz
3.4.4.1. Definition
3.4.4.2. Entstehung
3.4.4.3. Vorgehensweise
3.4.4.4. Die Betriebsbilanz
3.4.4.5. Die Prozeßbilanz
3.4.4.6. Die Produktbilanz
3.4.4.7. Die Substanzbetrachtung
3.4.4.8. Beispiele
3.4.4.9. Wertung
3.4.5. Öko–Controlling
3.4.5.1. Definition
3.4.5.2. Entstehung
3.4.5.3. Aufgaben des Öko–Controlling
3.4.5.4. Aufbau des Öko–Controlling
3.4.5.5. Beispiele
3.4.5.6. Wertung
4. BUIS – Hilfsmittel für eine Sustainable Economy
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Implementierung betrieblicher Umweltinformationssysteme (BUIS) als zentrales Instrument für eine ökologische Unternehmensführung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ökologische Anforderungen antizipieren, in ihre Unternehmensstrategie integrieren und durch Informationssysteme steuern können, um langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Legitimität zu sichern.
Die gesellschaftliche Problemdimension
Die Unternehmen sehen sich einer ökologisch sensibilisierten Öffentlichkeit gegenüber. Die Risiken der industriellen Tätigkeit für Gesundheit und Umwelt stehen heute im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Dabei sind es ”... nicht nur die Risiken eines Unfalls oder Störfalls, sondern es sind auch die täglichen Risiken des Normalbetriebs, die wegen ihrer zunehmend erkannten Neben– und Spätwirkungen unter öffentlichen Druck geraten.“
Die gesellschaftlichen Anspruchsgruppen können verschiedene Strategien zur Durchsetzung ihrer Ansprüche verfolgen: 1. Mobilisierung öffentlichen Drucks, als die am häufigsten eingesetzte und wichtigste Strategie. 2. Mobilisierung politischen Drucks, als eine Folge des öffentlichen Drucks. 3. Mobilisierung der Marktkräfte gegen eine Unternehmung, durch Käuferboykott oder indirekte Mittel zur Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit.
1. Die Belastung der natürlichen Umwelt: Analyse der ökologischen Krise und der Auswirkungen industrieller Tätigkeit auf die Hauptfunktionen der Umwelt.
2. Ökologische Unternehmensführung: Darstellung der Notwendigkeit einer umweltorientierten Strategie sowie der normativen, strategischen und operativen Ansätze zur Integration ökologischer Aspekte.
3. Betriebliche Umweltinformationssysteme: Detaillierte Betrachtung verschiedener Instrumente zur Erfassung, Planung und Steuerung ökologischer Daten im Unternehmen.
4. BUIS – Hilfsmittel für eine Sustainable Economy: Zusammenfassender Ausblick auf die Rolle von Umweltinformationssystemen für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.
Umweltmanagement, Ökologische Unternehmensführung, BUIS, Umweltinformationssysteme, Ökobilanz, Öko-Controlling, Umwelt-Auditing, Sozialbilanz, Externe Kosten, Stakeholder, Nachhaltige Entwicklung, Umweltschutzziele, Nachhaltigkeit, Unternehmensstrategie, Ressourcenschutz
Die Arbeit behandelt die Integration ökologischer Anforderungen in die betriebswirtschaftliche Unternehmensführung durch den Einsatz spezifischer Umweltinformationssysteme.
Die Themen umfassen die ökologische Problemdimension, die strategische Ausrichtung der Unternehmenspolitik, die Stakeholder-Ansprüche und verschiedene Instrumente wie Ökobilanzierung und Öko-Controlling.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Umweltschutz als strategischen Wettbewerbsfaktor begreifen und durch fundierte Informationssysteme in ihre Prozesse integrieren können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Erkenntnisse aus der damaligen Praxis von Unternehmen wie Roco Conserven oder der Kunert AG.
Der Hauptteil erörtert die Gestaltung der ökologischen Unternehmensführung (normativ, strategisch, operativ) und vergleicht detailliert verschiedene BUIS-Formen hinsichtlich ihrer Definition, Vorgehensweise und Eignung.
Wichtige Begriffe sind Umweltmanagement, Ökobilanz, Öko-Controlling, Stakeholder, Nachhaltigkeit und Betriebliche Umweltinformationssysteme.
Es dient zur systematischen Schwachstellenanalyse, Risikominimierung und zur Verbesserung der Kommunikation mit Behörden und der Öffentlichkeit, was die Rechtssicherheit und das Image verbessert.
Während die Ökobilanz primär eine Datenbasis zur Bestandsaufnahme liefert, ist das Öko-Controlling als fortlaufendes Steuerungsinstrument konzipiert, das Planung, Soll-Ist-Vergleiche und operative Maßnahmen formal in den Unternehmenskreislauf einbindet.
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