Diplomarbeit, 2002
86 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Analyse des Marktes für ökologische Kapitalanlagen
2.1 Darstellung der ökologischen Angebotspalette und deren Hintergründe
2.2 Segmentierung der Investoren von ökologischen Kapitalanlagen
2.3 Herausstellung der Wirkung von Öko-Investments
3. Die Windenergienutzung in Deutschland
3.1 Die historische Entwicklung
3.2 Die technische Funktionsweise von Windenergieanlagen
3.3 Gründe und Hemmnisse für die Nutzung von erneuerbaren Energien
3.4 Analyse des deutschen Marktes für Windenergie im Jahr 2002 und dessen Zukunftsperspektiven
4. Rechtliche Besonderheiten bei Windkraftbeteiligungen
4.1 Erläuterung der Vertragsverhältnisse
4.1.1 Darstellung der wesentlichen Partner
4.1.2 Die Rolle der privaten Investoren
4.1.3 Die Kreditinstitute als Fremdkapitalgeber
4.2 Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien und die Vorläufer
4.3 Weitere rechtliche Vorschriften
5. Steuerliche Gesichtspunkte bei Windkraftbeteiligungen
5.1 Steuerliche Grundlagen
5.2 Behandlung der Verlustzuweisungsgesellschaften
5.3 Gewerbe- und Umsatzsteuer
5.4 Erbschaft- und Schenkungsteuer
6. Analyse und Bewertung von ausgewählten Windkraftfonds
6.1 Zum Gang der Darstellung
6.2 Die Standortwahl und die Messungen des Windpotentials
6.3 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
6.3.1 Hinweise zur weiteren Vorgehensweise
6.3.2 Ermittlung der durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten
6.3.3 Die Kapitalwertmethode
6.3.4 Vom Internen Zinsfuß zur Baldwin-Methode
6.3.5 Einflussfaktoren auf die Ergebnisprognose
6.4 Bewertung der eigenen Analyse
7. Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Marktsituation für ökologische Kapitalanlagen mit einer spezifischen Fokussierung auf Windkraftbeteiligungen. Ziel der Arbeit ist es, Privatanlegern und institutionellen Investoren eine detaillierte Analyse der Wirtschaftlichkeit, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der steuerlichen Implikationen von Windkraftfonds zu liefern, um Unsicherheiten im Zusammenhang mit geschlossenen Fonds abzubauen.
2.1 Darstellung der ökologischen Angebotspalette und deren Hintergründe
Auf dem deutschen Markt für ökologische Kapitalanlagen gibt es bereits zahlreiche Angebote: etwa 50 Aktien von ökologisch wirtschaftenden Unternehmen, Beteiligungsangebote von über 30 spezialisierten Öko-Finanzdienstleistern, mehr als 20 Investmentfonds und sechs Lebensversicherungen. Zusätzlich werden konventionelle Sparformen, Aktienzertifikate und verschiedene festverzinsliche Wertpapiere angeboten. Bei ausreichender Risikostreuung ist folglich nichts dagegen einzuwenden, sein ganzes Vermögen ökologisch zu investieren. Darüber hinaus gibt es bereits diverse ökologische Pensions- und Unterstützungskassen und drei Banken.
Konkret handelt es sich bei letzteren um: die GLS Gemeinschaftsbank eG, die Ökobank eG sowie die Umweltbank AG. Voraussichtlich werden jedoch die Bankgeschäfte der Ökobank eG ab Januar 2003 auf die GLS Gemeinschaftsbank eG übertragen. Generell bieten diese Banken sehr unterschiedliche Angebotsspektren. Alle drei konzentrieren sich aber auf die Entgegennahme von Spareinlagen und die Vergabe von Krediten. Girokonten für Privatpersonen werden bei den grünen Instituten in Deutschland vergeblich gesucht, weil der Aufwand für die komplette Abwicklung des privaten Zahlungsverkehrs sehr hoch ist. Darüber hinaus werden auch rein spekulative Papiere wie Optionsscheine und Termingeschäfte im ökologischen Kapitalmarkt bisher noch nicht angeboten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das wachsende Feld der ökologischen Kapitalanlagen ein und definiert die Windkraftbeteiligung als Schwerpunkt der Untersuchung.
2. Analyse des Marktes für ökologische Kapitalanlagen: Das Kapitel bietet einen Überblick über die bestehenden Angebote, segmentiert Investorengruppen und beleuchtet die ökologische Wirkung von Investitionen.
3. Die Windenergienutzung in Deutschland: Es werden die historische Entwicklung, die technischen Grundlagen von Windkraftanlagen sowie die Gründe und Hemmnisse für den Ausbau regenerativer Energien analysiert.
4. Rechtliche Besonderheiten bei Windkraftbeteiligungen: Dieses Kapitel erläutert die komplexen Vertragsverhältnisse und die rechtlichen Rahmenbedingungen, inklusive des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien.
5. Steuerliche Gesichtspunkte bei Windkraftbeteiligungen: Der Abschnitt behandelt die steuerliche Behandlung von Fondsgesellschaften, Verlustzuweisungen sowie die Relevanz der Erbschaft- und Schenkungsteuer.
6. Analyse und Bewertung von ausgewählten Windkraftfonds: Hier erfolgt die methodische Auswertung von 41 Windparks hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit, Standorte und Prognosefaktoren.
7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung ökologischer Investitionen zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Marktes.
Ökologische Kapitalanlagen, Windkraftbeteiligungen, Erneuerbare Energien, Windkraftfonds, Kapitalwertmethode, EEG, Windenergieanlagen, Verlustzuweisungsgesellschaften, Rendite, Baldwin-Methode, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Emissionsprospekte, geschlossene Fonds.
Die Arbeit analysiert den Markt für ökologische Kapitalanlagen, wobei der Fokus explizit auf der Wirtschaftlichkeit und den rechtlichen sowie steuerlichen Rahmenbedingungen von Windkraftbeteiligungen in geschlossenen Fonds liegt.
Die zentralen Themen umfassen die Marktsituation für grüne Geldanlagen, technische Aspekte der Windenergienutzung, rechtliche Vertragsstrukturen und die detaillierte finanzmathematische Bewertung von Windpark-Projekten.
Das Ziel ist es, potenziellen Investoren durch eine transparente Analyse der Risiken und Chancen einer Windkraftbeteiligung Sicherheit bei der Anlageentscheidung zu geben und die Wirtschaftlichkeit realer Fondsprojekte methodisch zu prüfen.
Neben einer allgemeinen Marktanalyse werden für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung die Kapitalwertmethode sowie die Baldwin-Methode eingesetzt, um die Rentabilität der untersuchten Windkraftfonds objektiv vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktübersicht, eine detaillierte Darstellung technischer und rechtlicher Grundlagen von Windenergieanlagen sowie eine quantitative Analyse und Bewertung von 41 Windkraftfonds.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Ökologische Kapitalanlagen, Windkraftbeteiligungen, EEG, Rentabilität, Baldwin-Methode und geschlossene Fonds definieren.
Das EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien) ist von entscheidender Bedeutung, da es die gesetzliche Mindestvergütung für eingespeisten Windstrom festlegt und somit die kalkulatorische Basis für die Rentabilität der analysierten Windparks bildet.
Die Baldwin-Methode wird als modifizierter interner Zinsfuß genutzt, um Schwächen der klassischen Methode – wie unrealistische Annahmen über den Wiederanlagezins – auszugleichen und unterschiedliche Laufzeiten besser vergleichbar zu machen.
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