Diplomarbeit, 2001
110 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Was versteht man unter Krebs?
3. Krebs bei Kindern und Jugendlichen
3.1 Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen
3.1.1 Systemerkrankungen
3.1.1.1 Leukämie
3.1.1.2 Die HODGKINsche Krankheit
3.1.1.3 Die Non-HODGKIN-Lymphome
3.1.2 Tumoren im Kindesalter
3.1.2.1 Hirntumoren
3.1.2.2 Neuroblastom
3.1.2.3 Wilms-Tumor
3.1.2.4 Rhabdomyosarkom
3.1.2.5 Retinoblastom
3.1.2.6 Osteosarkom
3.1.2.7 Ewing-Sarkom
3.1.2.8 Keimzellentumoren
3.2 Mögliche Ursachen von Krebs bei Kindern und Jugendlichen
3.3 Behandlungsmöglichkeiten bei Krebserkrankung
3.3.1 Operation
3.3.2 Chemotherapie
3.3.3 Bestrahlung
3.3.4 Knochenmarktransplantation
4. Sozialarbeit im Krankenhaus
5. Sozialarbeit auf der Onkologie
5.1 Die unterschiedlichen Krankheitsphasen
5.1.1 Diagnose und Erstgespräch
5.1.2 Behandlungsphase
5.1.3 Remissionsphase
5.1.4 Rezidivphase
5.1.5 Tod des Kindes
5.2 Motivationsprobleme
5.3 Situation des Kindes
5.4 Anforderungen an die Eltern
5.5 Verhalten und Probleme der Geschwister
5.6 Was tun bei einem Behandlungsabbruch?
5.7 Sozialleistungen
5.7.1 Zuzahlungen
5.7.1.1 Arzneimittel
5.7.1.2 Heilmittel
5.7.1.3 Hilfsmittel
5.7.1.4 Fahrtkosten
5.7.1.5 Härtefälle
5.7.2 Pflegekosten
5.7.2.1 Krankenhauspflege
5.7.2.2 Häusliche Krankenpflege
5.7.3 Haushaltshilfe
5.7.4 Arbeitsfreistellung und Krankengeld
5.7.5 Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen
5.7.6 Soziale Pflegeversicherung
5.7.6.1 Pflegebedürftigkeit
5.7.6.2 Leistungen für die häusliche Pflege
5.7.7 Schwerbehindertenausweis
6. Klinikschule
7. Nachsorge
7.1 Die Waldpiraten – ein Camp der Deutschen Kinderkrebsstiftung
7.2 Nachsorgeklinik Tannheim
8. Spätfolgen
9. Schlusswort
Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Herausforderungen für krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Familien und beleuchtet dabei die essenzielle Rolle der psychosozialen Sozialarbeit im klinischen Umfeld. Der Fokus liegt auf der Krankheitsbewältigung, der Unterstützung während unterschiedlicher Krankheitsphasen sowie der Bedeutung von Rehabilitationsmaßnahmen.
Diagnose und Erstgespräch
Wenn Eltern mitgeteilt bekommen, dass ihr Kind Krebs hat, stürzt eine Welt zusammen. Bei der Diagnose ist das Gefühl der Hilflosigkeit normal. Viele Eltern wissen von diesem Diagnosegespräch nichts mehr außer der eigentlichen Diagnose. Typisch nach einer Krebsdiagnose ist ein massiver emotionaler Schock, Ärger und Misstrauen gegenüber den Ärzten. Mütter weinen im Diagnosegespräch oft oder zeigen andere heftige Verzweiflungsreaktionen, während Väter meist gefasst sind und sich beschützend verhalten. Mütter stellen sich danach aber schneller auf die neue Situation und die stationäre Behandlung des Kindes ein.
Viele Eltern wollen es einfach nicht wahrhaben, dass ausgerechnet ihr Kind diese lebensbedrohliche Krankheit haben soll. Die Eltern machen sich auf die Suche nach weiteren Informationen, wollen vielleicht noch eine Bestätigung der Diagnose. Es sollte den Eltern aber immer wieder verdeutlicht werden, dass es bei einer Krebserkrankung im Kindesalter keine Alternativen zur Schulmedizin gibt. Die Eltern müssen begreifen, dass ihr Kind an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet, die ohne Behandlung schon innerhalb weniger Wochen zum Tod führt. Eltern und Kind, aber auch Geschwister müssen viel über die Krankheit lernen, was die Therapie bewirken kann oder soll, was Leukozyten oder Thrombozyten sind, wie man bis zu einem Dutzend Tabletten am Tag schluckt oder wie man mit einem Tropfständer über die Station „rast“.
Oft beschuldigen die Eltern sich gegenseitig, eventuell an der Erkrankung des Kindes schuld zu sein. Auch eine Abspaltung der Gefühle gegenüber der Krankheit tritt häufig ein. Ziel des Erstgespräches ist deshalb vor allem die Informationsvermittlung. Die Stärken und Schwächen der Familie und des kleinen Patienten sollen eingeschätzt werden. Wichtig ist auch das Verlagern des Blickes von der Furcht vor dem Tod hin zum Kampf um das Leben.
1. Einleitung: Die Autorin führt in die Thematik der Krebserkrankungen im Kindesalter ein und erläutert die Bedeutung der Sozialarbeit unter Einbeziehung persönlicher Erfahrungen.
2. Was versteht man unter Krebs?: Dieses Kapitel definiert Krebserkrankungen als bösartige Zellwucherungen und differenziert zwischen Krebs bei Kindern und Erwachsenen.
3. Krebs bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden medizinische Grundlagen, verschiedene Krebsarten sowie moderne Behandlungsmethoden wie Chemotherapie und Bestrahlung detailliert dargestellt.
4. Sozialarbeit im Krankenhaus: Das Kapitel beschreibt den Aufgabenbereich und die methodischen Ansätze des Sozialdienstes in der klinischen Versorgung von onkologischen Patienten.
5. Sozialarbeit auf der Onkologie: Ein zentraler Teil, der die psychosoziale Begleitung in den verschiedenen Krankheitsphasen und die spezifische Unterstützung von Familien und Geschwistern behandelt.
6. Klinikschule: Fokus auf die Bedeutung der schulischen Kontinuität und die Rolle des Unterrichts während eines Krankenhausaufenthaltes.
7. Nachsorge: Vorstellung von familienorientierten Rehabilitationsangeboten und spezialisierten Einrichtungen wie dem Camp „Waldpiraten“ und der Nachsorgeklinik Tannheim.
8. Spätfolgen: Kurzer Ausblick auf die langfristigen psychischen und sozialen Herausforderungen, denen Familien auch nach der Akuttherapie gegenüberstehen.
9. Schlusswort: Ein persönliches Resümee der Autorin über die Bedeutung der professionellen Unterstützung im Kampf gegen die Krankheit.
Krebserkrankung, Kindesalter, Sozialarbeit, Onkologie, Krankheitsbewältigung, Coping, Psychosoziale Beratung, Geschwister, Rehabilitation, Klinikschule, Diagnose, Nachsorge, Sozialleistungen, Unterstützung, Familie
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von krebskranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien und der unterstützenden Rolle der Sozialarbeit in diesem Prozess.
Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen, die psychische Krankheitsbewältigung, die Einbindung der Familie, die Unterstützung von Geschwistern und die sozialrechtliche Beratung.
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Methoden der Sozialarbeit darzustellen, um betroffene Familien in ihrer schwierigen Lebenssituation kompetent zu begleiten und zu stabilisieren.
Es handelt sich um eine fachliche Auseinandersetzung, die auf medizinischer und psychologischer Fachliteratur sowie persönlichen Erfahrungswerten der Autorin basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Krankheitsbildes, der Behandlungsphasen, der Anforderungen an Eltern und Geschwister sowie die psychosoziale Unterstützung im Klinikalltag und in der Rehabilitation.
Krebserkrankung, Krankheitsbewältigung, Sozialarbeit, Familie, Rehabilitation, Geschwister, Psychosoziale Betreuung.
Sie sorgt dafür, dass der Kontakt zur Schule nicht abbricht, und bietet einen strukturierten Rahmen, der die Wiedereingliederung in das normale Leben unterstützt.
Geschwisterkinder fühlen sich oft vernachlässigt oder schuldig; sie benötigen eigene Unterstützung, um die familiäre Krise zu bewältigen und den Kontakt zum kranken Bruder oder der Schwester gesund aufrechtzuerhalten.
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