Diplomarbeit, 2005
105 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Aussiedler in der Bundesrepublik
2.1 Rechtliche Stellung der Aussiedler
2.2 Zur Geschichte der Aussiedler
2.3 Ausreisemotive
2.4 Integration jugendlicher Aussiedler aus den ehemaligen GUS-Staaten
2.4.1 Die Bedeutung der Familie im Integrationskontext
2.4.2 Die ersten Freundschaften
2.4.3 Ausbildungs- und Schulsituation
2.4.4 Die Sprache als Voraussetzung für die Integration
2.4.5 Die Bedeutung von Wohnumfeld und Wohnverhältnissen für die Integration
2.4.6 Drogenproblematik
2.4.7 Das wachsende Konfliktpotential
2.5 Schlussfolgerungen
3. Festlegung der Forschungsmethodik
3.1 Qualitative Forschungsmethoden
3.1.1 Fokussierte Interview
3.1.2 Das narrative Interview
3.1.3 Teilnehmende Beobachtung
3.1.4 Fotografie
3.1.5 Subjektive Landkarte
3.2 Eigene methodische Vorgehensweise
3.2.1 Auswahl der Methoden
3.2.2 Schwierigkeiten während der methodischen Vorgehensweise
3.3 Auswertung der Untersuchungsergebnisse
4. Das gewonnene Material der Fallstudie
4.1 Portrait von Sergej
4.2 Kindheit in der ehemaligen Sowjetunion
4.2.1 Der familiäre Kontext
4.2. 2 Wirtschaftliche Situation der Familie in der ehemaligen Sowjetunion
4.2.3 Sergejs Freizeitverhalten in der ehemaligen UdSSR
4.3 Aufwachsen in der Bundesrepublik Deutschland
4.3.1 Übersiedlung nach Deutschland
4.3.2 Die Sprachbarriere
4.3.3 Die Erziehungskontroverse
4.3.4 Freunde
4.3.5 Die gewonnene Freizeit
4.3.6 Beziehungen zum anderen Geschlecht
4.3.7 Schulische Leistungen
4.3.8 Suchtproblematik
4.3.9 Der Umgang mit Gewalt
4.3.10 Konsumverhalten
5. Analyse des gewonnenen Materials
5.1 Ankunft in der Bundesrepublik
5.2 Sergejs Stellung in der Familie
5.3 Entstehung einer neuen Szene
5.4 Ich spreche Deutsch-Ich bin jetzt in Deutschland
5.5 Zukunftsperspektiven
6. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht den Lebensalltag eines jugendlichen Aussiedlers aus den ehemaligen GUS-Staaten mithilfe einer qualitativen Einzelfallstudie, um biographische und soziale Integrationsprozesse besser zu verstehen. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich die Integration im schulischen, familiären und sozialen Bereich nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Deutschland gestaltet und welche Rolle dabei die kulturelle Identität spielt.
4.3.1 Übersiedlung nach Deutschland
Mit acht Jahren kam Sergej zusammen mit seinen Eltern nach Deutschland. An die Übersiedlung konnte er sich nicht genau erinnern:
„Wo wir hingekommen sind, keine Ahnung weiß ich nicht mehr“ (vgl. MB, S. 14; Z. 99).
Im Aufnahmelager in B-Stadt blieb die Familie einige Zeit; Sergej konnte den Zeitraum nicht genau einschätzen. Nach ca. vier Monaten bekam die Familie eine Sozialwohnung in D-Stadt zugewiesen:
„.und dann paar Monate später sind wir nach D-Stadt gezogen und da bin ich in die Grundschule gegangen, und ab da ging es aufwärts“ (vgl. MB, S.14; Z.109-110).
Sergejs Mutter war mit der neuen Umgebung und anfänglichen bürokratischen Schwierigkeiten überfordert. Da sie ebenfalls an einen wohlhabenden Lebensstandard gewöhnt war und ihre Existenz in Russland nicht ganz aufgegeben hatte, kehrte sie mit Sergej nach ein paar Monaten Aufenthalt in Deutschland in ihre Heimatstadt zurück.
1. Einleitung: Stellt das Thema der Integration von Aussiedlern vor und formuliert die Ziele der Arbeit.
2. Aussiedler in der Bundesrepublik: Bietet einen Überblick über den Forschungsstand, die rechtliche Stellung und Integrationsproblematiken.
3. Festlegung der Forschungsmethodik: Erläutert die theoretischen Grundlagen qualitativer Forschung und die eigene Vorgehensweise.
4. Das gewonnene Material der Fallstudie: Präsentiert die empirischen Ergebnisse der Fallstudie deskriptiv.
5. Analyse des gewonnenen Materials: Interpretiert die Daten und gleicht diese mit wissenschaftlicher Literatur ab.
6. Resümee: Diskutiert kritisch die Forschungsmethode und die Ergebnisse.
Aussiedler, Russlanddeutsche, Integration, Identität, Sozialisation, Jugendhilfe, Schulerfolg, Cliquenbildung, Migration, Fallstudie, Qualitative Forschung, Suchtprävention, Sprachbarriere, Akkulturation, Lebenswelt
Die Arbeit befasst sich mit der Integration eines jugendlichen Aussiedlers aus der ehemaligen Sowjetunion in die deutsche Gesellschaft.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Übersiedlung auf die Identität, der Einfluss der Familie, die schulische Situation sowie die Entstehung von Cliquen unter Aussiedlerjugendlichen.
Das Ziel ist es, Einblicke in biographische und soziale Prozesse eines jugendlichen Aussiedlers zu gewinnen und diese mit wissenschaftlichen Wissensbeständen zu verknüpfen.
Die Autorin wählt eine qualitative Einzelfallstudie, die Methoden wie das narrative Interview, die teilnehmende Beobachtung und die Erstellung subjektiver Landkarten umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Aussiedlerproblematik und eine empirische Analyse des Alltags des jugendlichen Probanden Sergej.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Aussiedler, Integration, Identitätsbildung, qualitative Sozialforschung und Lebenswelt aus.
Die Familie fungiert als wichtige emotionale Stütze und zentraler Ort der Identitätsfindung, auch wenn die Ablösung im Pubertätsalter durch die schwierige Integrationssituation erschwert wird.
Die Gruppenbildung dient als Ersatz für die verlorene Heimat und bietet Sicherheit sowie Schutz vor Diskriminierung in der Aufnahmegesellschaft.
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