Diplomarbeit, 2006
83 Seiten, Note: 2,3
1. Situationsanalyse und Zielsetzung
1.1 Historischer Rückblick in die Datenintegration
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Keine einheitliche Kundensicht durch operative Systeme
2.1 Operative versus dispositive Daten
2.2 Datenaufgaben und -prozesse
2.3 Datenqualitäts- und -integrationsprobleme
3. Stammdatenmanagement
3.1 Unterschiedliche Sichtweisen
3.2 Herausforderungen an ein effizientes Stammdatenmanagement
3.2.1 Einführungsanforderungen und Funktionsvielfalt
3.2.2 Systemintegration versus Datenintegration
3.3 SAP Master Data Management
3.3.1 Enterprise Service Architecture
3.3.2 SAP MDM-Komponenten
3.3.3 SAP MDM – abschließende Beurteilung
3.4 Hyperion System 9 BI-Plattform
3.4.1 Business Performance Management
3.4.2 Vorteile des Hyperion-Ansatzes
3.5 Hyperion System 9 MDM - Funktionsvielfalt
3.6 Hyperion-MDM-Lösung – abschließende Beurteilung
4. Customer Data Integration
4.1 CDI – Grundlagen und Begriffsabgrenzung
4.2 Customer Data Integration - Marktübersicht
4.2.1 Marktstellung - CDI
4.2.2 Entstehung von kombinierten CDI-Lösungen
4.3 Customer Data Integration: Bewertungskriterien
4.3.1 Anforderungen an die Unternehmen
4.3.2 Bewertungskriterien
4.4 Customer Data Integration – Implementierungsarten im Vergleich
4.4.1 Wichtige Vorbedingungen
4.4.2 Customer-Built Data Hub
4.4.3 Fixed Transaction Hub
4.4.4 Match & Link Cross-Reference Hub
4.4.5 Adaptive Transaction Hub
5. Customer Data Integration - Produktübersicht
5.1 Oracle Customer Data Hub
5.1.1 Anbieterprofil
5.1.2 Produkt- und Funktionsvielfalt
5.1.3 Abschließende Beurteilung
5.2 DWL Customer™
5.2.1 Anbieterprofil
5.2.2 Produkt- und Funktionsvielfalt
5.2.3 Abschließende Beurteilung
5.3 Siebel Universal Customer Master
5.3.1 Anbieterprofil
5.3.2 Produkt- und Funktionsvielfalt
5.3.3 Abschließende Beurteilung
6. Management Summary
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch "Customer Data Integration" (CDI) eine einheitliche und in Echtzeit verfügbare Kundensicht in einer heterogenen IT-Umgebung realisieren können. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche CDI-Implementierungsansätze und Produkte führender Softwareanbieter existieren, anhand welcher Kriterien diese bewertet werden können und welche Stärken und Schwächen diese Lösungsansätze aufweisen.
1.1 Historischer Rückblick in die Datenintegration
Integration ist ein „Urthema“ der Wirtschaftsinformatik. Bereits in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden mit dem Kölner Integrationsmodell sowie den Arbeiten von Scheer und Mertens Integrationsansätze mit dem Ziel einer detaillierten, möglichst vollständigen, unternehmensweiten Modellierung von Daten bzw. Funktionen als Grundlage der Entwicklung integrierter Anwendungssysteme erarbeitet. Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts erlebte diese Diskussion in Zusammenhang mit unternehmensweiten (Daten-)Modellen und computerintegrierter Fertigung einen ersten Höhepunkt. Neben rein daten-, datenfluss-, funktions-, prozess-, methoden- oder programmorientierten Integrationsansätzen wurden Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts Gesamtarchitekturen mit einer Vielzahl von Integrationssichten und –ebenen vorgeschlagen [MAUR03, S. 4].
Der Euphorie hochintegrierter Gesamtmodelle folgte jedoch bald die Ernüchterung, dass monolithische Integrationsmodelle in komplexen Organisationen nicht mit vertretbarem Aufwand erstellt und insbesondere gewartet werden können. Einerseits fehlten für einige Modelle die dazu notwendigen Verdichtungs- und Verfeinerungsoperationen. Andererseits schien die Tendenz zu dezentraler Informationsverarbeitung den Sinn unternehmensweiter Modelle grundsätzlich in Frage zu stellen [MAUR03, S 4].
1. Situationsanalyse und Zielsetzung: Einführung in die Problematik der Datenintegration innerhalb heterogener IT-Landschaften und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2. Keine einheitliche Kundensicht durch operative Systeme: Untersuchung der technischen und organisatorischen Ursachen für fragmentierte Kundendaten und mangelnde Datenqualität in operativen IT-Umgebungen.
3. Stammdatenmanagement: Analyse der theoretischen Grundlagen des Master Data Managements und detaillierte Untersuchung der Produktlösungen von SAP und Hyperion.
4. Customer Data Integration: Definition des CDI-Begriffs, Marktüberblick, Herleitung von Bewertungskriterien sowie Vergleich verschiedener Implementierungsarten (Hub-Modelle).
5. Customer Data Integration - Produktübersicht: Detaillierte Vorstellung und Bewertung der CDI-Hub-Produkte von Oracle, DWL und Siebel anhand der erarbeiteten Kriterien.
6. Management Summary: Zusammenfassende Bewertung der untersuchten CDI-Konzepte und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Integrationstechnologien.
Customer Data Integration, Stammdatenmanagement, Master Data Management, Datenqualität, Datenintegration, Kundensicht, Data Hub, Service-Oriented Architecture, Business Intelligence, Enterprise Resource Planning, Datenkonsistenz, IT-Infrastruktur, Oracle Customer Data Hub, DWL Customer, Siebel Universal Customer Master.
Die Arbeit behandelt Datenintegrationskonzepte, insbesondere Customer Data Integration (CDI) und Stammdatenmanagement (MDM), als Lösung für die Herausforderungen, die durch fragmentierte und redundante Daten in modernen Unternehmens-IT-Landschaften entstehen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die technologischen Herausforderungen der System- und Datenintegration, das Management von Stammdaten sowie die spezifische Architektur und Implementierung von "Customer Data Hubs" zur Erzielung einer einheitlichen Kundensicht.
Das Ziel ist es, auf Basis definierter Bewertungskriterien einen Überblick über den Markt für CDI-Produkte zu geben und drei führende Hub-Lösungen von Oracle, DWL und Siebel zu analysieren und zu vergleichen.
Es handelt sich um einen analytischen Produktvergleich. Die Arbeit stützt sich dabei auf eine Literaturanalyse und auf Ergebnisse aus Marktstudien (z.B. Forrester, Gartner, CDI-Institut) sowie Unternehmensquellen der Softwarehersteller.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse, die theoretischen Grundlagen des Stammdatenmanagements inklusive Softwarelösungen (SAP, Hyperion), eine detaillierte Ausarbeitung der CDI-Kriterien und Implementierungsarten sowie den praktischen Produktvergleich der CDI-Hubs.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Customer Data Integration, Master Data Management, Datenqualität, Data Hub, SOA (Service-Oriented Architecture) und Kundensicht.
Im Gegensatz zu fixen oder rein auf Registrierung basierenden Hubs zeichnet sich der Adaptive Transaction Hub durch eine hohe Flexibilität aus, da er nicht auf ein starres Datenmodell beschränkt ist und durch ein metadatengesteuertes Framework schrittweise an Unternehmensanforderungen angepasst werden kann.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass alle drei untersuchten Lösungen (Oracle, DWL, Siebel) Stärken und Schwächen aufweisen. Während Oracle für Anwender des eigenen Portfolios vorteilhaft ist, gilt DWL als Marktführer bei operativen CDI-Lösungen und Siebel als starker Anbieter für umfassende Application Suiten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

