Diplomarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 2,3
KAPITEL 1 EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION DIESER ARBEIT
1.2 AUFBAU UND ZIELSETZUNG
KAPITEL 2 PROFIFUßBALL AUS ÖKONOMISCHER SICHT
2.1 ORGANISATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1.1 Der Deutsche Fußball-Bund (DFB)
2.1.2 Die Fußballklubs: Vereine und Kapitalgesellschaften
2.1.3 Die Fußballspieler
2.2 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.2.1 Erlöse von Fußballunternehmen
2.2.1.1 Stadion
2.2.1.2 Übertragungsrechte
2.2.1.3 Werbung und Sponsoring
2.2.1.4 Merchandising
2.2.2 Aufwendungen von Fußballunternehmen
2.2.2.1 Personal
2.2.2.2 Spielbetrieb
2.3 BRANCHENSPEZIFISCHE BESONDERHEITEN
2.3.1 Zielfunktion
2.3.2 Überinvestitionstendenzen
2.3.3 Zusammenhang zwischen Finanzkraft und sportlichem Erfolg
2.3.4 Umverteilung und Wettbewerb
2.3.5 Prognoseunsicherheit
2.3.6 Rechtsformwahl und Aktionärsrechte
KAPITEL 3 ERMITTLUNG DES UNTERNEHMENSWERTES
3.1 WERTKONZEPTIONEN
3.2 BEWERTUNGSVERFAHREN UND IHRE EIGNUNG IN BEZUG AUF FUßBALLUNTERNEHMEN
3.2.1 Kapitalwertbasierte Bewertung
3.2.1.1 Konzeptionelle Grundlagen
3.2.1.2 APV-Ansatz
3.2.1.3 WACC-Ansatz
3.2.1.4 TCF-Ansatz
3.2.1.5 Equity-Ansatz
3.2.1.6 Allgemeine Einschätzung
3.2.1.7 Eignung in Bezug auf Fußballunternehmen
3.2.2 Marktpreisbasierte Bewertung
3.2.2.1 Auswahl vergleichbarer Unternehmen
3.2.2.2 Ermittlung von Marktwerten
3.2.2.3 Multiplikatorauswahl und -berechnung
3.2.2.4 Wertermittlung
3.2.2.5 Allgemeine Einschätzung
3.2.2.6 Eignung in Bezug auf Fußballunternehmen
3.2.3 Vermögensbasierte Bewertung
3.2.3.1 Substanzwert
3.2.3.2 Liquidationswert
3.2.3.3 Allgemeine Einschätzung
3.2.3.4 Eignung in Bezug auf Fußballunternehmen
3.2.4 Optionsbasierte Bewertung
3.2.4.1 Realoptionsarten und -bewertung
3.2.4.2 Allgemeine Einschätzung
3.2.4.3 Eignung in Bezug auf Fußballunternehmen
3.3 KAPITALWERTBASIERTE BEWERTUNG: WERTKOMPONENTEN
3.3.1 Prognose der Zukunftserfolge in der Detailplanungsphase
3.3.1.1 Allgemeines Vorgehen
3.3.1.2 Anwendung auf Fußballunternehmen
3.3.1.3 Exkurs: Prognose des sportlichen Erfolgs
3.3.2 Prognose der Zukunftserfolge in der Fortführungsphase
3.3.2.1 Allgemeines Vorgehen
3.3.2.2 Anwendung auf Fußballunternehmen
3.3.3 Prognose der Eigenkapitalkosten
3.3.3.1 Allgemeines Vorgehen
3.3.3.2 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
3.3.3.3 Berücksichtigung der Kapitalstruktur
3.3.3.4 Berücksichtigung persönlicher Steuern
3.3.3.5 Anwendung auf Fußballunternehmen
KAPITEL 4 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung verschiedener betriebswirtschaftlicher Bewertungsverfahren für die Ermittlung des Unternehmenswerts von Fußballkapitalgesellschaften, unter Berücksichtigung der spezifischen ökonomischen Rahmenbedingungen und der Prognoseunsicherheit im Profifußball.
2.3.1 Zielfunktion
Um das Verhalten von Nachfragern analysieren zu können, müssen zunächst einmal deren Ziele untersucht werden. Dabei wird zwischen finanzwirtschaftlichen Zielen (wirtschaftlicher Erfolg: Gewinn, Rentabilität, finanzielle Unabhängigkeit) sowie leistungswirtschaftlichen Zielen (sportlicher Erfolg: nationale und internationale Wettbewerbe, ausgeglichener Ligawettbewerb, künstlerisch-schöne Spielweise) unterschieden. Grundsätzlich unterstellen ökonomische Modelle regelmäßig, dass Unternehmen sich an monetären Zielsetzungen orientieren. Diese Annahme bedarf im Fußball einer genaueren Überprüfung, denn eingetragene Vereine dürfen aufgrund ihrer Rechtsform ausschließlich gemeinnützige Ziele verfolgen. So heißt es etwa in § 2 der Satzung von Schalke 04: „Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. [...] Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile oder sonstige Zuwendungen aus Mitteln des Vereins“.
Weder Mitglieder noch Vereinsvorstände haben daher einen besonderen Anreiz, effizient zu wirtschaften, da sie weder an erwirtschafteten Gewinnen noch anfallenden Verlusten partizipieren. Die Motivation für das ehrenamtliche Engagement von Vereinsverantwortlichen sind vielmehr nicht-monetäre Gegenleistungen (beispielsweise Prestige), weil diese häufig in der Öffentlichkeit stehen. Je spektakulärer und teurer ein Spielertransfer, desto häufiger kann sich das Vereinsmanagement auf den Repräsentationsbühnen zeigen und dadurch seinen persönlichen Nutzen steigern. Auftretende negative Effekte werden hingegen vollständig vom Vereinsvermögen aufgefangen. Opitz (2003) spricht in diesem Zusammenhang davon, dass „Vereinsverantwortliche die Befriedigung ihrer Selbstdarstellung in geradezu idealer Weise über den Verein fremd finanzieren“ können.
KAPITEL 1 EINLEITUNG: Motivation und Zielsetzung der Arbeit zur Bewertung von Fußballunternehmen vor dem Hintergrund ihrer besonderen Struktur und Professionalisierung.
KAPITEL 2 PROFIFUßBALL AUS ÖKONOMISCHER SICHT: Analyse der organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Profifußballs sowie branchenspezifischer Besonderheiten.
KAPITEL 3 ERMITTLUNG DES UNTERNEHMENSWERTES: Vorstellung und kritische Untersuchung verschiedener Bewertungsverfahren (Kapitalwert-, marktpreis-, vermögens- und optionsbasierte Ansätze) hinsichtlich ihrer Eignung für Fußballkapitalgesellschaften.
KAPITEL 4 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Bewertungsmethoden und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Unternehmensbewertung, Fußballkapitalgesellschaften, Profifußball, DCF-Verfahren, Multiplikatorverfahren, Kapitalkosten, sportlicher Erfolg, Finanzkraft, Marktpreis, Realoptionen, Lizenzspielerabteilung, Unternehmenswert, Prognoseunsicherheit, Vereinsstrukturen, Kapitalmarkt.
Die Arbeit widmet sich der Herausforderung, den Unternehmenswert von Fußballkapitalgesellschaften zu ermitteln, da diese Branche durch spezifische ökonomische Rahmenbedingungen von anderen Wirtschaftsbereichen abweicht.
Die Arbeit behandelt die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Erlös- und Kostenstrukturen von Klubs, die Besonderheiten der Zielfunktion, sowie die Anwendbarkeit verschiedener klassischer Bewertungsmodelle.
Das Hauptziel ist es, ein Fundament für ein vereinsspezifisches Bewertungsmodell zu schaffen, das Praktikern hilft, die Schwierigkeiten der Bewertung in dieser Branche zu erkennen und angemessen zu berücksichtigen.
Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Analyse der gängigen Bewertungsmethoden (DCF, Multiplikatoren etc.) und vergleicht diese mit den realen Bedingungen des deutschen und europäischen Profifußballmarktes.
Im Hauptteil werden zunächst die ökonomischen Grundlagen erläutert und anschließend vier Bewertungsansätze – kapitalwertbasiert, marktpreisbasiert, vermögensbasiert und optionsbasiert – detailliert auf ihre Eignung für Fußballvereine hin untersucht.
Die zentralen Begriffe sind Unternehmensbewertung, Fußballkapitalgesellschaften, Profifußball, DCF-Verfahren, Multiplikatorverfahren und die Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg.
Das DCF-Verfahren gilt als theoretisch überlegen und dynamisch. Trotz der hohen Prognoseunsicherheit im Fußball wird es als am ehesten geeignet eingestuft, sofern eine fundierte Analyse der Werttreiber erfolgt.
Der sportliche Erfolg ist eine der wichtigsten Determinanten für die Einnahmen (z.B. TV-Rechte, Preisgelder). Die Arbeit betont, dass dieser Erfolg eine Schlüsselfunktion für die wirtschaftliche Entwicklung und somit für die Bewertung einnimmt.
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