Magisterarbeit, 2006
118 Seiten, Note: 2,2
I. Einleitung
1. Vorwort
1.1. Forschungskontext
1.2. Struktur der Argumentation
1.3. Genaue Umstände, die bei dieser Arbeit geklärt werden.
1.4. Eingrenzung des Gegenstandes
II. Integration von Bildungsausländern
1. Bildungsausländer - Bildungsinländer
2. Die Situation von Bildungsausländer-Studierenden
2.1. Daten zur internationalen Mobilität von Studenten
2.2. Schwierigkeiten beim Studium
2.3. Die Finanzierung des Studiums von Deutschen und Bildungsausländern
2.4. Die Bildungsausländer an bayerischen Hochschulen
2.5. Bildungsausländer an der Ludwig-Maximilians-Universität München
3. Ausgewählte Institutionen, die mit der Integration betraut sind
3.1. Rechtlicher und institutioneller Rahmen für Bildungsausländer an Hochschulen.
3.1.1. Der DAAD
3.1.2. Das Studentenwerk
3.1.3. Das Studienkolleg
3.2. Zusammenfassung
4. Integration
4.1. Der Begriff Integration
4.2. Politische Ansätze der Integration
4.3. Pädagogisch relevante Studien und Modelle der Integration
4.4. Interventionen
4.5. Identität
4.6. Soziologische Modelle der Integration
4.7. Integration und Partizipation
4.8. Zusammenfassung
III. Die eigene Untersuchung
1. Zur Methode
1.1. Stichprobe
1.2. Datenerhebung
1.3. Auswertung
IV. Ergebnisse der Untersuchung
1. Deskriptive Darstellung der sozialen Situation der Bildungsausländer
2. Die qualitative Auswertung der Interviews nach den aus den Interviews generierten Kategorien
2.1. Erste Eindrücke und Erfahrungen in Deutschland
2.1.1. Kulturschock
2.1.1.1. Vergleich zur Kategorie Kulturschock
2.1.1.2. Diskussion
2.1.2. Herangehensweise zur Anmeldung bei der Einwohnermeldebehörde
2.1.2.1. Vergleich
2.1.2.2. Diskussion
2.1.3. Herangehensweise bei der Anmeldung zur Universität.
2.1.3.1. Vergleich
2.1.3.2. Diskussion
2.2. Diskriminierung von Bildungsausländern
2.2.1. Vergleich
2.2.2. Diskussion
2.3. Die Einstellung Bayern gegenüber
2.3.1. Vergleich
2.3.2. Diskussion
2.4. Einstellung dem Studium Gegenüber
2.4.1. Vergleich und Diskussion
2.5. Studienkolleg
2.5.1. Vergleich
2.5.2. Diskussion
3. Theoriegeleitete Kategorien
3.1. Sozialstrukturelle Verortung
3.1.1. Vergleich
3.1.2. Diskussion
3.2. Soziopolitische Partizipation
3.2.1. Diskussion
3.3. Soziale Partizipation
3.3.1. Vergleich
3.3.2. Diskussion
3.4. Sozialkulturelle Partizipation
3.4.1. Vergleich
3.4.2. Diskussion
V. Schluss
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Situation und die Integrationsprozesse von Bildungsausländern an bayerischen Hochschulen zu untersuchen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht dabei, wie Bildungsausländer, insbesondere aus asiatischen und lateinamerikanischen Ländern, an der Hochschule und in der Gesellschaft partizipieren und welche Faktoren ihre Integration beeinflussen.
1.1. Forschungskontext
Während in den Bereichen der Gesellschaft, Politik und Schulbildung, besonders mit dem Schwerpunkt Migrantenkinder, das Thema Integration umfangreiche Untersuchungen existieren, so wird die Integration von Bildungsausländern an Hochschulen weniger untersucht. Die Internationalisierung von Hochschulbildung hingegen im Zuge der Globalisierung sehr gut dargestellt. Ältere Studien untersuchen die Integration hauptsächlich im Hinblick auf die Probleme, die ausländische Studenten in Deutschland haben. Während neuere Untersuchungen die Systematik genauer erfassen und Prozesse der Integration darstellen.
Auf die Notwendigkeit der Verbesserung der Integration weist schon Abu Laila (1981) hin, er untersucht die Motive und Gründe für das Studium in Deutschland und die Situation der ausländischen Studenten, mit einem besonderen Fokus auf die sozialen Kontakte zur deutschen Bevölkerung am Beispiel Clausthal - Zellerfeld und Göttingen. In dieser empirischen Studie wird ebenso die Problematik der Rückanpassung im Heimatland bei Beendigung des Studiums untersucht. Er betrachtet die Situation der Studenten hauptsächlich im Hinblick auf theoretische Anpassungsmodelle. Dies hat zur Folge, dass hauptsächlich der Anpassungsdruck der damaligen Zeit deutlich wird. Die Hypothesen, die aufgestellt werden, haben hauptsächlich allgemeinen Charakter, wie beispielsweise, dass Frustration die Integration negativ beeinflusst. Abu Laila geht nicht auf die praktische Umsetzung seiner Erkenntnisse ein.
Kotenkar (1980) beschäftigt sich mit dem Studium ausländischer Studenten am Beispiel der Universität Frankfurt. Er untersucht das Studium als einen Sozialisationsprozess und behandelt hauptsächlich die Konflikte der Studenten mit den Normen und Werten in Deutschland. Auch diese Arbeit fußt auf der Auffassung der Anpassung. Es werden Lernprozesse der Studenten unter demütigenden Bedingungen dargestellt. Auch Kotenkar verzichtet auf Verbesserungsvorschläge für die Praxis und stellt seine Ergebnisse dar, ohne sie weiter zu diskutieren oder sie in den Forschungsstand einzuordnen.
I. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der Integration von Bildungsausländern ein, erläutert den Forschungskontext und definiert die Fragestellung sowie die Eingrenzung des Gegenstandes.
II. Integration von Bildungsausländern: Hier werden die Situation der ausländischen Studierenden, die Rolle zentraler Institutionen wie DAAD und Studienkolleg sowie theoretische Modelle zur Integration und Partizipation detailliert dargestellt.
III. Die eigene Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, den Stichprobenplan und die Datenerhebungsmethoden mittels problemzentrierter Interviews.
IV. Ergebnisse der Untersuchung: Dieser Hauptteil präsentiert die deskriptive Darstellung der Lebenssituation der Befragten sowie die qualitative Auswertung ihrer Erfahrungen hinsichtlich Kulturschock, Diskriminierung, Studienmotivation und Partizipation.
V. Schluss: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Partizipation am Arbeitsmarkt, die Rolle der Institutionen und die Bedeutung von Beratungsangeboten zusammen.
Bildungsausländer, Integration, Partizipation, Hochschulen, Bayern, Studienkolleg, Auslandsstudium, DAAD, Studentenwerk, Soziologische Modelle, Diskriminierung, Kulturschock, Interkulturelle Kompetenz, Sprachkompetenz, qualitative Forschung
Die Magisterarbeit untersucht die soziale Integration und die Partizipation von Bildungsausländern an bayerischen Hochschulen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Erfahrungen im Studienalltag.
Die Untersuchung umfasst die Lebenssituation der Studierenden, deren Erfahrungen mit Institutionen wie dem Studienkolleg, ihre Kontakte zur einheimischen Bevölkerung sowie die Herausforderungen bei der Integration in das deutsche Hochschulsystem.
Ziel ist es zu klären, wie Bildungsausländer – vor allem aus Asien und Lateinamerika – an Gesellschaft und Hochschule partizipieren und welche Hürden oder Unterstützungsfaktoren dabei eine Rolle spielen.
Der Autor führt eine qualitative Untersuchung auf Basis von 24 problemzentrierten Leitfadeninterviews durch, deren Ergebnisse nach der Methode der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert die deskriptive Lebenssituation der Studierenden sowie ihre Erfahrungen in Bereichen wie Kulturschock, Diskriminierungserlebnissen, der Einstellung zum Studienstandort Bayern und der fachlichen sowie sozialen Vorbereitung durch das Studienkolleg.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Integration, Partizipation, Bildungsausländer, Auslandsstudium, Studienkolleg und interkulturelle Anpassung beschreiben.
Das Studienkolleg wird als eine zentrale, aber ambivalent bewertete Institution beschrieben, die zwar Deutschkenntnisse und formale Grundlagen vermittelt, aber teilweise als verlängernde oder mangelhafte Vorbereitung auf die universitäre Praxis empfunden wird.
Die Studie deutet darauf hin, dass lateinamerikanische Studierende tendenziell kontaktfreudiger sind und stärkere soziale Netzwerke aufbauen, während asiatische Studierende häufiger in herkunftsorientierten Gruppen verbleiben und stärkere Herausforderungen bei der Kontaktaufnahme zu deutschen Studierenden beschreiben.
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