Diplomarbeit, 2004
167 Seiten, Note: 1,0
1. Problemanalyse und Ausgangslage
2. Was ist Qualität?
2.1. Definitionen
2.1.1. Qualität
2.1.2. Qualitätsmanagement
2.1.3. Qualitätssicherung
2.1.4. Qualitätsverbesserung/ Qualitätsentwicklung
2.2. Fazit
2.3. Methoden innerhalb des Qualitätsmanagements
2.4. Evaluierungsansätze und Modelle innerhalb der Weiterbildung
2.4.1. Definitionen und Funktionen von Evaluation
2.4.2. Evaluierungsansätze innerhalb öffentlicher Weiterbildungseinrichtungen
2.4.2.1. Qualitätskriterien des Deutschen Volkshochschulverbands
2.4.2.2. Qualitätskriterien der Qualitätsgemeinschaft Berufliche Weiterbildung der Region Köln
2.4.2.3. Qualitätskriterien des Vereins Weiterbildung Hamburg e.V.
2.4.3. Evaluierungsansätze innerhalb des betrieblichen Bildungswesens
2.4.3.1. Qualitätsanforderungen bei Siemens (vgl. Karl- Heinz Brehm 1995)
2.4.3.2. Ergebnisse einer explorativen Studie im Auftrag der „Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Weiterbildungsforschung“ von Rolf Arnold und Antje Krämer- Stürzl
2.5. Probleme bisheriger Modelle
3. Versuch einer Strukturierung und Erweiterung des herkömmlichen Qualitätsbegriffes für die betriebliche Weiterbildung
3.1. Theoretischer Hintergrund
3.1.1. Die Neurologische Informationsverarbeitung im Gehirn
3.1.2. Die Konstruktivistische Lehr-/ Lerntheorie
3.2. Folgerungen und Forderungen der Gehirnforschung und der Konstruktivistischen Lehr-/ Lerntheorie für die Praxis
4. Analyse förderlicher Indikatoren für die jeweiligen Qualitätsbereiche
4.1. Die Qualität des Trainers
4.1.1. Indikatoren für ein professionelles Trainerverhalten:
4.2. Die Qualität der Gruppendynamik
4.2.1. Indikatoren für pädagogische Qualität ( Gruppendynamik):
4.3. Die Qualität der Lehr- und Lernmethoden
4.3.1. Die Aufnahme von Informationen
4.3.1.1. Motivation als Voraussetzung für eine effektive Aufnahme von Informationen
4.3.1.2. Aufmerksamkeit als Voraussetzung für eine effektive Aufnahme von Informationen
4.3.2. Die Verarbeitung und Speicherung von Informationen
4.3.3. Die Anwendung von neu gelernten Informationen
4.3.4. Unterrichtsinnovationen als ausschlaggebenden Faktor für die Qualität der Lehr-/ Lernmethoden?
4.3.4.1. Der Umgang mit Problemen oder die „schlechte Innovation“
4.3.5. Indikatoren für Qualität der Lehr-/ Lernmethoden
4.4. Die Qualität der Medien
4.4.1. Indikatoren für Qualität der Medien
4.5. Die Qualität der Lernumgebung
4.5.1. Indikatoren für Qualität der Lernumgebung
4.6. Die Qualität der Teilnehmermitarbeit
4.6.1. Die Bildungsbedarfsanalyse
4.6.2. Indikatoren für Qualität der Teilnehmermitarbeit
4.7. Die Qualität der Führungskraft bezogen auf den Lernprozess ihrer Mitarbeiter
4.7.1. Indikatoren für Qualität der Führungskraft im Lernprozess ihrer MA
5. Entwicklung eines umfassenden Instrumentes zur Qualitätsentwickung und Qualitätsanalyse durch Selbst- oder Fremdevaluation
5.1. Die Anwendung und Auswertung des Instrumentes
5.2. Die Stärken und Schwächen des Instrumentes
6. Selbstevaluation mit Hilfe des QeQa- Instrumentes
6.1. Nähere Informationen zum Evaluationsgegenstand
6.2. Fazit der Selbstevaluation mithilfe des QeQa- Instrumentes
7. Schlussfolgerungen
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der Entwicklung eines Instrumentes zur Qualitätsentwicklung und -analyse in der betrieblichen Weiterbildung, mit dem primären Ziel, die Qualität von Weiterbildungsmaßnahmen unter Berücksichtigung individueller Lernprozesse und Transferleistungen ganzheitlich zu erfassen und zu optimieren.
3.1.1. Die Neurologische Informationsverarbeitung im Gehirn
Das Gehirn funktioniert wie ein komplexes Netzwerk und besteht im wesentlichen aus Nervenzellen (Neuronen), sowie aus Nervenfasern (Axonen) zwischen den Neuronen (Spitzer 2003, S. 51ff.).
Diese Nervenzellen sind auf das Speichern und Verarbeiten von Informationen spezialisiert. Schon bei der Geburt verfügt der Mensch über ca. 20 Milliarden Neuronen, deren Anzahl sich nicht mehr (wesentlich) im Laufe des Lebens verändert.
Nach FREDERIC VESTER sind die ersten drei Monate nach der Geburt entscheidend für die Entwicklung eines Grundmusters (Netzstruktur) im Gehirn, in welches alle späteren Informationen eingespeichert werden. Die ersten Verknüpfungen dienen dabei als Wegweiser für die folgenden Bahnen, Kontaktstellen und weiteren Verknüpfungen (Vester 1975, S.50).
In dieser kurzen Phase können sich die Gehirnzellen noch teilen und vermehren. Erstaunlicherweise hat man hier einen direkten Einfluß der Umwelt auf die Entwicklung der Verbindungen und Neuronen im Gehirn feststellen können.
“Die Zellen wachsen je nach der vorhandenen Umwelt anders!“ (Vester 1975, S. 38).
Jedes einzelne der 20 Milliarden Neuronen im Gehirn hat mit bis zu 10 000 weiteren Neuronen Verbindung, womit das Bild eines komplexen Netzwerkes deutlich wird. Volumenmäßig machen also diese Verbindungen den größten Teil unseres Gehirnes aus. Wenn wir nun von Lernen sprechen, bezieht sich dies nicht auf ein Zuwachs von Neuronen, sondern auf eine Zunahme der Verdrahtung der Neuronen untereinander oder auf eine Verstärkung der schon vorhandenen Nervenfasern. Lernen ist demnach ein stofflicher Vorgang, da für den Aufbau von Nervenfasern Proteine produziert werden (Vester 1975, S. 81).
1. Problemanalyse und Ausgangslage: Dieses Kapitel skizziert die Problematik einer einheitlichen Qualitätsdefinition in der Weiterbildung und rechtfertigt die Fokussierung auf die betriebliche Weiterbildung.
2. Was ist Qualität?: Hier werden grundlegende Definitionen von Qualität, Qualitätsmanagement und Evaluation in der Weiterbildung dargelegt und bisherige Modelle sowie deren Schwachstellen kritisch betrachtet.
3. Versuch einer Strukturierung und Erweiterung des herkömmlichen Qualitätsbegriffes für die betriebliche Weiterbildung: Das Kapitel verknüpft theoretische Erkenntnisse aus der Neurologie und dem Konstruktivismus mit der betrieblichen Weiterbildungspraxis, um ein fundiertes Verständnis für effektive Lernprozesse zu schaffen.
4. Analyse förderlicher Indikatoren für die jeweiligen Qualitätsbereiche: Hier erfolgt eine detaillierte Aufschlüsselung qualitätsfördernder Indikatoren für sieben Bereiche, darunter Trainer, Methoden, Medien und Lernumgebung.
5. Entwicklung eines umfassenden Instrumentes zur Qualitätsentwickung und Qualitätsanalyse durch Selbst- oder Fremdevaluation: In diesem Kapitel wird das QeQa-Instrument zur Qualitätsanalyse vorgestellt, das als Leitfaden für die formative Selbstevaluation dient.
6. Selbstevaluation mit Hilfe des QeQa- Instrumentes: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Anwendung des QeQa-Instruments anhand einer eigenen Weiterbildungsmaßnahme und reflektiert die erzielten Ergebnisse.
7. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, würdigt das entwickelte Instrument und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Forschungsarbeiten.
Qualitätsentwicklung, Betriebliche Weiterbildung, Evaluation, QeQa-Instrument, Konstruktivismus, Gehirnforschung, Transfererfolg, Selbstevaluation, Lehr- und Lernmethoden, Qualitätsmanagement, Kompetenzentwicklung, Lernumgebung, Weiterbildungspraxis, Bildungsbedarfsanalyse, Transferförderung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualitätsentwicklung in der betrieblichen Weiterbildung und der Notwendigkeit, hierfür ganzheitlichere und praxisorientiertere Ansätze als bisher zu finden.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch Konstruktivismus und Neurologie, die Identifikation von Qualitätsindikatoren in sieben Lernbereichen und die Entwicklung eines praktischen Evaluationsinstruments.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Instrumentes (QeQa), welches Trainern hilft, die Qualität ihrer Weiterbildungsmaßnahmen selbstständig zu analysieren und nachhaltig zu verbessern.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse, kombiniert mit einer theoretischen Aufarbeitung und der praktischen Erprobung eines selbst entwickelten Evaluationsinstruments (Selbstevaluation).
Der Hauptteil analysiert förderliche Indikatoren für sieben Qualitätsbereiche, von der Qualität des Trainers über die Gestaltung der Lernumgebung bis hin zur Rolle der Führungskraft.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Qualitätsentwicklung, betriebliche Weiterbildung, Selbstevaluation, Transfererfolg und konstruktivistische Lernansätze definieren.
Der Vorteil liegt in der Konkretisierung und Präzisierung komplexer Qualitätsanforderungen, wodurch Trainer eine Hilfestellung zur reflektierten Optimierung ihrer eigenen Arbeit erhalten.
Die Autorin betrachtet kleine Fehler als Chancen, da sie als authentische Probleme das Interesse der Teilnehmer wecken und den Lerneffekt durch eine gemeinsame Problemlösung sogar erhöhen können.
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