Diplomarbeit, 2006
67 Seiten, Note: 1,65
1. Über die Bedeutung von Fehlern
2. Diskussion des Fehlerbegriffs
2.1 Verwendung des Fehlerbegriffs in der Literatur
2.2 Betrachtung fehlerähnlicher Begriffe
2.2.1 Unerwünschte Ereignisse
2.2.2 Beinahe-Fehler
3. Zur Bedeutung von Fehlern und Fehlermanagement im Krankenhaus
3.1 Überblick über beteiligte Akteure und ihre Beziehungen untereinander
3.2 Staatliche Perspektive
3.3 Perspektive der Kostenträger
3.4 Perspektive des Krankenhausbetriebes
3.4.1 Rechtliche Aspekte
3.4.2 Betriebswirtschaftliche Aspekte
3.4.3 Aspekte der Reaktion auf Fehler
3.5 Perspektive der Mitarbeiter
3.5.1 Aspekte des Erlebens
3.5.2 Aspekte des Meldens
3.6 Perspektive der Patienten und deren Angehöriger
4. Anforderungen an ein Fehlermeldesystem
4.1 Definieren von ‚relevanten Ereignissen‘
4.2 Überwindung von Schwellen
4.3 Betriebliche Rahmenbedingungen
5. Konzept eines EDV-unterstützten Fehlermeldesystems
5.1 Einordnung des Konzeptes in das Fehlermanagement
5.2 Beschreibung des Konzeptes
5.2.1 Überblick
5.2.2 Zugangsmöglichkeiten
5.2.3 Meldung des relevanten Ereignisses
5.2.3.1 Vom Startmenü zum Postfach
5.2.3.2 Benutzung der Meldemaske
5.2.4 Auswertung und Rückfragen
5.2.5 Hilfen zur Überwindung von Schwellen
5.3 Beschränkungen des Konzeptes
5.4 Anmerkungen zur Evaluation
6. Ausblick
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, Anforderungen an ein „niedrigschwelliges“ Fehlermeldesystem zu entwickeln und ein entsprechendes EDV-gestütztes Konzept für das Personal der Pflegeberufe in einem Akutkrankenhaus zu konzipieren, um die Patientensicherheit durch eine offene Fehlerkultur zu erhöhen.
3.5.2 Aspekte des Meldens
Bis es von einem eingetretenen Ereignis zu einer tatsächlichen Fehlermeldung kommt, sind für den Meldenden mehrere Schwellen zu überwinden. Dabei wird die Höhe jeder Schwelle jeweils von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Ausgestaltung einer betrieblichen Fehlerkultur und des Fehlermeldesystems können ihrerseits auf die Stärke dieser Faktoren Einfluss nehmen.
Die Abbildung 6 illustriert die Idee der Schwellen und kann dabei in zwei Richtungen gelesen werden. Von oben nach unten gelesen verdeutlicht sie zum einen, welche Schwellen bis zu einer Fehlermeldung zu überwinden sind. Zum anderen zeigt die Abbildung von unten nach oben gelesen auf, welche Arten von Ereignissen einer Fehlermeldung zugrunde liegen können. Bevor eine genauere Erklärung der Abbildung folgt, vorweg ein Anmerkung: die Breite der Ströme, die Stärke ihrer Abnahme an den einzelnen Schwellen und die Reihenfolge der Schwellen sind nur als ein Beispiel anzusehen. Ebenso können einzelne Ströme sicherlich auch in einem anderen Größenverhältnis zu einander stehen; die einzelnen Schwellen können auch in anderer Reihenfolge oder teilweise mehrfach durchlaufen werden oder sich gegenseitig beeinflussen. Prinzipiell geht es nur um die Frage, welche Hindernisse überhaupt einer Fehlermeldung im Wege stehen können.
1. Über die Bedeutung von Fehlern: Dieses Kapitel erörtert die Unvermeidbarkeit menschlicher Fehler und betont die Notwendigkeit eines systematischen Fehlermanagements zur Verbesserung der Patientensicherheit.
2. Diskussion des Fehlerbegriffs: Hier wird der Fehlerbegriff aus der Literatur beleuchtet und eine Abgrenzung zu unerwünschten Ereignissen sowie Beinahe-Fehlern vorgenommen.
3. Zur Bedeutung von Fehlern und Fehlermanagement im Krankenhaus: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Perspektiven der beteiligten Akteure im Krankenhaus, um ein tiefgreifendes Verständnis für die Herausforderungen beim Fehlermanagement zu schaffen.
4. Anforderungen an ein Fehlermeldesystem: Auf Basis der vorangegangenen Analyse werden Anforderungen an ein niedrigschwelliges System definiert, insbesondere die Überwindung von Schwellen für den Meldenden.
5. Konzept eines EDV-unterstützten Fehlermeldesystems: Dieses Kapitel präsentiert ein konkretes Konzept für ein technisches Meldesystem, das auf Vertraulichkeit und systemische Verbesserungen setzt.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Chancen eines umfassenden Fehlermanagements und unterstreicht die Notwendigkeit für Krankenhäuser, in eine offene Fehlerkultur zu investieren.
Fehler, Krankenhaus, Fehlermeldesystem, CIRS, Risikomanagement, Patientensicherheit, Fehlerkultur, Beinahe-Fehler, Fehlermanagement, EDV-gestütztes System, Pflegedienst, Qualitätsmanagement, Anonymität, Meldeschwellen, Fehlerprävention.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Konzeption eines niedrigschwelligen, EDV-unterstützten Fehlermeldesystems in einem Akutkrankenhaus, um Fehler besser zu erfassen und aus ihnen zu lernen.
Zentrale Felder sind die Definition von Fehlerbegriffen, die Analyse der Perspektiven aller Krankenhausakteure sowie die Identifikation von Barrieren, die Mitarbeiter bisher von einer Fehlermeldung abhalten.
Das Ziel ist die Schaffung einer Grundlage und eines Konzepts, das die Patientensicherheit durch eine positive, lernorientierte Fehlerkultur statt einer Kultur der Schuldzuweisungen verbessert.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Konzeption, die aktuelle Literatur zum Fehlermanagement und zu qualitätssichernden Systemen (z.B. CIRS) in einem Krankenhauskontext systematisch zusammenführt.
Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Perspektiven (Staat, Mitarbeiter, Patienten, Krankenhausbetrieb) und leitet daraus Anforderungen für ein Fehlermeldesystem ab, woraus schließlich das technische Konzept entwickelt wird.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie CIRS, Patientensicherheit, Fehlermanagement, Fehlerkultur und niedrigschwellige Meldesysteme charakterisiert.
Auszubildende werden besonders hervorgehoben, da sie noch nicht „betriebsblind“ sind, Vergleiche zwischen verschiedenen Stationen ziehen können und aufgrund ihrer hierarchischen Position am Ende der Einsatzdauer leichter Meldungen abgeben könnten.
Das Konzept schlägt die Kommunikation über anonyme E-Mail-Postfächer innerhalb eines krankenhausinternen Netzwerkes vor, um einerseits Anonymität für den Melder zu wahren und andererseits dennoch einen Rückkanal für Feedback zu ermöglichen.
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