Diplomarbeit, 2006
156 Seiten, Note: 2,0
1. Ausrichtung der Arbeit
1.1 Situation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Abgrenzung der Arbeit
1.4 Gang der Arbeit
2. Kommunikationsbedingungen in England im Vergleich zu Deutschland
2.1 Geographie und Demographie
2.2 Ökonomische Eckwerte
2.3 Werbegesetze
2.4 Medienlandschaft
3. Kulturdimensionen und deren Wirkung auf die Werbung
3.1 Hofstede
3.2 Trompenaars
3.3 Hall
4. Basis meines Vergleichs
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Gang der Arbeit
4.3 Ergebnisdarstellung
5. Globalisierung der Kernbotschaft
6. Gestaltung der Botschaftsinhalte
6.1 Art der Konsumentenansprache
6.2 Einsatz von Testimonials
6.3 Anwendung der Slice-of-life-Technik
6.4 Einsatz von Humor
6.5 Gebrauch erotischer Stimuli
6.6 Verwendung emotionaler Erlebniswerte
6.7 Einbezug des Herkunftslandes eines Produktes
7. Gestaltung der Botschaftsform
7.1 Sprachliche Umsetzung
7.2 Visuelle Umsetzung
7.3 Akustische Umsetzung
8. Schlussbemerkungen
8.1 Kommunikationsbedingungen in England
8.2 Anpassung der Werbebotschaft
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen deutscher und englischer Werbung, um Marketing-Managern fundierte Entscheidungshilfen für eine erfolgreiche internationale Markenkommunikation bei einem Markteintritt in England zu bieten. Die Arbeit verfolgt das Ziel, zentrale kulturelle sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu identifizieren und die notwendigen Anpassungsstrategien für Werbebotschaften herzuleiten.
6.4 Einsatz von Humor
Wenn die englische Werbung für etwas berühmt ist, dann ist sie das für ihren Humor. Für Engländer gelten die Deutschen als humorlos. „Der deutsche Werbung haftet allgemein der Ruf an, ernst, nüchtern, sachlich – und ziemlich langweilig zu sein.“ (Spieker 1985, S.1) In Deutschland ist Humor etwas ernsthaftes.
„Die vier typischsten Formen, in denen er auftritt, sind Sprachspiele, Nonsense, schwarze Humor und Exzentrizität.“ (Gelfert 2002, S.64)
In der englischen Sprache gibt es eine Reihe von Wörtern mit mehreren Bedeutungen. Oft begründet sich dieser Humor auf die Nutzung von Wörter, wenn die Bedeutung nicht eindeutig ist. Im Vergleich dazu ist die deutsche Sprache sehr präzise und deshalb besteht wenig Spielraum.
Als Beispiel von Unsinn dient der Werbespot von egg, der Finanzdienstleister. Die Wissenschaftler testen die Egg-Kreditkarte in einer Meerschwein-Gesellschaft und die Ergebnisse werden im Sport gezeigt:
1. Ausrichtung der Arbeit: Einführung in die Problemstellung des globalen Marketings und Definition der Zielsetzung sowie methodische Abgrenzung der Arbeit.
2. Kommunikationsbedingungen in England im Vergleich zu Deutschland: Detaillierte Analyse der geografischen, demografischen und wirtschaftlichen Eckwerte sowie des regulatorischen Umfelds der Werbung.
3. Kulturdimensionen und deren Wirkung auf die Werbung: Vorstellung theoretischer Modelle (Hofstede, Trompenaars, Hall) zur Erklärung kultureller Unterschiede.
4. Basis meines Vergleichs: Beschreibung des empirischen Untersuchungsdesigns, der Zeitschriftenauswahl und des methodischen Vorgehens bei der Analyse der Anzeigen.
5. Globalisierung der Kernbotschaft: Erläuterung der strategischen Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Anpassung von Kernbotschaften bei der Internationalisierung.
6. Gestaltung der Botschaftsinhalte: Analyse verschiedener inhaltlicher Elemente der Werbung, wie Testimonials, Humor, Erotik und Slice-of-life-Technik.
7. Gestaltung der Botschaftsform: Untersuchung der sprachlichen, visuellen und akustischen Umsetzung von Werbemaßnahmen.
8. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Synthese der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für Marketing-Manager.
Internationale Werbung, Interkulturelles Marketing, England, Deutschland, Werbestrategie, Standardisierung, Kulturdimensionen, Hofstede, Trompenaars, Konsumentenansprache, Werbebotschaft, Werberecht, Medienlandschaft, Marktvergleich, Marketing-Management.
Die Diplomarbeit befasst sich mit einem empirischen Vergleich der Werbepraxis in England und Deutschland, um zu zeigen, wie Unternehmen ihre Strategien an kulturelle Gegebenheiten anpassen müssen.
Die Arbeit deckt die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Werbung sowie die kulturellen Unterschiede in der Kommunikation ab, inklusive einer empirischen Analyse von Anzeigen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und inwieweit Unternehmen ihre Werbung länderspezifisch anpassen müssen, um auf dem englischen Markt erfolgreich zu sein.
Es handelt sich um eine empirische Arbeit, die 1254 Anzeigen aus verschiedenen Zeitschriften analysiert und mit theoretischen Kulturmodellen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Werbebotschaftsinhalte, wie Humor und Testimonials, sowie die Gestaltung der Botschaftsform, unter anderem durch sprachliche und visuelle Anpassungen.
Wichtige Begriffe sind interkulturelles Marketing, Werbestrategie, kulturelle Adaptation und der Vergleich von England und Deutschland.
Der 'watershed' bezeichnet eine Zeitgrenze (vor 21 Uhr dürfen keine für Kinder ungeeigneten Inhalte gesendet werden), was Marketing-Manager bei der Sendezeitplanung berücksichtigen müssen.
In England ist Humor ein zentrales Element der Unterhaltungskultur, während Werbung in Deutschland stärker rational und informationsorientiert gestaltet wird.
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