Magisterarbeit, 2006
109 Seiten, Note: 2,7
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage des Bedeutungsverlustes der Volksparteien bei Bundestagswahlen. Sie untersucht die Ursachen dieses Phänomens anhand von empirischen Daten und theoretischen Modellen. Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein umfassendes Verständnis des Bedeutungsverlustes der Volksparteien zu erlangen und die wichtigsten Einflussfaktoren zu identifizieren.
Das erste Kapitel der Arbeit definiert den Begriff der Volkspartei und zeichnet seine historische Entwicklung nach. Es werden die wichtigsten Merkmale und Eigenschaften von Volksparteien herausgearbeitet und die unterschiedlichen Ansätze zur Definition dieses Begriffs diskutiert.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Messung des Bedeutungsverlustes der Volksparteien anhand von Wahlbeteiligung und Wahlergebnissen. Es werden verschiedene Ansätze zur Messung des Bedeutungsverlustes vorgestellt und die Veränderungen im Wahlerfolg der Volksparteien im Zeitverlauf analysiert.
Das dritte Kapitel präsentiert verschiedene Erklärungsmodelle für den Bedeutungsverlust der Volksparteien bei Bundestagswahlen. Es werden sozialstrukturelle, sozialpsychologische und „Rational- choice“- Ansätze vorgestellt und ihre jeweilige Aussagekraft für das Phänomen des Bedeutungsverlustes der Volksparteien untersucht.
Volksparteien, Bundestagswahlen, Bedeutungsverlust, Wahlerfolg, Wahlbeteiligung, sozialstrukturelle Ansätze, sozialpsychologische Ansätze, „Rational- choice“- Ansätze, Parteiidentifikation, Kandidatenorientierung, Sachthemenorientierung, empirische Daten, theoretische Modelle
Eine Volkspartei (nach Otto Kirchheimer) strebt danach, Wähler über Klassengrenzen und soziale Schichten hinweg anzusprechen und eine breite gesellschaftliche Basis zu integrieren.
Der Verlust zeigt sich an sinkenden Zweitstimmenergebnissen bei Bundestagswahlen, einem Rückgang der absoluten Zustimmung und einer schwindenden Bindung der Stammwähler.
Dieser Ansatz erklärt Wahlverhalten durch die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen (z. B. Katholiken zur Union, Arbeiter zur SPD). Der Bedeutungsverlust wird hier durch die Auflösung dieser Milieus begründet.
Wähler entscheiden sich hier als rationale Nutzenmaximierer für die Partei, die ihre persönlichen Interessen am besten vertritt. Dies führt zu volatilerem Wahlverhalten.
Damit ist der Prozess gemeint, in dem die großen Parteien ihre dominante Stellung im Parteiensystem verlieren und die Parteienlandschaft zunehmend fragmentiert wird.
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