Diplomarbeit, 2005
79 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Was ist problemorientiertes Lernen?
1.1 Definitionen
1.2 Merkmale
1.3 Ziele
1.4 Historische Entwicklung
1.5 Lerntheoretischer Hintergrund
1.6 Verschiedene Ansätze
2 Wie sieht die niederländische Form problemorientierten Lernens aus?
2.1 Die niederländische Krankenpflegeausbildung
2.2 Merkmale der niederländischen problemorientierten Lernform
2.2.1 Aufgabentypen
2.2.2 Der „Siebensprung“
2.2.3 Rolle der Studenten
2.2.4 Rolle des Tutors
2.3 Merkmale des Skillslab-Unterrichts
2.4 Die Studienlandschaft
3 Wie sehen die Ausgangsbedingungen zur Implementierung von POL in die deutschen Krankenpflegeschulen aus?
3.1 Rechtliche Ausgangsbedingungen
3.2 Curriculare Ausgangsbedingungen
3.3 Institutionelle Ausgangsbedingungen
3.4 Personelle Ausgangsbedingungen
4 Wie lässt sich problemorientiertes Lernen in deutsche Krankenpflegeschule implementieren?
4.1 Implementierungsmodelle in Deutschland
4.2 Personelle Vorbereitungen
4.2.1 Lehrende
4.2.2 Lernende
4.3 Organisatorische Vorbereitungen
4.4 Planung von problemorientierten Unterrichtseinheiten
4.5 Durchführung der problemorientierten Unterrichtseinheiten
4.6 Auswertung der problemorientierten Unterrichtseinheiten
5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, ob und wie das niederländische Modell des problemorientierten Lernens (POL) in die deutsche Krankenpflegeausbildung implementiert werden kann, um den Anforderungen an zeitgemäße Kompetenzvermittlung gerecht zu werden.
2.2.1 Aufgabentypen
Den wichtigsten Aspekt des problemorientierten Lernens stellt die Problemaufgabe dar. Es gibt darüber hinaus noch andere Aufgabentypen, die es ermöglichen sollen, dass die Studenten das neu erworbene Wissen auf andere Situationen übertragen können sowie der Meinungsbildung der Studenten zu bestimmten berufsrelevanten Themen dienen sollen. Dazu zählen die Diskussionsaufgabe, die Strategieaufgabe, die Studiumsaufgabe sowie die Anwendungsaufgabe (vgl. van Meer 1994, S. 85).
Diskussionsaufgaben werden nach Moust et al. in den Unterricht eingefügt, um das kritische Urteilsvermögen zu fördern. Inhalte dieser Diskussionen können berufliche, aber auch allgemeine gesellschaftliche Aspekte sein. Dieser Aufgabentyp soll zum einen die Studenten mit verschiedenen Meinungen zum Thema vertraut machen und zum anderen sollen sie lernen, Fachgespräche zu führen sowie ihre Standpunkte in Worte zu fassen, was ihnen bei der späteren Berufsausübung helfen soll. Um mit Diskussionsaufgaben umgehen zu können, wurde ein schrittweises Vorgehen entwickelt (vgl. Moust et al. 1999, S. 33f.).
Zunächst sollen unklare Begriffe der Aufgabe geklärt werden, anschließend wird in der Gruppe entschieden, was als wichtiges Diskussionsthema in der Aufgabe angesehen wird. Im dritten Schritt beginnt dann die eigentliche Diskussion. Nachdem alle Standpunkte vertreten wurden, werden diese geordnet, um im fünften Schritt die wichtigsten Punkte zu vertiefen. Da eine Lösung bei diesem Aufgabentyp nicht im Vordergrund steht, werden im letzten Schritt eventuell Schlussfolgerungen aus den verschiedenen Meinungen gezogen, oder es werden Lücken erkannt, die noch vertieft werden müssen. Dazu können Lernziele formuliert werden (vgl. van Meer 1994, S. 87; Moust et al. 1999, S. 34f.).
Einleitung: Vorstellung des problemorientierten Lernens anhand einer Beobachtung in den Niederlanden und Begründung der Relevanz für die deutsche Pflegeausbildung.
1 Was ist problemorientiertes Lernen?: Darstellung der theoretischen Grundlagen, Definitionen, Ziele und der historischen Entwicklung des Ansatzes.
2 Wie sieht die niederländische Form problemorientierten Lernens aus?: Beschreibung des Maastrichter Unterrichtsmodells inklusive der Komponenten Skillslab und Studienlandschaft.
3 Wie sehen die Ausgangsbedingungen zur Implementierung von POL in die deutschen Krankenpflegeschulen aus?: Untersuchung der rechtlichen, curricularen, institutionellen und personellen Rahmenbedingungen in Deutschland.
4 Wie lässt sich problemorientiertes Lernen in deutsche Krankenpflegeschule implementieren?: Analyse bestehender Implementierungsmodelle sowie praxisnahe Planung, Durchführung und Auswertung von Unterrichtseinheiten.
5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Fazit zur Umsetzbarkeit des Modells unter Berücksichtigung der notwendigen strukturellen und persönlichen Anpassungen.
Problemorientiertes Lernen, POL, Krankenpflegeausbildung, Maastrichter Unterrichtsmodell, Siebensprung, Kompetenzorientierung, Curriculare Implementierung, Problemaufgabe, Skillslab, Studienlandschaft, Selbstgesteuertes Lernen, Tutorenrolle, Pflegepädagogik, Schlüsselqualifikationen, Lernfeldkonzept
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des niederländischen Konzepts des problemorientierten Lernens (POL) auf die deutsche Krankenpflegeausbildung, um den gestiegenen Anforderungen an die fachliche und methodische Kompetenzentwicklung gerecht zu werden.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen von POL, die detaillierte Beschreibung des niederländischen Modells, die Analyse der deutschen Rahmenbedingungen sowie konkrete Strategien zur Implementierung der Methode in den Unterricht.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie POL als komplementäre Methode zur Vermittlung von fachlichen, sozialen und personalen Kompetenzen in die bestehende Struktur deutscher Pflegeschulen integriert werden kann.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie die kritische Betrachtung vorliegender Implementierungsprojekte, um die Kompatibilität von POL mit dem deutschen Bildungssystem zu prüfen.
Der Hauptteil erörtert detailliert die Merkmale des niederländischen Modells (Siebensprung, Skillslab), prüft die rechtlichen und curricularen Voraussetzungen in Deutschland und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Unterrichtsplanung und -durchführung ab.
Zu den prägenden Schlagworten gehören: Problemorientiertes Lernen (POL), Krankenpflegeausbildung, Maastrichter Modell, Siebensprung, Handlungsorientierung und Kompetenzerwerb.
Im Vergleich zu den niederländischen Fachhochschulen verfügen deutsche Krankenpflegeschulen oft über geringere personelle Ressourcen und eine restriktivere zeitliche Planung, was umfassende organisatorische Vorbereitungen erforderlich macht.
Der Tutor unterscheidet sich wesentlich vom traditionellen Lehrer; er agiert als Förderer des Lernprozesses, Moderator und Berater, der die Studenten zur selbstständigen Problemlösung anregt, statt Wissen frontal zu vermitteln.
Die Autorin kritisiert den ausschließlichen Einsatz klassischer Klausuren, da diese oft nicht den realen beruflichen Kontext abbilden; sie plädiert stattdessen für Anwendungsaufgaben, die das erlernte Wissen in authentischen Situationen prüfen.
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