Diplomarbeit, 2002
80 Seiten, Note: 1,3
2 Einleitung
3 Aufgabenstellung
4 Technik der Radio-Science
4.1 Allgemeines
4.2 Kommunikation zwischen Sonde und Bodenstation
4.3 Das Bodensegment
4.4 Das Kommunikationssystem des Satelliten
4.5 Verfahrensweise bei der Radio-Sondierung
4.6 Positions- und Geschwindigkeitsbestimmung
4.7 RS-Experimente
4.7.1 Gravity-Experimente
4.7.2 Bistatic-Radar-Experimente
4.7.3 Okkultations-Experimente
4.7.4 Solar-Corona-Experimente
5 Der Radio-Science-Simulator (RSS)
5.1 Zielsetzung
5.2 Konzept
5.3 Module
5.3.1 Ephemeriden-Modul
5.3.2 Orbit-Modul
5.3.3 Okkultations-Modul
5.3.4 Die Mars Climate Database (MCD)
5.3.5 Das Re-Entry-Modul
5.4 Erweiterungsmöglichkeiten
5.4.1 Ephemeridenmodul für Kometen und Asteroiden
6 Dokumentation des bisherigen Stands des Okkultations-Moduls
6.1 Allgemeines
6.2 Berechnung der Okkultation
6.3 Ausgabe des Okkulationsmoduls
7 Erweiterungen am Okkultationsmodul
7.1 Allgemeine Erweiterungen und Verbesserungen
7.2 Optimieren des Ephemeriden-Moduls
7.2.1 Wählbarkeit der Geschwindigkeitsberechnung
7.2.2 Umschreiben in Simulink
7.2.3 Berechnen der Lichtlaufzeit
7.3 Berücksichtigen der Lichtlaufzeit
7.3.1 Grundlagen
7.3.2 Realisierung in Matlab
7.4 Einbinden der Bodenstationen
7.4.1 Theoretische Grundlagen
7.4.2 Realisierung in Simulink
7.5 Feststellen der Sichtbarkeit zur Bodenstation und Ausgabe in eine Datei
7.5.1 Grundlagen
7.5.2 Realisierung in Simulink
7.6 Erstellen von Ausgabe-Dateien
7.6.1 Aufbereiten der Ausgabe-Dateien
7.6.1.1 Zusammenfassen von Okk_output.mat und Visibi.mat
7.6.1.2 Aufbereiten der Rohdaten
7.6.2 Erstellen von VisEvent-Files
7.6.2.1 Grundlagen
7.6.2.2 Realisierung in Matlab
7.6.3 Erstellen von Request-Files
7.6.3.1 Grundlagen
7.6.3.2 Realisierung in Matlab
7.6.4 Erstellen von Übersicht-Files
7.6.4.1 Grundlagen
7.6.4.2 Realisierung in Matlab
7.6.5 Erstellen von Statistik-Files
7.6.5.1 Grundlagen
7.6.5.2 Realisierung in Matlab
7.7 Durchführen der Auswertung
7.8 Integration in den RSS mittels eines GUI
7.8.1 Grundlagen
7.8.2 Realisierung mit GUIDE
8 Analyse der Fehlergenauigkeit
8.1 Allgemeines
8.2 Überprüfung der Sichtbarkeits-Zeiträume
8.3 Überprüfen der Okkultationszeiträume
8.4 Positionsgenauigkeit des Aufpunkts
8.5 Zusammenfassung
9 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen der Radio-Science und des Radio-Science-Simulators (RSS) darzustellen sowie das Okkultationsmodul des RSS durch Optimierungen und die Integration neuer Funktionen, wie die Berücksichtigung von Bodenstationen und die Automatisierung der Datenauswertung, leistungsfähiger zu gestalten.
4.7.3 Okkultations-Experimente
Okkultation bedeutet im allgemeinen die vollständige Verdeckung eines Körpers durch einen anderen. Im Falle der Radio-Sondierung bedeutet es, das die Sonde von der Erde aus hinter dem zu untersuchenden Planeten verschwindet. Bevor der Satellit vollständig von der planetaren Scheibe verdeckt wird, durchleuchten die zur Erde gerichteten Radiowellen für eine gewisse Zeit die Atmosphäre des Planeten. Die prinzipielle Geometrie eines Okkultationsexperimentes zeigt folgende Abbildung :
Beim Durchqueren der Atmosphäre bzw. Ionosphäre wird das Signal durch elektromagnetische Wechselwirkung beeinflußt und in Frequenz und Amplitude verändert. Aufgrund dieser Veränderungen kann dann, wie schon beschrieben, atmosphärische und ionosphärische Verteilung von Temperatur, Druck und Dichte ermittelt werden. Außerdem kann man den TEC (Total Electron Content) der planetaren Ionosphäre berechnen. Den zeitlichen Ablauf eines Okkultationsexperimentes wird durch folgende Abbildung veranschaulicht :
2 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Radio-Sondierung zur Erforschung des Weltraums und beschreibt die Zielsetzung des am Institut für Raumfahrttechnik entwickelten Radio Science Simulators (RSS).
3 Aufgabenstellung: Dieses Kapitel definiert die Ziele der Arbeit, die sich auf die Verbesserung und Leistungssteigerung des Okkultationsmoduls des RSS konzentrieren, insbesondere durch die Einbindung von Bodenstationen und die Automatisierung der Datenauswertung.
4 Technik der Radio-Science: Es werden die physikalischen Grundlagen der Radio-Sondierung sowie verschiedene Experimenttypen, wie Gravity-, Bistatic-Radar- und Okkultationsexperimente, detailliert behandelt.
5 Der Radio-Science-Simulator (RSS): Dieses Kapitel beschreibt den modularen Aufbau, das Konzept und die einzelnen Komponenten des RSS, einschließlich der Ephemeriden-, Orbit- und Okkultationsmodule sowie der Mars Climate Database.
6 Dokumentation des bisherigen Stands des Okkultations-Moduls: Hier werden die theoretischen Grundlagen und Algorithmen für die Berechnung von Okkultationen im bestehenden System zusammenfassend dargestellt.
7 Erweiterungen am Okkultationsmodul: Der Kernteil der Arbeit beschreibt die konkreten Optimierungen, wie die Beschleunigung des Ephemeriden-Moduls, die Einbindung der Lichtlaufzeit und der Bodenstationen sowie die Implementierung einer grafischen Benutzeroberfläche.
8 Analyse der Fehlergenauigkeit: Dieses Kapitel führt eine Evaluierung der Ergebnisse des Okkultationsmoduls durch einen Vergleich mit Referenzdaten der NASA und ESA durch, um die Genauigkeit der Berechnungen zu bewerten.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die erreichten Verbesserungen resümiert und zukünftige Schritte für die weitere Entwicklung und Verifikation des Moduls aufgezeigt.
Radio-Sondierung, Okkultation, Mars Express, RSS, Radio Science Simulator, Simulink, Bodenstation, Ephemeriden, Lichtlaufzeit, MATLAB, GUI, Weltraummission, Orbitberechnung, Atmosphärenmodell, Satellitentechnik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung des Okkultationsmoduls innerhalb des Radio-Science-Simulators (RSS) an der Universität der Bundeswehr, um Radio-Sondierungs-Experimente für Weltraummissionen präziser und effizienter zu planen.
Die zentralen Themen umfassen die physikalischen Grundlagen der Radio-Science, die mathematische Modellierung von Weltraummissionen mittels MATLAB/Simulink sowie die praktische Implementierung von Schnittstellen zu Bodenstationen und automatisierten Auswerte-Routinen.
Das Ziel ist es, das bestehende Okkultationsmodul leistungsfähiger zu machen, indem Bodenstationen in die Berechnungen einbezogen, die Ausgabedaten nach ESA-Standard automatisiert und die Bedienbarkeit durch eine grafische Benutzeroberfläche verbessert werden.
Es werden Computersimulationen und mathematische Modelle (unter Verwendung von MATLAB/Simulink) zur Berechnung von Bahndaten und Sichtbarkeitszeiträumen eingesetzt, deren Ergebnisse anschließend einer Validierung durch Vergleich mit offiziellen Daten der ESA und NASA unterzogen werden.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der technischen Dokumentation und Implementierung der Erweiterungen, insbesondere der Lichtlaufzeit-Korrektur, der Einbindung geografischer Daten der Bodenstationen und dem automatisierten Skript-basierten Export von Analysedaten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Radio-Sondierung, Okkultation, RSS, Orbitberechnung, Simulationssoftware und ESA-Standard-Schnittstellen charakterisieren.
Über ein GUI kann die jeweilige Bodenstation gewählt werden, woraufhin das System automatisch deren geografische Koordinaten und die Höhe über Normalnull einliest, um diese in die vektorielle Berechnung des Sichtbarkeitsabgleichs einfließen zu lassen.
Da Licht nicht unendlich schnell ist, sorgt die Lichtlaufzeit-Korrektur dafür, dass die berechneten Konstellationen exakt dem Zeitpunkt entsprechen, zu dem das Signal tatsächlich die Erde erreicht, anstatt die Planetenposition zum Zeitpunkt der Emission zu verwenden.
Das GUI dient dazu, die Bedienung des komplexen Simulationsmodells zu vereinfachen, indem Parameter wie die Bodenstation, der Startzeitpunkt der Messung und Dateinamen komfortabel konfiguriert werden können, ohne manuell in den Programmcode eingreifen zu müssen.
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