Examensarbeit, 2006
190 Seiten, Note: 1,0
I. EINLEITUNG
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1. DROGEN
1.1 Begriffsdefinition von „Droge“
1.2 Drogenarten
2. JUGEND
2.1 Entstehung des Begriffs der Lebensphase Jugend
2.2 Ausdifferenzierung der Lebensphasen
2.3 Abgrenzung der Lebensphase Jugend
2.4 Charakteristika der Lebensphase Jugend
2.5 Entwicklungsaufgaben während der Lebensphase Jugend
2.6 Zusammenfassung
3. JUGENDLICHES PROBLEMVERHALTEN
3.1 Soziostrukturelle Veränderungen und ihre Folgen
3.2 Bewältigung der Entwicklungsaufgaben
3.3 Substanzkonsum
4. ENTSTEHUNG VON ABHÄNGIGKEIT
4.1 Definition von „Abhängigkeit“
4.2 Psychische und physische Abhängigkeit
4.3 Charakteristika einer schweren Abhängigkeit
4.4 Theorien zur Entstehung von Abhängigkeit
4.5 Das Modell der Risiko- und Schutzfaktoren
III. PRÄVENTION
1. DEFINITION VON „PRÄVENTION“
2. SUCHTPRÄVENTION
3. DIVERSE FORMEN VON SUCHTPRÄVENTION
3.1 Primäre Suchtprävention
3.2 Sekundäre Suchtprävention
4. GESCHICHTE DER SUCHTPRÄVENTION
4.1 Anfänge der Suchtprävention
4.2 Die vier Phasen der Suchtprävention seit den 1970er Jahren
5. LEBENSKOMPETENZPROGRAMME
5.1 Das Konzept der Lebenskompetenzprogramme
5.2 Theoretische Grundlagen der Lebenskompetenzprogramme
5.3 Ziele und Inhalte von Lebenskompetenzprogrammen
5.4 Didaktik der Lebenskompetenzprogramme
5.5 Evaluation von Lebenskompetenzprogrammen
5.6 Ergebnisse der Evaluationsforschung
6. DARSTELLUNG VON DREI PRIMÄRPRÄVENTIVEN PROGRAMMEN
6.1 ALF - Allgemeine Lebenskompetenzen und Fertigkeiten
6.2 Lions Quest – Erwachsen werden
6.3 „Be Smart – Don´t Start”
6.4 Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse der drei Programme
7. KRITIK AN DER AKTUELLEN AUSRICHTUNG DER SUCHTPRÄVENTION
7.1 Kritik an der Evaluation
7.2 Kritik an der Konzeption
7.3 Kritik an den Zielsetzungen
7.4 Zusammenfassung
8. EIN ALTERNATIVER ANSATZ: DAS KONZEPT DER DROGENMÜNDIGKEIT
8.1 Theoretischer Hintergrund und Zielsetzungen
8.2 Konkrete Umfassensbereiche von Drogenmündigkeit
8.3 Notwendige Rahmenbedingungen für das Mündigkeitskonzept
8.4 Chancen der Realisierung des Mündigkeitskonzeptes
8.5 Wie wäre das Mündigkeitskonzept in der Schule umzusetzen?
IV. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Suchtprävention in der Sekundarstufe mit einem Schwerpunkt auf primärpräventiven Methoden. Ziel ist es, die Effektivität aktueller Ansätze kritisch zu hinterfragen und Alternativen zu diskutieren, um Jugendlichen einen verantwortungsvolleren und kompetenteren Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu ermöglichen.
1.2.3.2 Wirkung
Cannabis wirkt auf verschiedene wichtige Bereiche des Gehirns und führt zu einer vermehrten Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin. Generell ist die Wirkung von Cannabis durchaus unvorhersehbar, was gerade bei unerfahrenen Konsumenten zu negativen Rauscherlebnissen führen kann. Set und Setting sowie in besonderem Maße die Höhe der Dosis haben großen Einfluss auf das Erleben des Rausches.
Als typische psychische Auswirkungen sind Heiterkeit, Entspannung und Ausgeglichenheit zu nennen. Ebenso eine Intensivierung von Sinneswahrnehmungen sowie eine Veränderung des Zeitempfindens und eine vorübergehende Störung des logischen Denkens. Bei ungünstigen Rahmenbedingungen (Set und Setting) sowie einer Überdosierung kann es auch zu Gefühlen von Angst und Panik kommen. In schweren Fällen kann dies bis zu einer Verselbstständigung der Gedanken führen und alptraumhafte Panikzustände verursachen. Auf körperlicher Ebene bewirkt Cannabis vor allem eine Erhöhung der Pulsfrequenz, Mundtrockenheit, Zunahme von Appetit sowie eine Rötung der Augen.
I. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Verbreitung psychoaktiver Substanzen unter Jugendlichen und hinterfragt die Effektivität bestehender, häufig repressiver Präventionsansätze.
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieser Abschnitt beleuchtet Drogenarten, die jugendliche Lebensphase und deren Entwicklungsaufgaben sowie die Entstehung von Abhängigkeit und psychischen Problemen.
III. PRÄVENTION: Hier werden Definitionen und Formen der Prävention sowie die Geschichte und Kritik der Suchtprävention in Deutschland detailliert analysiert und der alternative Ansatz der Drogenmündigkeit eingeführt.
Suchtprävention, Drogenkonsum, Sekundarstufe, Lebenskompetenzprogramme, Abstinenz, Risikoverhalten, Drogenmündigkeit, Jugendliche, Entwicklungsaufgaben, Primärprävention, Sekundärprävention, Evaluation, psychische Abhängigkeit, Sucht, psychoaktive Substanzen.
Die Arbeit analysiert kritisch aktuelle Suchtpräventionskonzepte in der Sekundarstufe, die häufig auf einem starren Abstinenzdogma basieren, und stellt diesen ein alternatives, realitätsbezogenes Konzept der Drogenmündigkeit gegenüber.
Die zentralen Themen sind der Drogenkonsum Jugendlicher als Teil der Lebenswelt, die theoretischen Grundlagen der Suchtprävention, die kritische Evaluation etablierter Schulprogramme sowie die Diskussion um neue, akzeptierende Ansätze.
Das Hauptziel ist es, die chronische Ineffektivität bestehender Suchtpräventionsmaßnahmen aufzudecken und zu zeigen, wie eine modernere, an den Lebenswelten der Jugendlichen orientierte Präventionsarbeit aussehen könnte.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse und theoretische Erörterung durch, kombiniert mit einer kritischen Reflexion empirischer Evaluationsstudien zu bestehenden Suchtpräventionsprogrammen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine ausführliche Darstellung der Präventionsgeschichte und -formen, eine detaillierte Untersuchung von Lebenskompetenzprogrammen und eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Ausrichtung der Suchtprävention.
Suchtprävention, Lebenskompetenz, Drogenmündigkeit, Jugendphase, Risikoverhalten, Abstinenz, Evaluation und Gesundheitsförderung.
Das von Gundula Barsch entwickelte Konzept der Drogenmündigkeit zielt darauf ab, Jugendliche zu einem eigenständigen, selbstkontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu befähigen, anstatt lediglich ein generelles Drogenverbot zu fordern.
Während die klassische Suchtprävention oft auf vollständiger Abstinenz beharrt und Risiken tabuisiert, setzt das „Safer Use“-Konzept auf Schadensminimierung durch Aufklärung, um risikoärmere Konsummuster bei Jugendlichen zu erreichen.
Kritiker wie Quensel argumentieren, dass eine einseitig auf Risiken und Fehler fokussierte Prävention die Realität jugendlichen Konsums verkennt, stigmatisierend wirkt und die Jugendlichen als mündige Akteure nicht ernst nimmt.
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