Magisterarbeit, 2006
192 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSSITUATION
1.2 AUFBAU
2 KRISENBEGRIFF UND ABGRENZUNG
2.1 DAS WORT KRISE UND DESSEN URSPRUNG
2.2 ARTEN VON KRISEN & AKTUELLE KRISENSZENARIOS
2.3 ABGRENZUNG ZU ÄHNLICHEN BEGRIFFEN
2.3.1 Störung
2.3.2 Risiko
2.3.3 Katastrophe
2.3.4 Konflikt
2.3.5 Engpass
3 KRISE ALS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHES PROBLEM
3.1 BEGRIFF DER UNTERNEHMENSKRISE, ARBEITSDEFINITION
3.2 ARTEN DER UNTERNEHMENSKRISE
3.2.1 Darstellung nach gefährdeten Unternehmenszielen
3.2.2 Unternehmenskrise als Prozesse
3.2.3 Zeitdruck und Krise
3.2.4 Krise und Vorhersehbarkeit
3.3 URSACHEN BZW. AUSLÖSER VON UNTERNEHMENSKRISEN
3.3.1 Qualitative Ursachenforschung
3.3.2 Quantitative Ursachenforschung
3.3.3 Endogene Ursachen
3.3.4 Exogene Ursachen
3.4 AUSWIRKUNGEN VON UNTERNEHMENSKRISEN & BEZUG ZUR WIRTSCHAFTLICHKEIT
3.4.1 Destruktive Auswirkungen
3.4.2 Konstruktive Auswirkungen
4 KRISENMANAGEMENT ALS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE DISZIPLIN
4.1 BEGRIFF DES KRISENMANAGEMENTS UND DER ZUSAMMENHANG MIT KRISE
4.2 ABGRENZUNG ZUM RISIKOMANAGEMENT
4.3 ARTEN DES KRISENMANAGEMENTS
4.3.1 Krisenmanagement als Prozess
4.3.2 Krisenmanagement als Institution
4.3.3 Krisenmanagement als System
4.3.4 Alternative Einteilungsmöglichkeiten
4.4 AUFTRETENDE PROBLEME
5 KRISENPLAN
5.1 DEFINITION
5.2 AUFBAU DES KRISENPLANS
5.3 INHALT DES KRISENPLANS
5.3.1 Expertenteam
5.3.2 Kompetenzen
5.3.3 Organisation
5.3.4 Krisenszenarien
5.3.5 Kommunikation & PR Maßnahmen
5.3.6 Dokumentation des aktuellen Vorgehens
6 WISSENSMANAGEMENT
6.1 EINLEITUNG
6.2 WISSEN
6.2.1 Definition Wissen
6.2.2 Strukturierungsebenen von Wissen
6.2.2.1 Strukturierung nach der Wissensart
6.2.2.2 Strukturierung nach dem Wissensgebiet
6.2.2.3 Strukturierung nach dem Unternehmensbezug
6.3 DEFINITION WISSENSMANAGEMENT
6.4 NUTZEN VON WISSENSMANAGEMENT
6.5 STRATEGIEN ZUR WISSENSGENERIERUNG
6.5.1 Strategien zur Wissensgenerierung
6.5.2 Wissensträger
6.5.2.1 Definition Wissensträger
6.5.2.2 Personelle Wissensträger
6.5.2.3 Materielle Wissensträger
6.5.2.4 Kollektive Wissensträger
6.5.3 Wissensverfügbarkeit
6.5.3.1 Inventarisierung von Wissen
6.5.3.2 Der Wissenstransfer
6.5.3.3 Gestaltung der Wissensbasis von Unternehmen
6.5.3.4 Organisationales Vergessen in Unternehmen
6.6 FEHLER IM WISSENSMANAGEMENT
6.7 FAZIT WISSENSMANAGEMENT
7 PLANUNG UND UMSETZUNG EINER WISSENSDATENBANK
7.1 DEFINITIONEN UND EINLEITENDE ERLÄUTERUNGEN
7.1.1 Wissensmanagementsysteme, Organizational Memory Systeme
7.1.2 Zwecke von Wissensmanagementprojekten in der Praxis, technische Lösung bzw. computergestütztes Wissensmanagement
7.1.2.1 Das elektronische Gedächtnis in Unternehmen
7.1.2.2 Exkurs: Symbolisiertes Wissen und formale Semantik
7.1.2.3 Exkurs: Promote von BOC
7.1.3 Definition Datenbank
7.1.4 Motivation für den Einsatz eines Datenbankverwaltungssystems
7.1.5 Datenbankentwurf
7.1.6 Datenmodellierung und das relationale Modell
7.1.6.1 Einordnung der Datenmodelle
7.1.6.2 Das relationale Modell
7.1.6.3 Schwachpunkte von relationalen Modellen
7.1.7 Normalisierung
7.1.8 Knowledge Discovery in Databases
7.1.8.1 Clustering
7.1.8.2 Assoziationsregeln in Verbindung mit der Ähnlichkeitssuche
7.2 DIE WISSENSDATENBANK – HAUPTAUFGABEN, ANFORDERUNGEN, SPEKTRUM
7.2.1 Ziele einer Wissensdatenbank und Abgrenzung zu normalen Datenbanken
7.2.2 Dimensionen einer Wissensdatenbank
7.2.3 Komponenten eines Wissensdatenbanksystems
7.2.4 Methodologie / Prozess der Einführung einer Wissensdatenbank
7.2.5 Füllen einer Wissensdatenbank – Wiederverwendung existierender Wissensquellen
7.3 ARBEITEN MIT DER WISSENSDATENBANK
7.3.1 Benutzerrollen in einer Wissensdatenbank
7.3.2 Abfragen von Wissen
7.4 INHALTE EINER WISSENSDATENBANK
7.5 CHECKLISTEN
7.6 GEFAHRENPOTENTIALE SOWIE ABSCHLIEßENDE GEDANKEN
7.6.1.1 Gefahrenpotentiale
7.6.1.2 Verfügbarkeit der Wissensdatenbank
7.6.1.3 Weitere Anwendungsgebiete einer Wissensdatenbank
7.6.1.4 Allgemeine Gedanken bei der Erstellung und Nutzung einer Wissensdatenbank
7.7 CONCLUSIO
8 PRAKTISCHE UMSETZUNG: KRISE FEUER
8.1 EINLEITUNG
8.2 URSACHEN FÜR FEUER SOWIE WEITERE DEFINITIONEN
8.3 PRÄVENTIVMAßNAHMEN
8.3.1 Brandschutzarten allgemein
8.3.2 Aufgrund von Gesetzen
8.3.2.1 Arbeitsstättenverordnung
8.3.2.2 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG)
8.3.2.3 Allgemeine Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV)
8.3.3 Aufgrund von Auflagen von Versicherungen
8.3.3.1 Allgemeine Vorschriften
8.3.3.2 Exkurs: Praktische Problembeispiele bei Versicherungen im Brandfall
8.3.3.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Banken und EVU
8.3.3.4 Kurzfazit
8.3.4 Aufgrund freiwilliger Maßnahmen
8.4 BRANDBEKÄMPFUNG
8.4.1 Allgemeine Aspekte
8.4.1.1 Alarmierungen
8.4.1.2 Nutzung der Brandschutzordnung
8.4.1.3 Brandlöschung
8.4.1.4 Erste Hilfe
8.4.1.5 Kooperation mit Feuerwehr, Rettung und Polizei – Der Krisenstab
8.4.1.6 Fragestellungen
8.4.2 Bedingungen der Versicherung
8.4.3 Fazit des Abschnitts
8.5 NACHBEREITUNG UND BEHEBUNG DES BRANDSCHADENS SOWIE VERBESSERUNGSMAßNAHMEN
8.5.1 Schäden
8.5.1.1 Brandursachenforschung
8.5.1.2 Bewertung von Schäden und Hilfe für die Mitarbeiter
8.5.1.3 Behebung der Schäden
8.5.2 Entsorgung
8.5.3 Kooperation mit der Versicherung und der Polizei sowie Umgang mit diversen Stakeholdern
8.5.3.1 Versicherung
8.5.3.2 Polizei
8.5.3.3 Sonstige Stakeholder
8.5.4 Verbesserungsmaßnahmen, lessons learned
8.6 CONCLUSIO DES PRAXISBEISPIELS
9 ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Bewusstsein für die beiden Teildisziplinen Krisenmanagement und Wissensmanagement zu schärfen und den hohen Nutzen einer Wissensdatenbank als verbindendes Instrument zur Bewältigung operativer Krisen darzustellen.
2.1 Das Wort Krise und dessen Ursprung
Eine theoretische Erfassung des Begriffs „Krise“ zeigt nicht nur die Vielfalt der Ansatzpunkte auf, sondern auch die Verwirrung um den für unterschiedliche Phänomene und Ansätze verwendeten Begriff.
Die etymologische Abstammung des Wortes „Krise“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen. Als eine Abstammung der beiden Wörter „krinein“ (prüfen, entscheiden) und „krisis“ (ursprünglich Meinung, Beurteilung oder Entscheidung, später mehr im Sinne von Zuspitzung) bezeichnet sie eine „schwierige Situation bzw. eine Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“.
Im Allgemeinen deutschen Sprachgebrauch allerdings ist der Ausdruck negativ behaftet und meint eine gefährliche Lage, in der eine Entscheidung notwendig ist. Der Begriff der Krise ist sowohl in der Medizin als auch in der Soziologie ein besonderer Begriff. Im medizinischen Bereich wurde der Begriff vor allem durch Hippokrates geprägt, der die Krise als eine entscheidende Phase im Krankheitsverlauf und damit als die entscheidende Situation zwischen Leben und Tod definierte. Gerade diese metaphorische Eignung machte sich Thukydides zu eigen, indem er den Begriff verwendete, um politische Situationen und kriegerische Auseinandersetzungen zu umschreiben. In der Dramaturgie wurde bereits in der griechischen Zeit der Begriff der „Krise“ verwendet, um die schicksalhaften Höhepunkte der Handlungen zu beschreiben.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Ausgangssituation der Arbeit ein und erläutert den Aufbau der Kapitel.
2 KRISENBEGRIFF UND ABGRENZUNG: Hier wird der Begriff Krise etymologisch und theoretisch beleuchtet sowie von ähnlichen Begriffen wie Störung oder Risiko abgegrenzt.
3 KRISE ALS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHES PROBLEM: Dieses Kapitel widmet sich der Definition der Unternehmenskrise, ihren Ursachen, Arten und Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit.
4 KRISENMANAGEMENT ALS BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE DISZIPLIN: Hier werden Definitionen und Ansätze des Krisenmanagements sowie auftretende Probleme in der Praxis analysiert.
5 KRISENPLAN: Der Krisenplan wird als zentrales Instrument definiert, dessen Aufbau und notwendige Inhalte detailliert dargestellt werden.
6 WISSENSMANAGEMENT: Dieses Kapitel führt in das Wissensmanagement ein, definiert Wissen, dessen Strukturierungsebenen sowie Strategien zur Generierung.
7 PLANUNG UND UMSETZUNG EINER WISSENSDATENBANK: Der Fokus liegt auf der technischen Planung und Implementierung einer Wissensdatenbank inklusive Datenmodellierung und Anforderungen.
8 PRAKTISCHE UMSETZUNG: KRISE FEUER: Dieses Kapitel veranschaulicht die Theorie anhand des Praxisbeispiels "Brand" in einem EVU und einer Bankfiliale.
9 ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG: Ein resümierender Blick auf die Arbeit, der den Konnex zwischen Wissensmanagement und Krisenmanagement abschließend würdigt.
Krisenmanagement, Wissensmanagement, Wissensdatenbank, Unternehmenskrise, Krisenplan, Brandbekämpfung, Wissensgenerierung, Datenbankentwurf, Krisenprävention, Risikomanagement, Information-Overload, Wissensbasis, Brand, Notfallmanagement, Unternehmenssicherheit
Die Arbeit untersucht den Konnex zwischen Wissensmanagement und Krisenmanagement und zeigt auf, wie eine Wissensdatenbank als Grundlage zur Professionalisierung des Krisenmanagements dienen kann.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Phasen von Unternehmenskrisen, das Krisenmanagement als Disziplin, die Erstellung von Krisenplänen sowie das Wissensmanagement als Basis für strukturierte Informationsbereitstellung.
Das primäre Ziel ist die Steigerung des Bewusstseins für die Relevanz beider Teildisziplinen sowie die fundierte Darstellung des praktischen Nutzens einer Wissensdatenbank in Stresssituationen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Literatur und Modelle und verknüpft diese in einem praxisorientierten "Top-Down-Approach" mit einem konkreten Fallbeispiel.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Krisen- und Wissensforschung, die methodische Einführung und Gestaltung von Wissensdatenbanken sowie eine detaillierte praktische Anwendung auf das Szenario "Feuer".
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Krisenmanagement, Wissensdatenbank, Unternehmenskrise, Krisenplan und Präventionsmaßnahmen charakterisiert.
Der Krisenplan dient als zentrales Instrument, um in der akuten Krisensituation durch klar definierte Zuständigkeiten, Checklisten und Handlungsanweisungen die Entscheidungsfindung zu erleichtern und Stressfolgen zu minimieren.
Die Dokumentation ermöglicht es, aus vergangenen Krisen zu lernen ("lessons learned"), stellt die Verfügbarkeit von Informationen sicher und reduziert durch die strukturierte Aufbereitung einen drohenden "Information-Overload" im Krisenfall.
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