Bachelorarbeit, 2006
62 Seiten, Note: 1,7
Die Bachelorarbeit „Intermedialität und Urbanität im Medienwandel“ analysiert die Darstellung der urbanen Lebenswelt in der Weimarer Republik am Beispiel des Romans „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin sowie dessen Adaptionen im Hörspiel, Film und Fernsehen. Die Arbeit verfolgt dabei das Ziel, die medienspezifischen Prozesse und Besonderheiten der verschiedenen Adaptionen aufzuzeigen und deren Einfluss auf die Darstellung der Stadt und ihrer Bewohner zu untersuchen. Dabei werden die jeweiligen medialen Möglichkeiten und Grenzen, sowie die Herausforderungen bei der Vermittlung von Inhalten über unterschiedliche mediale Formate, betrachtet.
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und beleuchtet die Bedeutung der modernen Großstadt in der Weimarer Republik. Es werden die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen dieser Zeit sowie deren Einfluss auf die Kunst und Literatur dargestellt. Kapitel 3.1 behandelt die Entstehung der Intermedialität und die Rolle verschiedener Medien in der Kunst. Es werden die spezifischen Merkmale und Möglichkeiten von Literatur, Hörspiel, Film und Fernsehen im Hinblick auf die Darstellung der urbanen Lebenswelt betrachtet. Kapitel 3.2 widmet sich dem Roman „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin, analysiert dessen Struktur und Inhalt und untersucht, wie Döblin die Großstadt als Mosaik der Sinne darstellt. Kapitel 4 befasst sich mit der Hörspieladaption des Romans und untersucht, wie der Roman in ein akustisches Medium übertragen wurde. Es werden die Besonderheiten des Hörspiels, die akustische Gestaltung der urbanen Lebenswelt sowie die inhaltlichen Unterschiede zur Romanvorlage beleuchtet. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der ersten Verfilmung des Romans durch Phil Jutzi und betrachtet die filmischen Mittel, die Jutzi zur Darstellung der Stadt einsetzt. Kapitel 6 stellt die Verfilmung des Romans durch Rainer Werner Fassbinder vor, analysiert dessen Umgang mit Döblins Werk und untersucht, wie Fassbinder die urbane Lebenswelt im Fernsehen darstellt. Kapitel 7 führt eine vergleichende Medienanalyse der verschiedenen Adaptionen durch. Es werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Stadt-Mensch-Beziehung, der Stadt und Natur sowie der Stadt als Organ der Menschheitsgeschichte betrachtet.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Intermedialität, Urbanität, Medienwandel, Darstellung der urbanen Lebenswelt, Weimarer Republik, „Berlin Alexanderplatz“, Alfred Döblin, Hörspiel, Film, Fernsehen, Adaption, Werktreue, Vergleichende Medienanalyse, Stadt-Mensch-Beziehung, Großstadt, Stadtbild, Kunst, Literatur, Medien, Geschichte, Kultur.
Die Arbeit untersucht die Darstellung der urbanen Lebenswelt in Berlin am Anfang des 20. Jahrhunderts am Beispiel von Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“ und dessen Adaptionen.
Verglichen werden der Roman, die Hörspielfassung, Kinofilme und die TV-Serie (u.a. von Fassbinder).
Intermedialität beschreibt das Wechselspiel zwischen den Künsten, etwa wie Montagetechniken aus dem Film in die Literatur (Döblin) oder akustische Szenarien ins Hörspiel übertragen werden.
Untersucht werden die Arbeiten von Max Bing (Hörspiel), Phil Jutzi (Film) und Rainer Werner Fassbinder (TV-Serie).
Die Stadt wird oft als übermächtiger Organismus oder „Mosaik der Sinne“ dargestellt, der zum Verlust der Subjektivität des Einzelnen führen kann.
Es geht um die Herausforderung, den Kern der Romanvorlage bei einem Medienwechsel beizubehalten, während die medienspezifischen Möglichkeiten der neuen Form genutzt werden.
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