Diplomarbeit, 2006
82 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der englischen Private Limited Company (Ltd.) mit Verwaltungssitz in Deutschland und untersucht, ob sie als Alternative zur deutschen GmbH in Betracht gezogen werden kann. Die Arbeit analysiert die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Ltd., insbesondere im Hinblick auf die Niederlassungsfreiheit und die steuerliche Behandlung. Sie befasst sich mit den relevanten Rechtsnormen und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik, definiert die Problemstellung und skizziert den Gang der Untersuchung. Zudem wird der Begriff „kleine und mittlere Unternehmen“ abgegrenzt und die wirtschaftliche Bedeutung des Themas erläutert.
Kapitel 2 beschäftigt sich mit den rechtlichen Grundlagen der Limited, insbesondere mit der Sitztheorie, der Gründungstheorie und der Niederlassungsfreiheit. Die Rechtsprechung des EuGH wird im Detail analysiert, wobei die Fälle Centros, Überseering und Inspire Art im Fokus stehen. Außerdem werden Einschränkungen der Niederlassungsfreiheit, wie Rechtsmissbrauch und zwingende Gründe des Allgemeininteresses, betrachtet. Abschließend wird untersucht, welches Recht auf eine Limited mit inländischem Verwaltungssitz Anwendung findet.
Kapitel 3 behandelt die Gründung einer Limited, sowohl in England als auch in Deutschland. Die verschiedenen Anforderungen bei der Namensgebung, der Satzung, dem registrierten Büro, der Kapitalaufbringung und den Anteilsgattungen werden erläutert. Darüber hinaus wird die Ltd. & Co. KG als Mischform vorgestellt und die Gründung durch einen Limited-Anbieter beleuchtet.
Kapitel 4 stellt die Organe und Gesellschafter der Limited vor. Es werden die Rolle des Direktors, des Sekretärs, der Gesellschafter und der Gesellschafterversammlung beschrieben. Darüber hinaus werden die Rechte und Pflichten der Organe sowie die Haftungsregelungen behandelt. Die Rechnungslegung und Publizitätspflichten der Limited sowie die betriebliche und unternehmerische Mitbestimmung werden ebenfalls thematisiert.
Kapitel 5 widmet sich der ertragsteuerlichen Behandlung der Limited und ihrer Anteilseigner. Die Besteuerung auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene der Anteilseigner wird in den verschiedenen Fällen, wie z.B. bei natürlichen und juristischen Personen, analysiert.
Private Limited Company, Ltd., GmbH, Niederlassungsfreiheit, Sitztheorie, Gründungstheorie, Rechtsprechung des EuGH, Centros, Überseering, Inspire Art, Gründung, Organe, Gesellschafter, Haftung, Rechnungslegung, Publizitätspflichten, Ertragsteuer, Besteuerung, Anteilseigner.
Die Private Limited Company by Shares (Ltd.) ist die am häufigsten gewählte Rechtsform für Kapitalgesellschaften in Großbritannien. Sie ist eine juristische Person und entspricht in ihrer Struktur weitestgehend der deutschen GmbH.
Die Attraktivität liegt vor allem in den geringen Anforderungen bei der Gründung, wie etwa dem minimalen Stammkapital und der schnellen Errichtung, insbesondere durch die Nutzung von Vorratsgesellschaften (shelf companies).
Durch richtungsweisende Entscheidungen wie Centros, Überseering und Inspire Art hat der EuGH die Niederlassungsfreiheit gestärkt. Dies ermöglicht es ausländischen Gesellschaften, ihren Verwaltungssitz in Deutschland zu haben und hier rechtsfähig zu sein.
Die Sitztheorie besagt, dass auf eine Gesellschaft das Recht des Staates anzuwenden ist, in dem sie ihren tatsächlichen Verwaltungssitz hat. Die Gründungstheorie hingegen wendet das Recht des Staates an, in dem die Gesellschaft gegründet wurde.
Die Arbeit untersucht die Ertragsteuerpflicht sowohl auf Ebene der Gesellschaft als auch auf Ebene der Anteilseigner, wobei zwischen natürlichen und juristischen Personen als Gesellschafter unterschieden wird.
Zu den Organen gehören der Direktor (Director), der für die Geschäftsführung zuständig ist, und der Sekretär (Secretary), der administrative Aufgaben übernimmt. Zudem gibt es die Gesellschafterversammlung.
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