Diplomarbeit, 2005
84 Seiten, Note: 1,0
Problemstellung und Einführung in die Thematik
1 Die Struktur der Krankenhausversorgung in Deutschland
2 Finanzierung deutscher Krankenhäuser
2.1 Konzept der dualen Finanzierung
2.2 Überblick über die bisherige Finanzierung der laufenden Kosten
2.3 Neuerungen durch die GKV-Gesundheitsreform 2000
2.3.1 Das G-DRG-System und dessen Funktionsweise
2.3.2 Geplanter Ablauf der G-DRG-Einführung
2.3.3 Mengensteuerung im neuen Vergütungssystem
3 Klassische Kosten- und Leistungsrechnung unter den neuen Bedingungen
3.1 Der Kosten- und Leistungsbegriff
3.2 Grundsystematik der klassischen Kosten- und Leistungsrechnung
3.3 Prüfung der Zweckmäßigkeit von Kostenarten- und Kostenstellenrechnung
3.3.1 Die Situation vor Einführung der DRG
3.3.2 Beurteilung der Eignung unter dem DRG-System
3.4 Notwendigkeit der Ergänzung durch die Kostenträgerrechnung
3.4.1 Wahl des Kostenträgers und Beurteilung des Vergütungssystems
3.4.2 Verrechnungsverfahren der Kostenträgerrechnung
3.4.3 Aufgaben der Kostenträgerrechnung
3.4.4 Systematik des Kalkulationshandbuchs
3.4.5 Kritische Betrachtung der Kostenträgerrechnung
3.5 Aspekte des Zeitbezugs und des Sachumfangs
3.5.1 Vollkosten- versus Teilkostenrechnung
3.5.2 Untersuchung der Zweckmäßigkeit von Normal-, Plan- und Grenzplankostenrechnung
4 Bedeutung der Prozesskostenrechnung unter dem DRG-System
5 Beurteilung des Target Costing und weiterer Ansätze
6 Fazit, Ausblick und Entwicklungstendenzen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung klassischer und moderner Kostenrechnungsverfahren für den Krankenhaussektor im Kontext des G-DRG-Vergütungssystems, mit dem zentralen Ziel, die Wirtschaftlichkeit und Transparenz der Kostenstruktur zu analysieren und Handlungsempfehlungen für das Krankenhausmanagement abzuleiten.
3.4.3 Aufgaben der Kostenträgerrechnung
Die primäre Hauptaufgabe der Kostenträger(stück-)rechnung ist die Herstellung von Transparenz über die Kosten- und Leistungssituation, um damit eine Wirtschaftlichkeitskontrolle zu ermöglichen. Durch die Kalkulation soll und kann die Frage nach den individuellen Kosten je Kostenträger, und damit unter dem DRG-System, je Fallgruppe beantwortet werden. Hierbei ist zu empfehlen, das Rechnungssystem so zu konzipieren, dass ein sog. Drill-Down möglich wird, um damit eine genaue Ursachenanalyse durchführen zu können. Dabei handelt es sich um eine Kostenanalyse bis auf den einzelnen Patientenfall. Durch die Gegenüberstellung der Fallkosten einer einzelnen DRG mit ihren Erlösen lässt sich direkt die Rentabilität errechnen. Dies erlaubt die Durchführung von Portfolio-Analysen und strategischen Leistungsprogrammmodifikationen. Es ist jedoch anzumerken, dass das Krankenhaus bestimmten Restriktionen durch den zu erfüllenden Versorgungsauftrag unterliegt. Ein Ablehnen von unrentablen Fällen ist daher insbesondere bei Krankenhäusern der Maximalversorgung kaum möglich.
Werden die Fallkosten mit den Mengen in einer Zeitperiode multipliziert, so errechnen sich die periodenbezogenen Kosten, welche direkt der erwirtschafteten Erlössumme gegenübergestellt werden können. Damit lässt sich – auch unterjährig – die Frage beantworten, ob und in welcher Höhe das Krankenhaus im untersuchten Zeitraum Überschüsse oder Fehlbeträge erwirtschaftet. Auswirkungen von Planüber oder Planunterschreitungen auf die Erlössituation der einzelnen DRGs können erkannt und an die entsprechenden Ärzte kommuniziert werden.
Des Weiteren lassen sich Folgen von sich ankündigenden Änderungen bei Relativgewichten einzelner DRGs und des Basispreises sofort auf ihre Auswirkungen auf die Erlössituation hin analysieren. Hierdurch kann diesbezüglich eine gewisse Planungssicherheit für die Zukunft erreicht werden. Liegen Istkosten verschiedener Perioden vor, so besteht – wenn auch in sehr eingeschränktem Maße – die Möglichkeit einer Wirtschaftlichkeitskontrolle durch Vergleich der einzelnen DRG-Kosten je Periode.
Problemstellung und Einführung in die Thematik: Diese Einleitung beleuchtet die prekäre Kostensituation im Gesundheitswesen und führt das neue Vergütungssystem G-DRG als zentrale Neuerung ein.
1 Die Struktur der Krankenhausversorgung in Deutschland: Dieses Kapitel skizziert die Sektoren des Gesundheitswesens und die Rollen der beteiligten Institutionen für das Verständnis der Kostenrechnung.
2 Finanzierung deutscher Krankenhäuser: Die Entwicklung von der dualen Finanzierung hin zu den G-DRG-Regelungen wird dargelegt.
3 Klassische Kosten- und Leistungsrechnung unter den neuen Bedingungen: Die traditionelle Kostenrechnung wird hinsichtlich ihrer Eignung für den Krankenhaussektor kritisch bewertet.
4 Bedeutung der Prozesskostenrechnung unter dem DRG-System: Es wird untersucht, wie Prozesskostenrechnung die Gemeinkostenverrechnung verbessern kann.
5 Beurteilung des Target Costing und weiterer Ansätze: Strategische Ansätze wie Target Costing werden auf ihre Anwendbarkeit im Krankenhaus geprüft.
6 Fazit, Ausblick und Entwicklungstendenzen: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit einer betriebswirtschaftlichen Neuausrichtung.
Kostenrechnung, Krankenhaus, G-DRG, Fallpauschale, Kostenträgerrechnung, Prozesskostenrechnung, Target Costing, Wirtschaftlichkeit, Budgetierung, Kalkulationshandbuch, Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, DRG-System, Krankenhausmanagement, Benchmarking.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Kostenrechnung in deutschen Krankenhäusern angesichts der Einführung des G-DRG-Vergütungssystems.
Zentrale Themen sind die Finanzierung der Krankenhäuser, die klassische Kostenrechnung, die Prozesskostenrechnung sowie strategische Ansätze wie das Target Costing.
Ziel ist es, die Eignung verschiedener Kostenrechnungssysteme zu prüfen, um dem Krankenhausmanagement fundierte Steuerungsinstrumente für eine wirtschaftliche Betriebsführung an die Hand zu geben.
Es erfolgt eine systematische Analyse der rechtlichen Anforderungen und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten durch Literaturrecherche und kritische Würdigung der bestehenden Systeme.
Der Hauptteil befasst sich intensiv mit der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung, deren Zweckmäßigkeit unter dem neuen DRG-System sowie der Notwendigkeit einer prozessorientierten Kostenrechnung.
Kostenrechnung, G-DRG-System, Krankenhausökonomie, Prozesskostenrechnung und Wirtschaftlichkeitskontrolle.
Im Gegensatz zur bisherigen Orientierung an Liegetagen erfolgt die Vergütung nun fallpauschalisiert nach DRGs, was einen hohen Standardisierungsdruck erzeugt.
Obwohl sie sehr aufwendig in der Implementierung ist, bietet sie eine deutlich höhere Genauigkeit bei der Gemeinkostenverrechnung und ist daher dringend anzuraten.
Da medizinische Leistungen keine standardisierten Industrieprodukte sind, ist eine strategische Leistungsgestaltung auf Basis von Kostenobergrenzen nur eingeschränkt umsetzbar.
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