Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,3
PROBLEMSTELLUNG UND EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
1 PLANUNGSPROZESSE ALS CONTROLLINGINSTRUMENT IN BANKEN
1.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
1.1.1 Controlling als Gesamtbezugsrahmen
1.1.2 Planung – integrativer Bestandteil des Controllings
1.1.3 Funktionen der Planung
1.1.4 Dimensionen der Planung
1.1.5 Bedeutung der Kontrolle
1.1.6 Planungs- und Kontrollsysteme
1.2 BESONDERHEITEN IN DER BANKENPLANUNG
1.3 GRENZEN DER PLANUNG UND KRITIK DER LITERATUR
1.4 DIE BEDEUTUNG DER EDV BISHER
2 GRUNDLAGEN DER MULTIAGENTENSYSTEME
2.1 DEFINITION UND FUNKTIONSWEISEN
2.1.1 Definition Agent
2.1.2 Definition MAS
2.2 EINSATZGEBIETE VON MULTIAGENTENSYSTEMEN
2.3 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ VON MAS
3 ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN VON MAS IN DER BANKENPLANUNG
3.1 PRÜFUNG AUF ANWENDBARKEIT DER MAS IN DER PLANUNG
3.1.1 Generelle Prüfung der Anwendbarkeit
3.1.2 Prüfung des Umfangs der Anwendbarkeit
3.1.3 Prüfung der Vorteile anhand der traditionellen Planungskritik
3.1.4 Anwendung von MAS in verschiedenen Planungsdimensionen
3.2 EIN ANWENDUNGSSZENARIO
3.2.1 Budgetplanung in Banken
3.2.2 Bankenaufbauorganisation
3.2.3 Prozessablauf der Budgetierung
3.2.4 Aufbau und Funktionsweise des MAS
3.3 KRITISCHE BETRACHTUNG DES EINSATZES DER MAS
3.3.1 Vorteile des MAS-Einsatzes
3.3.2 Gefahren und Nachteile des MAS-Einsatzes
4 FAZIT, AUSBLICK UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN
Ziel der Arbeit ist es, die Eignung und Anwendbarkeit von Multiagentensystemen (MAS) zur Unterstützung von Planungsprozessen im Bankensektor zu prüfen und ein praktisches Modell für deren Einsatz zu entwickeln.
3.2.4.1 Auswahl einer geeigneten Systemarchitektur
In der Literatur findet sich sehr selten eine vollständige Klassifizierung aller bestehenden Architekturen für MAS. Die einzelnen entwickelten Modelle lassen sich auch nicht immer genau einem Architekturtyp zuordnen, da sie oftmals verschiedene Funktionen und Prinzipien mehrerer Typen verwenden. Ferber führt folgende, in der Praxis relevante Typen auf: „Architekturen, die auf horizontalen Modulen beruhen (modulare Architekturen), blackboardbasierte Architekturen, auf Subsumption beruhende Architekturen, auf konkurrierenden Aufgaben beruhende Architekturen, Produktionsregeln, Klassifizierer, dynamische Systeme, multiagentensystembasierte Architekturen und konnektionistische Ansätze.“ Die einzelnen Architekturen basieren auf unterschiedlichen Ansätzen und Modellen und eignen sich daher in unterschiedlicher Weise für die einzelnen Einsatzgebiete. Abbildung 11 führt die einzelnen Typen mit ihrem jeweiligen Hauptanwendungsgebiet in der Praxis und dem dahinter stehenden grundlegenden Prinzip auf.
PROBLEMSTELLUNG UND EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK: Einführung in die veränderten Rahmenbedingungen des Bankensektors und die daraus resultierende Notwendigkeit für verbesserte Planungsansätze.
1 PLANUNGSPROZESSE ALS CONTROLLINGINSTRUMENT IN BANKEN: Darlegung der theoretischen Grundlagen von Controlling, Planung und Kontrolle sowie der Besonderheiten in der Bankenplanung.
2 GRUNDLAGEN DER MULTIAGENTENSYSTEME: Einführung in das Konzept der autonomen Agenten, deren Eigenschaften und die Einsatzmöglichkeiten von Multiagentensystemen.
3 ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN VON MAS IN DER BANKENPLANUNG: Analyse der Anwendbarkeit von MAS in Banken und Erarbeitung eines konkreten Anwendungsszenarios für die Budgetplanung.
4 FAZIT, AUSBLICK UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Bedeutung von MAS im Planungsumfeld.
Bankenplanung, Controlling, Budgetierung, Multiagentensysteme, MAS, Agenten, Komplexitätsreduktion, Planungsprozess, Entscheidungsunterstützung, Blackboard-Architektur, Informationssysteme, Finanzsektor, IT-Infrastruktur, Wissensquellen, Szenarioanalyse
Das Hauptziel besteht darin, zu untersuchen, ob und wie Multiagentensysteme (MAS) bei Planungsprozessen in Banken eingesetzt werden können, um die Komplexität zu beherrschen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die steigende Komplexität, Dynamik und den hohen Koordinationsaufwand in Bankenplanungsprozessen, die traditionelle Methoden oft an ihre Grenzen bringen.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, prüft MAS anhand von Eignungskriterien und leitet daraus ein Anwendungsmodell (Blackboard-Architektur) für die Budgetplanung ab.
Es wird zwischen User-Agenten, Fach-Agenten, Wrapper-Agenten und Agenten mit Sonderfunktionen unterschieden, die jeweils spezifische Rollen im Planungssystem einnehmen.
Es wird die Blackboard-Architektur vorgeschlagen, da sie sich als besonders flexibel und adaptiv für die Integration verschiedener Wissensquellen in der Planung erwiesen hat.
Während MAS Effizienzvorteile und Flexibilität bieten können, bestehen Gefahren durch Informationsasymmetrien, hohe Anforderungen an die Systemarchitektur und den Verlust menschlicher Motivationsfaktoren.
Die Budgetplanung ist ein exzellentes Anwendungsbeispiel, da sie hochkomplex ist und die Koordination vieler Akteure sowie eine IT-gestützte Datenverarbeitung erfordert.
Das Gegenstromverfahren ist die Grundlage des Planungsprozesses, da es Top-Down-Vorgaben mit Bottom-Up-Marktkenntnissen kombiniert, was ideal durch Agenten unterstützt werden kann.
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