Diplomarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen
2.1 Begriffsklärung
2.2 Zu beachtende Vorschriften und ihre Bindungswirkung für den deutschen Abschlußprüfer
2.2.1 Gesetzliche Vorschriften
2.2.2 Fachliche Verlautbarungen
2.2.3 Internationale Normen
2.3 Nationale und internationale Prüfungsgrundsätze zur Aufdeckung von Fraud
2.3.1 IDW PS 210
2.3.2 ISA 240 (n. F.)
2.3.3 SAS 99
2.4 Fraud-Triangle-Ansatz
2.4.1 Motiv
2.4.2 Möglichkeit
2.4.3 Rechtfertigung
3 Verantwortung des Abschlußprüfers zur Aufdeckung von Fraud
3.1 Gegenstand und Umfang der Abschlußprüfung
3.2 Unternehmensinterne Instrumente und ihre Verantwortlichkeit zur Verhinderung von Fraud
3.2.1 Vorstand
3.2.2 Aufsichtsrat
3.3 Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten nach IDW PS 210
3.4 Unterschiede in der Verantwortung und Prüfungsdurchführung nach ISA 240
3.4.1 Kritische Grundhaltung
3.4.2 Besprechungen im Prüfungsteam
3.4.3 Prüfungshandlungen zur Erkennung und Beurteilung von Risiken
3.4.4 Manipulierte Umsatzerlöse
3.4.5 Reaktionen auf die Risiken wesentlicher falscher Angaben aufgrund von Verstößen
3.5 Unterschiede in der Berücksichtigung von Fraud nach SAS 99
3.6 Zwischenergebnis
4 Risikoindikatoren als Hilfe zur Aufdeckung von Fraud
4.1 Vergleich der Risikofaktoren aus IDW PS 210, ISA 240 und SAS 99
4.2 Empirische Studien zur Eignung von Risikoindikatoren
4.2.1 Beurteilung von Risikofaktoren auf Basis von Checklisten
4.2.1.1 Überprüfung vorhandener Red Flags
4.2.1.2 Existenz von Risikoindikatoren in tatsächlichen Manipulationsfällen
4.2.1.3 Identifikation von Red Flags aus Sicht der SEC
4.2.1.4 Einfluß der Unternehmensgröße auf Risikoindikatoren
4.2.1.5 Rangfolge von Red Flags
4.2.1.6 Grenzen von Red Flag-Checklisten
4.2.2 Mathematisch-statistische Methoden zur Beurteilung des Fraud-Risikos
4.2.2.1 Statistische Logit-Modelle
4.2.2.2 Neuronale Netze
4.2.2.3 Methode des Maschinellen Lernens
4.3 Eignung von Risikofaktoren zur Aufdeckung von Fraud
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht betrügerische Handlungen (Fraud) im Kontext der Jahresabschlußprüfung. Das Hauptziel besteht darin zu analysieren, wie Wirtschaftsprüfer solche Manipulationen besser aufdecken können, welche diesbezüglichen Verpflichtungen bestehen und welche Hilfsmittel – etwa Risikoindikatoren – zur Verfügung stehen.
3.1 Gegenstand und Umfang der Abschlußprüfung
Im HGB bestimmt § 317 den Gegenstand sowie den Umfang der Abschlußprüfung. Dem Gesetzgeber zufolge sind die im Gesetz genannten Komponenten der Rechnungslegung Gegenstand der Prüfung. Für den Einzelabschluß werden darunter die Buchführung, die Bilanz, die GuV, der Anhang und der Lagebericht verstanden, für den Konzernabschluß entsprechend die zusammengefaßten Jahresabschlüsse, die Konzernbilanz, die Konzern-GuV, der Konzernanhang sowie der Konzernlagebericht.
Wenn das zu prüfende Unternehmen eine börsennotierte Aktiengesellschaft ist, erweitert sich der Prüfungsgegenstand auch auf das Risikofrüherkennungssystem, das der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG einzurichten hat.
Der Prüfungsumfang ist im Gegensatz dazu nicht direkt festgelegt. Er läßt sich allerdings aus den geforderten Aussagen über den Prüfungsgegenstand ableiten. Demnach hat der Abschlußprüfer so umfassend zu prüfen, daß er zu einem Urteil darüber kommt, ob
1. „die gesetzlichen Vorschriften und sie ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags oder der Satzung beachtet worden sind“,
2. „Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die in Satz 2 [des § 317 Abs. 1 HGB, Anm. d. Verf.] aufgeführten Bestimmungen, die sich auf die Darstellung des nach § 264 Abs. 2 ergebenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich auswirken, bei gewissenhafter Berufsausübung erkannt werden“,
3. „der Lagebericht mit dem Jahresabschluß [...] sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen des Abschlußprüfers in Einklang stehen und ob der Lagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Unternehmens [...] vermittelt“,
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik spektakulärer Unternehmensschieflagen ein und definiert das Ziel der Arbeit, Fraud-Risiken in der Jahresabschlußprüfung zu untersuchen.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert den Begriff Fraud, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Abschlußprüfer und stellt das Fraud-Triangle-Modell sowie relevante Prüfungsstandards vor.
3 Verantwortung des Abschlußprüfers zur Aufdeckung von Fraud: Es wird die berufsrechtliche Verantwortung des Prüfers spezifiziert und die Rolle von Vorstand und Aufsichtsrat bei der Fraud-Prävention sowie Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Prüfungsstandards beleuchtet.
4 Risikoindikatoren als Hilfe zur Aufdeckung von Fraud: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Risikoindikatoren (Red Flags) und analysiert empirische Studien zu deren Eignung sowie moderne mathematisch-statistische Methoden zu deren Beurteilung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Kooperation zwischen Management und Prüfer bei der Prävention und Aufdeckung von Fraud.
Jahresabschlußprüfung, Fraud, Betrug, Bilanzmanipulation, Wirtschaftsprüfer, IDW PS 210, ISA 240, SAS 99, Fraud-Triangle-Ansatz, Risikoindikatoren, Red Flags, internes Kontrollsystem, Risikobeurteilung, Unternehmensüberwachung.
Die Arbeit analysiert das Thema Fraud (betrügerische Handlungen) im Kontext der Jahresabschlußprüfung, insbesondere die Rolle und Verantwortung des Abschlußprüfers.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Grundlagen, Prüfungsstandards (national vs. international), die Rollen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Anwendung von Risikoindikatoren zur Fraud-Erkennung.
Das Ziel ist die kritische Untersuchung der Verpflichtungen des Abschlußprüfers bei der Aufdeckung von Fraud und die Evaluation von Hilfsmitteln zur Risikoeinschätzung.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die relevante Gesetze und Prüfungsstandards analysiert, vergleicht und bestehende empirische Studien zu Risikoindikatoren sowie mathematisch-statistische Modelle bewertet.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Verantwortlichkeiten des Prüfers, den Vergleich der Standards IDW PS 210, ISA 240 und SAS 99 sowie auf die Identifikation und Eignung von Risikoindikatoren.
Wichtige Schlagworte sind Jahresabschlußprüfung, Fraud, Bilanzmanipulation, Risikoindikatoren (Red Flags) und Prüfungsstandards.
Der Ansatz dient als Erklärungsmodell für das Entstehen von Fraud und unterteilt das Risiko in die Faktoren Motiv, Möglichkeit und Rechtfertigung.
Der Vergleich ist aufschlussreich, da ISA 240 den derzeitigen nationalen Standard (IDW PS 210) zukünftig ersetzen wird und die Arbeit somit aktuelle regulatorische Entwicklungen aufzeigt.
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