Diplomarbeit, 2006
83 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Asset Liability Management
2.1 Definition
2.2 Die Entwicklung des Asset Liability Managements
3 Der Finanzsektor
3.1 Teilmärkte des Finanzsektors
3.2 Institutionen des Finanzsektors
3.2.1 Aufsichtsorgan und Verbände
3.2.2 Finanzintermediäre
4 Banken und Versicherungen
4.1 Das System der Banken
4.1.1 Das Zentralbanksystem
4.1.2 Das Geschäftsbankensystem
4.1.2.1 Kreditbanken
4.1.2.2 Sparkassen
4.1.2.3 Kreditgenossenschaften
4.1.3 Veränderungen bei den Universalbanken
4.1.4 Funktionen, Ziele und Risiken der Kreditbanken
4.2 Das System der Versicherungen
4.2.1 Die Individualversicherung
4.2.1.1 Erstversicherungsunternehmen
4.2.1.2 Rückversicherungsunternehmen
4.2.2 Die Sozialversicherung
4.2.3 Veränderungen bei den Individualversicherungen
4.2.4 Funktionen, Ziele und Risiken der Versicherungsunternehmen
4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Universalbanken und Versicherungsunternehmen
4.3.1 Gemeinsamkeiten
4.3.2 Unterschiede
5 Risikomessung und Risikomaße
5.1 Risikomessung
5.2 Risikomaße
5.2.1 Varianz und Standardabweichung
5.2.2 Duration
5.2.3 Value at risk
6 Risikoanalyse mit Hilfe von ALM-Techniken
6.1 Grundformen der ALM-Techniken
6.1.1 Anwendungsebene
6.1.2 Sequenzielles und simultanes Vorgehen
6.2 ALM-Techniken
6.2.1 Deterministische Immunisierungsstrategien
6.2.2 Optimierungsstrategien
6.2.3 Szenario-Testing
7 Risikosteuerung und Risikokontrolle
7.1 Risikosteuerung
7.1.1 Risikosteuerungsstrategien
7.1.2 Risikosteuerungsinstrumente
7.2 Risikokontrolle
8 Fazit und Ausblick
Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Ansatz des Asset Liability Managements (ALM) zu veranschaulichen, wobei der Schwerpunkt auf der Identifikation der Risiken von Banken und Versicherungen sowie der Darstellung geeigneter ALM-Techniken zur Risikosteuerung liegt.
2.1 Definition
In der Literatur existieren viele und unterschiedliche Definitionen für den Begriff des Asset Liability Managements (ALM).
Eine erste Annäherung kann durch die Übersetzung und Zusammenführung der Teilbegriffe erfolgen.
Übersetzt man die Begriffe Assets und Liabilities aus dem Englischen, so bezeichnen sie im bilanztechnischen Sinne auf der einen Seite die einzelnen Posten einer Bilanzseite: Assets bezeichnen dabei u.a. die Vermögens(-gegenstände), Kapital(anlagen) und das Anlagevermögen. Liablities stehen für Schulden und Verbindlichkeiten. Auf der anderen Seite werden mit Assets und Liabilities die Gesamtpositionen einer Bilanzseite bezeichnet: So stehen die Assets für die Aktiva bzw. Aktivseite und die Liabilities repräsentieren die Passiva bzw. Passivseite einer Bilanz.
Der Begriff des Managements leitet sich von dem lateinischen Ausdruck manus agere ab, was übersetzt „an der Hand führen“ bedeutet. Der Gedanke der „Führung“ ist auch heute noch erhalten geblieben. So wird der Begriff im betriebswirtschaftlichen Sprachgebrauch mit der Leitung eines Unternehmens bezeichnet. Das Management wird üblicherweise in zwei Bedeutungsvarianten dargestellt:
Im institutionalen Sinne umfasst das Management „die Träger der Führungstätigkeiten auf den verschiedenen hierarchischen Stufen der Leitungsstruktur“. Innerhalb dieser Gruppe der Führungskräfte unterscheidet man in Top-, Middle- und Lower Management. Besondere Beachtung wird dabei zumeist dem Top-Management geschenkt, da dieses für den Weg der Unternehmung (die Strategien) verantwortlich ist. Jedoch ist allen Gruppen gemeinsam, dass sie gegenüber anderen Personen weisungsbefugt sind und dass diesen Weisungen Folge geleistet werden muss.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Strukturwandel auf den Finanzmärkten und die daraus resultierende Notwendigkeit für Banken und Versicherungen, das Asset Liability Management (ALM) als Technik zur Risikosteuerung einzusetzen.
2 Asset Liability Management: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen des ALM hergeleitet sowie ein Überblick über die historische Entwicklung der Disziplin gegeben.
3 Der Finanzsektor: Dieses Kapitel ordnet Banken und Versicherungen in den Finanzsektor ein, beleuchtet dessen Teilmärkte und definiert die zentralen Institutionen, insbesondere die Finanzintermediäre.
4 Banken und Versicherungen: Dieses Kapitel identifiziert die spezifischen Strukturen, Funktionen, Ziele und Risiken von Banken und Versicherungen unter dem Gesichtspunkt ihrer Eigenschaft als Finanzintermediäre.
5 Risikomessung und Risikomaße: Hier werden ausgewählte Methoden und Kennzahlen zur Quantifizierung von Risiken vorgestellt, darunter Varianz, Standardabweichung, Duration und Value at Risk.
6 Risikoanalyse mit Hilfe von ALM-Techniken: Das Kapitel systematisierte verschiedene ALM-Techniken, von deterministischen Immunisierungsstrategien bis hin zu Optimierungsmodellen und Szenario-Testing, und bewertet deren Anwendbarkeit.
7 Risikosteuerung und Risikokontrolle: Abschließend werden Strategien und Instrumente zur aktiven Risikosteuerung sowie der prozessbegleitende Kontrollrahmen zur Überwachung der ALM-Maßnahmen dargestellt.
8 Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert den Bedarf für unternehmensspezifische Anpassungen des ALM-Prozesses unter Berücksichtigung zukünftiger regulatorischer Rahmenbedingungen.
Asset Liability Management, ALM, Finanzintermediäre, Risikomanagement, Banken, Versicherungen, Liquiditätstransformation, Risikotransformation, Zinsänderungsrisiko, Value at Risk, Duration, Portfoliotheorie, Markowitz-Ansatz, Risikosteuerung, Solvency II
Die Arbeit untersucht den Managementansatz des Asset Liability Managements (ALM) und dessen Anwendung zur Risikosteuerung bei Banken und Versicherungen.
Die zentralen Themen sind die Identifikation von Risiken bei Finanzinstituten, die Messung dieser Risiken mittels quantitativer Verfahren sowie die Anwendung von ALM-Techniken und Risikosteuerungsstrategien.
Das Ziel ist die Veranschaulichung des ALM-Ansatzes, die Identifikation spezifischer Risiken bei Banken und Versicherungen sowie die Bewertung der Anwendbarkeit verschiedener ALM-Techniken für beide Branchen.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Ableitung von Definitionen, Risikokategorien und Managementmodellen aus der Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Branchenanalyse von Banken und Versicherungen, die Darstellung von Methoden zur Risikomessung, eine systematische Beschreibung von ALM-Techniken (Immunisierung, Optimierung) sowie Strategien zur Risikosteuerung und -kontrolle.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Asset Liability Management (ALM), Risikotransformation, Marktrisiken, Liquiditätstransformation, Bankensystem, Versicherungswesen und Portfoliomanagement.
Während Banken stärker auf die Liquiditätstransformation fokussiert sind, steht bei Versicherungsunternehmen die Risikotransformation, insbesondere die passivseitige vertikale Risikotransformation, im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine universelle ALM-Technik gibt, sondern die Auswahl stark von den spezifischen Unternehmenszielen und den damit verbundenen Risiken abhängt. Eine Kombination verschiedener Techniken ist häufig sinnvoll, wobei eine unternehmensindividuelle Implementierung zwingend erforderlich ist.
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