Magisterarbeit, 2006
118 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Gegenstand, Fragestellung, Vorgehen
2.1 Gegenstand
2.2 Fragestellung
2.3 Vorgehen
3 Analyse
3.1 Rahmenbedingungen der Forschung zu Alter und Technik
3.2 Entwicklungen vor 1990
3.3 Phase I: Die Herausbildung eines neuen Forschungsgebiets
3.3.1 Gerontechnology
3.3.2 USA
3.3.2.1 Wohnen und Haushalt
3.3.2.2 Kommunikation und Information
3.3.2.3 Mobilität und Verkehr
3.3.2.4 Gesundheit
3.3.2.5 Studie: A Human Factors Analysis of ADL Activities
3.3.3 Deutschland
3.3.3.1 Wohnen und Haushalt
3.3.3.2 Information und Kommunikation
3.3.3.3 Mobilität und Verkehr
3.3.3.4 Gesundheit
3.3.3.5 Projekt: Alter und Technik (ALTEC)
3.4 Phase II: Thematische Ausweitung
3.4.1 Gerontechnology
3.4.2 USA
3.4.2.1 Wohnen und Haushalt
3.4.2.2 Kommunikation und Information
3.4.2.3 Mobilität und Verkehr
3.4.2.4 Gesundheit
3.4.2.5 Studie: Consumer Assessment Study
3.4.3 Deutschland
3.4.3.1 Wohnen und Haushalt
3.4.3.2 Kommunikation und Information
3.4.3.3 Mobilität und Verkehr
3.4.3.4 Gesundheit
3.4.3.5 Projekt: sentha – Seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag
3.5 Phase III: Differenzierung, Spezialisierung und Internationalisierung
3.5.1 Gerontechnology
3.5.2 USA
3.5.2.1 Wohnen und Haushalt
3.5.2.2 Information und Kommunikation
3.5.2.3 Mobilität und Verkehr
3.5.2.4 Gesundheit
3.5.2.5 Forschungszentrum: CREATE – Center for Research and Education on Aging and Technology Enhancement
3.5.3 Deutschland
3.5.3.1 Wohnen und Haushalt
3.5.3.2 Information und Kommunikation
3.5.3.3 Mobilität und Verkehr
3.5.3.4 Gesundheit
3.5.3.5 Studie: Technikaufgeschlossenheit und Nachfrageverhalten
3.6 Ausblick
3.7 Vergleich und Bewertung
4 Ergebnisse
5 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Konsolidierung des Forschungsgebiets "Alter und Technik" in den USA und Deutschland. Ziel ist ein perspektivenübergreifender Vergleich der Forschungsbemühungen, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede in der Herangehensweise und die wissenschaftlichen Traditionen beider Länder aufzuzeigen und zu bewerten.
3.3.3.5 Projekt: Alter und Technik (ALTEC)
Von 1989 an wurden unterschiedliche Projekte innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Alternswissenschaft vom Land NRW über zwei Jahre gefördert. Dazu zählte das Projekt Alter und Technik (ALTEC) an der Universität Bonn. Ausgangspunkt des Projekts war die Automatisierung vieler alltäglicher Dienstleistungen, die einen kompetenten Umgang mit Technik als zentrale Fähigkeit für die Bewältigung des Alltags voraussetzt. Bei Älteren sieht die Forschergruppe häufig einen mangelnden Person-Environment-Fit7, der durch eine benutzerunfreundliche Gerätegestaltung aber auch „Anpassungsrückstände“ (Rudinger et al. 1992a, 3) der älteren Bevölkerung bei der Technikentwicklung ausgelöst wird. Am stärksten treten diese Probleme bei einem Versagen in der Techniknutzung zutage, welches gerade bei öffentlichen Geräten wie Fahrkarten- oder Bankautomaten ins Gewicht fällt, da nach außen der irrige Eindruck erweckt wird, die Handlungskompetenz habe generell abgenommen. Durch eine beschleunigte Technikentwicklung und die Zunahme Älterer an der Gesamtbevölkerung wird diese Problematik noch verstärkt (Rudinger et al. 1992a, 3). Da die Forschergruppe aus Psychologen bestand, stehen kognitive und nicht physische Einbußen und deren Folgewirkungen für den Umgang mit Alltagstechnik im Mittelpunkt.
Beispielhaft für Alltagstechnik aus dem öffentlichen und dem privaten Bereich wird der Umgang mit einem Fahrkartenautomaten und einer TV-Video-Kombination untersucht. Nach teilinventarisierten Beobachtungen an 1400 Versuchspersonen bei der Bedienung von Fahrkartenautomaten stellte sich heraus, dass das größte Problem das Finden des richtigen Ziels in der angegeben Liste war und Ältere hier besonders benachteiligt waren. In einem experimentellen Setting wurde anschließend eine optimierte Version dieser Liste mit der herkömmlichen verglichen. Bei der Untersuchung der Bedienbarkeit der TV-Videokombination wurde zunächst eine Liste typischer Mängel in Bedienungsanleitungen angelegt. Aufgrund dessen wurde eine optimierte Version der Bedienungsanleitung erstellt, wobei besonders auf das Layout und die Text-Bild-Interaktion Wert gelegt wurde.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Alter und Technik, Darstellung der demographischen Relevanz sowie Begründung des Fokus auf normal alternde Menschen im Vergleich der Länder USA und Deutschland.
2 Gegenstand, Fragestellung, Vorgehen: Definition der gerontologischen Grundlagen, Erläuterung der Forschungsfragen sowie methodisches Vorgehen durch eine Literaturanalyse zur Analyse der Forschungstraditionen.
3 Analyse: Detaillierte, phasenbasierte Gegenüberstellung der Forschung zum Thema Alter und Technik in den USA und Deutschland, unterteilt in Anwendungsbereiche wie Wohnen, Mobilität und Gesundheit.
4 Ergebnisse: Zusammenfassende Synthese der Analyse, Identifikation der unterschiedlichen Herangehensweisen (produktorientiert-pragmatisch vs. sozialwissenschaftlich-ganzheitlich) und Bewertung der Kontinuität der Forschung in beiden Ländern.
5 Schlussbemerkung: Resümee des Vergleichs und Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit eines interdisziplinären Wissenstransfers zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter.
Alter, Technik, Forschung, Gerontologie, Gerontechnology, USA, Deutschland, Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Technikakzeptanz, Ergonomie, Assistive Technologies, Demographischer Wandel, Interdisziplinarität
Die Arbeit analysiert und vergleicht die wissenschaftliche Forschung zum Thema "Alter und Technik" in den USA und Deutschland, um Unterschiede in der Herangehensweise und den Forschungstraditionen zu verstehen.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Bereiche Wohnen und Haushalt, Information und Kommunikation, Mobilität und Verkehr sowie Gesundheit im Kontext technischer Unterstützung für ältere Menschen.
Die primäre Fragestellung lautet, inwiefern sich die Forschung zu Alter und Technik in den USA und Deutschland unterscheidet, welche Schwerpunkte sich herausgebildet haben und ob in beiden Ländern von einem eigenen Forschungsgebiet gesprochen werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer ausführlichen Literaturanalyse von Fachzeitschriften, Projektberichten und Regierungsstudien, um die Forschungstraditionen und Projekthistorien in beiden Ländern nachzuzeichnen.
Der Hauptteil gliedert die Forschungshistorie in drei Phasen (Entwicklung vor 1990, erste Hälfte der 90er, zweite Hälfte der 90er und danach) und vergleicht diese für die USA und Deutschland anhand von spezifischen Projekten und Studienergebnissen.
Kernbegriffe sind Altern, Technik, Gerontechnology, Forschungstraditionen, Nutzerzentrierung, interdisziplinäre Forschung und Technikakzeptanz.
Die amerikanische Forschung zeichnet sich durch eine stärkere Orientierung an der Ergonomie und pragmatischen Produktlösungen aus, während die deutsche Forschung stärker sozialwissenschaftlich geprägt ist und häufiger ganzheitliche, ökologische Zusammenhänge betont.
In den USA haben Forschungszentren eine höhere institutionelle Stabilität und Kontinuität geschaffen, während die Forschung in Deutschland stärker von zeitlich begrenzten, projektbezogenen Förderungen geprägt ist.
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