Masterarbeit, 2005
102 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Material und Methoden
2.1 Materialien
2.1.1 Chemikalien und Reagenzien
2.1.2 Lösungen
2.1.3 Verbrauchsmaterialien und Geräte
2.1.4 Benzo[a]pyren: Mutagen und Referenzkontrolle
2.1.5 Charakteristische Merkmale der HepG2-Zelllinie
2.2 Methoden
2.2.1 Probenvorbereitung des Pflanzenmaterials
2.2.2 Kultivierung und Behandlungsmethoden der Zellkulturen
2.2.3 Alkalische Einzelzellgelelektrophorese (Cometassay)
2.2.4 Gaschromatographie und Massenspektrometrie
3 Ergebnisse
3.1 Gentoxische Effekte von Brassica
3.2 Antigentoxische Effekte von Brassica
3.3 Gen- und antigentoxische Effekte: Zusammenfassende Betrachtung
3.4 Qualitative und quantitative Analyse von Isothiocyanaten
3.4.1 Anteil der Trockensubstanz
3.4.2 ITC-Konzentrationen in der Trockensubstanz
3.4.3 ITC-Konzentrationen im Pflanzensaft
4 Diskussion
4.1 Isothiocyanate in Brassicaceae
4.2 Gentoxizität von Brassicaceae und Inhaltsstoffen
4.2.1 Gentoxische Effekte von Isothiocyanaten
4.2.2 Gentoxische Wirkmechanismen von Isothiocyanaten
4.2.3 Gentoxizität von Brassicaceae
4.2.4 Untersuchungsergebnisse zur Gentoxizität von Brassicaceae versus bisherige Studienergebnisse
4.3 Antigentoxizität von Brassicaceae und Inhaltsstoffen
4.3.1 Chemoprotektive Wirkmechanismen von Isothiocyanaten
4.3.2 Antigentoxizität von Brassicaceae
4.3.3 Bisherige Untersuchungen zur Antigentoxizität von Brassicaceae-Pflanzensäften
4.3.4 Nachweis der krebs-präventiven Aktivität von Brassicaceae und Isothiocyanaten im Tierversuch und in epidemiologischen Studien
4.3.5 Pflanzensaft-Aufnahme des Menschen
Ausblick
5 Zusammenfassung
6 Literatur
7 Anhang
Originaldaten des experimentellen Teils
Die vorliegende Arbeit untersucht das genotoxische und chemopräventive Potenzial von Pflanzensäften der Brassica oleracea-Arten Blumenkohl, Kohlrabi, Rot- und Weißkohl in humanen HepG2-Leberzellen mittels des Comet-Assays, um ein besseres Verständnis für das Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Inhaltsstoffe zu gewinnen.
2.2.3 Alkalische Einzelzellgelelektrophorese (Cometassay)
Gentoxische Substanzen können an zellulärer DNA verschiedene Läsionen verursachen: Einzel-/Doppelstrangbrüche, DNA-DNA- bzw. DNA-Protein-Quervernetzungen (engl. crosslinks) und Schäden an Purin- und Pyrimidinbasen. Die Einzelzellgelelektrophorese (engl.: single cell gel electrophoresis (SCGE)), auch Cometassay genannt, ist ein Testsystem mit dem DNA-Schäden auf Zellebene als DNA-Migration detektiert werden können (TICE und STRAUSS 1995).
Die Methodik des Testsystems beruht darauf, Zellen, die zuvor einer gentoxischen Substanz ausgesetzt wurden, in Agarose zu suspendieren und auf Objektträger aufzubringen. Bei der alkalischen Lyse werden die Zellen anschließend in einer Salz- und Detergentienlösung (pH = 10-12) lysiert. Vor der Elektrophorese werden die Objektträger in alkalischer Elektrophoreselösung (pH > 13) gelagert. Das stark alkalische Milieu bewirkt ein Entwinden der DNA aufgrund der Auflösung von Wasserstoffbrückenbindungen. Anschließend werden die Zellen einer Elektrophorese unterzogen, wobei geschädigte DNA aus dem Zellkern hinaus in Richtung Anode durch das Gel wandert. Hochmolekulare ungeschädigte DNA kann den Zellkern nicht verlassen. Danach werden die Objektträger gewaschen und die DNA kann mit einem fluoreszierenden Farbstoff (z.B. Ethidiumbromid) angefärbt werden. Zellen mit geschädigter DNA weisen, unter einem Fluoreszenzmikroskop betrachtet, eine Migration der DNA auf, die in ihrer Form einem Kometen ähnelt - der Zellkern stellt den Kopf dieses Kometen dar (vgl. Abb. 3). Der Anteil von DNA in dem Kometenschweif und die Schweiflänge sind ein Maß für die DNA-Schädigung durch eine gentoxische Substanz. Zellen mit ungeschädigter DNA weisen keine Kometen auf (HARTMANN et al. 2003, TICE et al. 2000, FAIRBAIRN et al. 1995, OLIVE et al. 1990).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Ernährungsfaktoren bei der Krebsentstehung und führt in die Bedeutung von sekundären Pflanzenstoffen wie Glucosinolaten aus Brassicaceae ein.
2 Material und Methoden: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Chemikalien, Zelllinien (HepG2), die Probenvorbereitung sowie die technischen Details zum Comet-Assay und der gaschromatographischen Analyse der Inhaltsstoffe.
3 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Balkendiagramme und tabellarischen Daten zur gentoxischen und antigentoxischen Wirkung der verschiedenen Kohlarten, basierend auf Parametern wie dem Olive Tail Moment (OTM) und der Schweiflänge (TL).
4 Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse interpretiert, Mechanismen der Gentoxizität und Chemoprävention (Enzymmodulation, oxidativer Stress) diskutiert und mit bisherigen Studien verglichen.
Brassicaceae, HepG2, Comet-Assay, Isothiocyanate, Benzo[a]pyren, Gentoxizität, Antigentoxizität, Chemoprävention, DNA-Migration, Glucosinolate, GC-MS/MS, Oxidativer Stress, Apoptose, Zellvitalität
Es geht um die Untersuchung von genotoxischen und chemopräventiven Effekten verschiedener Kohlsäfte (Brassica oleracea) in menschlichen Leberzellen.
Die zentralen Felder sind die Bewertung des DNA-schädigenden Potenzials, die antikarzinogene Schutzwirkung gegen externe Mutagene sowie die chemische Analyse der enthaltenen Inhaltsstoffe.
Das Ziel ist es, das Risikoprofil von Brassica-Säften zu bewerten, da diese sowohl schützende als auch bei hohen Konzentrationen potenziell genotoxische Eigenschaften aufweisen könnten.
Es wird hauptsächlich die alkalische Einzelzellgelelektrophorese (Comet-Assay) zur Detektion von DNA-Schäden sowie die Gaschromatographie mit Massenspektrometrie (GC-MS/MS) zur Stoffidentifizierung genutzt.
Im Hauptteil werden die experimentellen Ergebnisse der verschiedenen Kohlarten (Blumenkohl, Kohlrabi, Rot- und Weißkohl) dargestellt und die zugrunde liegenden biochemischen Wirkmechanismen diskutiert.
Schlüsselbegriffe sind Brassicaceae, Comet-Assay, HepG2-Zellen, Isothiocyanate und Chemoprävention.
Benzo[a]pyren diente als bekanntes Mutagen, um die schützende (antigentoxische) Wirkung der Pflanzensäfte gegen einen gezielten DNA-Schaden zu testen.
Nein, die Ergebnisse zeigten unterschiedliche Abstufungen in der Gen- und Antigentoxizität, wobei beispielsweise Rotkohlsaft eine besonders starke antigentoxische Wirksamkeit aufwies.
Die Studie bietet wichtige Hinweise, weist aber darauf hin, dass In-vitro-Ergebnisse den menschlichen Stoffwechsel nur teilweise simulieren und Faktoren wie Bioverfügbarkeit und individuelle Enzymaktivität beachtet werden müssen.
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