Bachelorarbeit, 2005
59 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Theoretische Grundlagen
II.I Legitimität
II.II Dimensionen und Voraussetzungen demokratisch legitimierter Herrschaft
II.II.I Soziale Legitimität
II.II.II Input-Legitimität
II.II.III Output-Legitimität
III. Globalisierung
III.I Definition
III.II Der historische Kontext
III.III Ursachen der Globalisierung
III.IV Dimensionen der Globalisierung
IV. Herausforderungen der Globalisierung an die Demokratie
IV.I Das nationalstaatliche Demokratiedefizit
IV.II Das transnationale Demokratiedefizit
V. Zur Zukunft der Demokratie
V.I Modelle einer überstaatlichen Demokratie
V.I.I Der radikale Kommunitarismus
V.I.II Der liberale Internationalismus
V.I.III Die kosmopolitische Demokratie
VI. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie das westliche Demokratiemodell angesichts der fortschreitenden Globalisierung und der damit einhergehenden Erosion nationalstaatlicher Handlungsspielräume zukunftsfähig bleiben kann. Die zentrale Forschungsfrage adressiert die Herausforderung, demokratische Legitimität in einem komplexen Mehrebenen- und Multiakteurssystem zu gewährleisten, in dem traditionelle Lösungsstrukturen des Nationalstaats zunehmend an ihre Grenzen stoßen.
III.II Der historische Kontext
Wie mittlerweile hinreichend belegt, ist der Globalisierungsprozess kein gänzlich neues Phänomen (z.B. Hirst/Thompson, 1996; Osterhammel/Petersson, 2003). Die historischen Vorläufer reichen je nach angelegtem Bewertungsmaßstab und Blickwinkel bis ins 16. Jahrhundert zurück, in dem sich mit der Entdeckung Amerikas, dem aufkommenden Sklavenhandel im Dreieck Europa, Afrika und Amerika und den sich intensivierenden Handelsbeziehungen mit Asien die ersten Konturen eines Welthandels herauskristallisierten.
Spätestens jedoch mit dem im 19. Jahrhundert aufkommenden industriellen Zeitalter kann von einer von Europa ausgehenden und dort im speziellen von den nationalen Volkswirtschaften vorangetriebenen Globalisierungsphase gesprochen werden, die maßgeblich durch das imperialistische Streben der heranwachsenden europäischen Nationalstaaten begünstigt wurde. Unter dem Banner des Freihandels entwickelte sich erstmals eine arbeitsteilige, auf Industriegüter und wachsenden Massenkonsum ausgerichtete Weltwirtschaft, die das Volumen des Welthandels stetig vorantrieb und die gegenseitige Verflechtung und wirtschaftliche Integration der Nationalstaaten bis zum I. Weltkrieg gar bis auf ein in mancher Hinsicht mit dem Status quo vergleichbaren Niveau anwachsen ließ (Hirst/Thompson, 1996: 49). Staatlich geförderte Innovationen im Bereich Kommunikation (Telegraphen und Telefon) und Transport (Eisenbahn und Flugzeug) begannen die Überwindung geographischer wie ökonomischer Grenzen zu begünstigen und bisherige Raum- und Grenzvorstellungen zu relativieren. So ermöglichte es der industrielle wie auch technische Fortschritt, Rohstoffe aus anderen Erdteilen, insbesondere aus den europäischen Kolonien, zu importieren, zu verarbeiten und anschließend weltweit zu vermarkten.
I. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Diskurs um die Zukunft der Demokratie unter dem Einfluss globaler Transformationsprozesse und stellt die Forschungsfrage nach den Erhaltungsbedingungen demokratischer Systeme.
II. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel präzisiert den Begriff der demokratischen Legitimität und führt ein dreigliedriges Analyseraster ein, das zwischen sozialer, Input- und Output-Legitimität differenziert.
III. Globalisierung: Es erfolgt eine Definition des multidimensionalen Globalisierungsbegriffs sowie eine Einordnung seiner historischen Ursprünge und wesentlichen Treiber im technologischen und ökonomischen Bereich.
IV. Herausforderungen der Globalisierung an die Demokratie: Das Kapitel analysiert, wie Globalisierungsprozesse das nationale Demokratiedefizit verschärfen und welche neuen, transnationalen Legitimationsprobleme dadurch entstehen.
V. Zur Zukunft der Demokratie: Hier werden verschiedene normativ-theoretische Ansätze – der radikale Kommunitarismus, der liberale Internationalismus und die kosmopolitische Demokratie – auf ihre Realisierbarkeit hin diskutiert.
VI. Fazit: Das Fazit bilanziert die Untersuchung und kommt zu dem Schluss, dass die Demokratie einen kontinuierlichen Prozess der Anpassung und horizontalen Ausweitung benötigt, um ihre Legitimität langfristig zu sichern.
Globalisierung, Demokratie, Legitimität, Nationalstaat, Input-Legitimität, Output-Legitimität, soziale Legitimität, Weltgesellschaft, Mehrebenensystem, Transformation, Demokratiedefizit, Governance, überstaatliche Demokratie, politische Partizipation, Volkssouveränität.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Globalisierung und dem Fortbestand westlicher Demokratieformen und hinterfragt die Zukunftsfähigkeit nationalstaatlicher politischer Strukturen.
Die zentralen Themen sind das Legitimitätskonzept demokratischer Herrschaft, die Triebkräfte der Globalisierung sowie der Wandel politischer Handlungsspielräume vom Nationalstaat hin zu überstaatlichen Strukturen.
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Bedingungen einer überstaatlichen Demokratie zu analysieren, die trotz einer zunehmend entgrenzten Welt die normativen Anforderungen demokratischer Legitimität erfüllen kann.
Es wird eine deskriptiv-analytische Methode angewandt, die auf politikwissenschaftlichen Legitimitätstheorien aufbaut, um bestehende überstaatliche Demokratieentwürfe kritisch zu reflektieren.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Legitimität) und das Phänomen Globalisierung definiert, gefolgt von der Analyse konkreter Demokratiedefizite und der Prüfung normativer Zukunftskonzepte für die Demokratie.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Legitimität, Globalisierung, demokratische Transformation und Mehrebenensystem beschreiben.
Die Wir-Identität fungiert als essentielle soziale Voraussetzung für demokratische Legitimität; der Autor argumentiert, dass deren Fehlen auf globaler Ebene eines der Hauptprobleme für die Realisierung einer weltweiten Demokratie darstellt.
Der Autor kritisiert, dass diese Modelle zwar theoretisch anspruchsvoll sind, aber das strukturelle Problem der Generierung einer globalen Öffentlichkeit und Identität sowie die Rolle des Nationalstaats als unverzichtbarer Ankerpunkt politischer Kooperation unterschätzen.
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