Examensarbeit, 2006
79 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Akzeptanzforschung im Kontext der Windkraftnutzung. Sie analysiert den Diskurs um die Windkraft in Deutschland und untersucht die dahinterliegenden Akzeptanzkriterien und -faktoren. Dabei wird die diskursanalytische Methode nach Michel Foucault angewendet.
Einleitung: Das Kapitel stellt die Relevanz des Themas Windkraftnutzung vor und beschreibt die Bedeutung der Energieversorgung in der heutigen Zeit. Es werden die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung und der Endlichkeit fossiler Brennstoffe erläutert, welche die Suche nach nachhaltigen Energiequellen, wie der Windkraft, notwendig machen.
Akzeptanzkriterien und Akzeptanzforschung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Akzeptanz und Nicht-Akzeptanz und geht auf die wissenschaftliche Akzeptanzforschung ein. Es werden die Konzepte der Technikakzeptanz und Technikfeindlichkeit beleuchtet.
Diskursanalyse in Anlehnung an Foucault: In diesem Kapitel wird die Diskursanalyse nach Foucault vorgestellt. Es werden die Beschreibung eines Diskurses, das genealogische Prinzip und die methodischen Ansätze der Diskursanalyse erläutert.
Anwendungen der foucaultschen 'Werkzeugkiste': Dieses Kapitel präsentiert verschiedene Anwendungsbeispiele der Diskursanalyse nach Foucault in unterschiedlichen Disziplinen, wie z.B. der Biopolitik, dem Abfalldiskurs und dem Luftreinhaltungsdiskurs. Es werden die jeweiligen Diskursformationen und Machtverhältnisse aufgezeigt.
Analyse des Akzeptanzdiskurses der Windkraft: Hier wird die Diskursanalyse auf den Windkraftstreit angewendet. Die Analyse basiert auf einem Korpus, das aus den Homepages des Bundesumweltministeriums und Bürgerinitiativen besteht. Die Analyse untersucht die diskursiven Formationen und die Verschränkung verschiedener Diskurse, die den Windkraftstreit prägen.
Akzeptanz, Windkraft, Diskursanalyse, Foucault, Umweltpolitik, Energieversorgung, Klimawandel, Bürgerinitiativen, Technikakzeptanz, Technikfeindlichkeit, Risiko- und Umweltwahrnehmung.
Die Diskursanalyse hilft zu verstehen, wie verschiedene gesellschaftliche Gruppen (z. B. Ministerien vs. Bürgerinitiativen) das Thema Windkraft sprachlich konstruieren und bewerten.
Die Arbeit nutzt Foucaults methodische „Werkzeugkiste“, um Machtverhältnisse und Wissensstrukturen innerhalb des Windkraftstreits aufzudecken.
Die Forschung unterscheidet zwischen der bloßen Duldung (Akzeptanz) und dem aktiven Widerstand oder der Ablehnung (Nicht-Akzeptanz) von Technikprojekten.
Untersucht wurden unter anderem die Homepage des Bundesumweltministeriums sowie Webseiten verschiedener Bürgerinitiativen gegen Windkraft.
Die Arbeit zeigt, dass die Wahrnehmung von Natur und Technik stark davon abhängt, ob Windkraft als Chance für den Klimaschutz oder als Bedrohung für die Landschaft gesehen wird.
Es handelt sich um einen Diskurs, der sich mit der Steuerung und Verwaltung von Lebensprozessen in der Gesellschaft befasst, was auch die Energieversorgung betrifft.
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