Bachelorarbeit, 2005
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Motivation zum Datenschutz bei B2C-Geschäften
1.2 Aufbau der Abschlussarbeit
2. Datenschutzrechtliche Anforderungen bei B2C-Geschäften
2.1 Gesetzesgrundlage
2.2 Zulässigkeit der Datenerhebung
2.3 Informationspflichten des Anbieters
2.4 Zweckbindungsgebot
2.5 Anonymisierung / Pseudonymisierung
2.6 Datenvermeidung und Datensparsamkeit
2.7 Rechte der Betroffenen
2.8 Organisatorische Schutzvorkehrungen
3. Datenschutzgerechte Evaluationskriterien für Bestellsysteme
3.1 Transparenz
3.2 Entscheidungsfreiheit
3.3 Datensparsamkeit
3.4 Zweckbindung
3.5 Rechte der Betroffenen
4. Überprüfung von Bestellsystemen in der Praxis
4.1 Datenschutzrechtliche Analyse
4.2 Bewertung und Interpretation der Ergebnisse
5. Realisierung von Datenschutz-Technologien im B2C-Bereich
5.1 Platform for Privacy Preferences (P3P)
5.1.1 Funktionsweise
5.1.2 Datenschutzrechtliche Bewertung
5.1.3 Verbreitung
5.2 Secure Electronic Transaction (SET)
5.2.1 Funktionsweise
5.2.2 Datenschutzrechtliche Bewertung
5.2.3 Verbreitung
6. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben in elektronischen Bestellsystemen zu bewerten und technologische Lösungsansätze für den Business-to-Consumer-Bereich (B2C) aufzuzeigen, um das bestehende Nutzervertrauen im E-Commerce zu stärken.
3.1 Transparenz
Eines der wichtigsten Evaluationskriterien zur Bewertung von Bestellsystemen stellt die Transparenz der Datenverarbeitung dar. Hierbei muss der Betroffene insbesondere über den Datenverarbeitungszweck und die Identität der verantwortlichen Stelle informiert werden, um seine Rechte auf informationelle Selbstbestimmung auszuüben. Dies ist beispielsweise eine notwendige Voraussetzung, um seine Widerspruchsrechte wahrzunehmen.
In der Studie zur Evaluation der Bestellsysteme wird daher überprüft, ob der Telediensteanbieter seine Informationspflichten erfüllt. Hierzu müssen vor allem die folgenden Informationen bereitgestellt werden:
Wer erhält die Informationen?
Zu welchem Zweck werden die Daten erhoben?
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Diese Unterrichtung muss vollständig und verständlich sein. Folglich sollten die Informationen übersichtlich in den Bildschirmseiten integriert sein, um unnötiges Scrollen zu vermeiden. Des Weiteren sind besonders entscheidungsrelevante Passagen, wie z.B. die Einwilligung in die Nutzung der Daten für Werbezwecke, entsprechend hervorzuheben. Außerdem sollte die Datenschutzpolitik in verkürzter Form auf den Datenerhebungsseiten platziert sein. Zudem muss der Verantwortliche für ein Internetangebot eindeutig erkennbar sein und die Datenschutzerklärung für den Nutzer jederzeit einsehbar sein (z.B. durch entsprechende Links).
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation für Datenschutz im E-Commerce aufgrund des Nutzer-Misstrauens und legt den Aufbau der Arbeit dar.
2. Datenschutzrechtliche Anforderungen bei B2C-Geschäften: Erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen wie TDDSG und BDSG für die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten.
3. Datenschutzgerechte Evaluationskriterien für Bestellsysteme: Definiert Kriterien zur Bewertung der datenschutzkonformen Gestaltung von Online-Bestellsystemen.
4. Überprüfung von Bestellsystemen in der Praxis: Analysiert fünf konkrete Anbieter auf Basis der definierten Kriterien und interpretiert die Ergebnisse.
5. Realisierung von Datenschutz-Technologien im B2C-Bereich: Bewertet P3P und SET als technologische Lösungsansätze für mehr Datenschutz im Online-Handel.
6. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und leitet Empfehlungen für Politik, Unternehmen und Nutzer ab.
Datenschutz, E-Commerce, B2C, Online-Bestellsysteme, P3P, SET, Transparenz, Datensparsamkeit, Zweckbindung, informationelle Selbstbestimmung, TDDSG, BDSG, Verbraucherschutz, Einwilligung, Kundendaten.
Die Arbeit untersucht, inwieweit elektronische Bestellsysteme im B2C-Bereich aktuelle datenschutzrechtliche Vorgaben erfüllen und welche Rolle moderne Technologien dabei spielen können.
Zentral sind die datenschutzrechtlichen Anforderungen an Teledienste, die Evaluation von Bestellvorgängen in der Praxis sowie der Einsatz von Datenschutz-Technologien wie P3P und SET.
Das Ziel ist die Beurteilung der Umsetzung datenschutzrechtlicher Anforderungen bei Bestellsystemen und die Aufzeigung technischer Möglichkeiten zur Verbesserung des Datenschutzes im E-Commerce.
Es wird eine regelbasierte Evaluation von fünf nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Online-Anbietern anhand eines definierten Kriterienkatalogs durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die rechtliche Analyse, die Definition von Evaluationskriterien, die praktische Prüfung von Anbietern sowie die technologische Bewertung von P3P und SET.
Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Datenschutz, B2C, Online-Bestellsysteme, Transparenz und Datensparsamkeit zusammenfassen.
Die Analyse zeigt gravierende Mängel bei der Transparenz, der Einhaltung des Koppelungsverbots und der voreingestellten Einwilligung zur Datennutzung zu Werbezwecken.
P3P bietet gute Ansätze für mehr Transparenz, erfordert jedoch eine konsequente Umsetzung durch die Unternehmen und leidet derzeit unter einer geringen Verbreitung sowie fehlenden Mechanismen für Betroffenenrechte.
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