Diplomarbeit, 2004
74 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
1.3 Entwicklung von Viral Marketing
1.4 Stand der Forschung
2 Grundlagen der Viral Marketing-Strategie
2.1 Begriffsbestimmung und Charakteristika
2.1.1 Der Marketingbegriff
2.1.2 Viral Marketing – Eine Frage der Definition
2.1.3 Von Word-of-Mouth zu Word-of-Mouse
2.2 Marketing bei Gründungsunternehmen – Ein Überblick
2.2.1 Einordnung des Gründungsmarketings
2.2.2 Anforderungen an das Gründungsmarketing
2.2.3 Zuordnung der Marketingdisziplin
2.2.4 Der Marketingprozess
3 Theoretische Aspekte
3.1 Theoretische Einordnung des Konzeptes
3.1.1 Die Memetik – Evolutionsmodell zur Informationsübertragung
3.1.2 Die Diffusionsforschung
3.1.3 Virales Marketing – Massen- oder Dialogkommunikation
3.2 Die Regeln einer Epidemie – Der Tipping Point nach Gladwell
3.2.1 Das Gesetz der Wenigen – The Law of the Few
3.2.1.1 Connector – Der Vermittler
3.2.1.2 Maven – Der Kenner
3.2.1.3 Salesman - Der Verkäufer
3.2.2 Der Verankerungsfaktor – The Stickiness Factor
3.2.3 The Power of Context – Die Macht der Umstände
3.3 Kernelemente von Viral Marketing
3.3.1 Das Kampagnengut
3.3.2 Rahmenbedingungen und Weiterempfehlungsanreize
3.4 Von der Planung bis zum Start – Der Aufbau einer viralen Marketingkampagne nach Langner
3.4.1 Ziele und Zielgruppen
3.4.2 Instrumente der Verbreitung im Internet
3.4.2.1 E-Mail
3.4.2.2 Website
3.4.3 Kampagnenstart
3.4.3.1 Der Empfehlungsprozess und seine Störungen
3.4.3.2 Direkte Kontaktaufnahme
3.4.3.3 Indirekte Kontaktaufnahme
3.5 Ausprägungen des Viral Marketings
3.5.1 Geringintegrative Ansätze
3.5.2 Hochintegrative Ansätze
3.5.3 Einordnung und Abgrenzung der Varianten
3.6 Effektivität und Erfolgmessung
3.6.1 E-Mail
3.6.2 Website
3.7 Risiken beim Einsatz von Viral Marketing
4 Praktische Aspekte – Fallbeispiele
4.1 Friendster Inc.
4.1.1 Geschäftsidee
4.1.2 Entwicklung, Marketingstrategie und Erfolge
4.2 Open Business Club GmbH
4.2.1 Geschäftsidee
4.2.2 Entwicklung, Marketingstrategie und Erfolge
4.3 Fallstudien im Vergleich
5 Resümee und Prognosen
Die vorliegende Arbeit vermittelt das Konzept des viralen Marketings, seine Grundlagen und Systematik. Das Ziel ist es, dem Leser die wesentlichen Elemente, Mechanismen und Erfolgskriterien dieser Strategie näherzubringen und deren Relevanz sowie Eignung für Gründungsunternehmen kritisch zu beleuchten.
3.2.1.2 Maven – Der Kenner
Das Wort Maven kommt aus dem Jiddischen und bezeichnet jemanden, der Wissen ansammelt. In den letzten Jahren haben Wirtschaftswissenschaftler viel Zeit damit verbracht, Mavens zu studieren. Sie hatten dabei den Hintergedanken, dass, wenn Märkte von Informationen abhängen, die Personen mit den meisten Informationen die wichtigsten sein müssten.
Ein Maven ist eine Persönlichkeit, die reichlich Informationen über verschiedene Produkte, Preise und Geschäfte besitzt und diese an andere Menschen weitergibt. Kenner lesen sehr viele Zeitschriften sowie Zeitungen und sind wahrscheinlich die einzigen Personen, die sogar Spam E-Mails öffnen. Sie haben das Wissen und die gesellschaftlichen Fähigkeiten, um eine Mund-zu-Mund-Epidemie in Gang zu setzen.
Was solche Menschen indessen wirklich von anderen unterscheidet, ist nicht ihr Wissen, sondern die Art, wie sie es weitergeben. Die Tatsache, dass Kenner mit ihrer sachkundigen Meinung helfen möchten, erweist sich als ein äußerst wirksamer Weg, um die Aufmerksamkeit von anderen zu erregen.
1 Einleitung: Darstellung der aktuellen Werbekrise und Einführung in das Thema Viral Marketing als alternative Kommunikationsform für Gründungsunternehmen.
2 Grundlagen der Viral Marketing-Strategie: Erarbeitung einer arbeitsrelevanten Definition sowie Überblick über Marketinganforderungen für Gründungsunternehmen.
3 Theoretische Aspekte: Wissenschaftliche Einordnung durch Memetik, Diffusionsforschung sowie Analyse der Faktoren nach dem Tipping-Point-Modell.
4 Praktische Aspekte – Fallbeispiele: Analyse und Vergleich der viralen Marketingstrategien der Unternehmen Friendster Inc. und Open Business Club GmbH.
5 Resümee und Prognosen: Fazit zur Eignung des viralen Marketings und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung dieser Strategie.
Viral Marketing, Virales Marketing, Gründungsmarketing, Mundpropaganda, Word-of-Mouth, Word-of-Mouse, Tipping Point, Epidemie, Social Networking, Kampagnengut, Effektivitätsmessung, Diffusionsforschung, Memetik, Online-Marketing, Networking.
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept des "Internetbasierten Viral Marketings" und dessen Anwendungsmöglichkeiten als kostengünstiges Marketinginstrument für Gründungsunternehmen.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen viraler Verbreitungsprozesse, der strukturierte Aufbau von Marketingkampagnen sowie die praktische Anwendung anhand von Fallbeispielen.
Das Ziel ist es, dem Leser das Verständnis für die Mechanismen des viralen Marketings zu vermitteln und zu beurteilen, unter welchen Bedingungen es eine relevante Strategie für junge Unternehmen darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse der gängigen Marketingliteratur und der Auswertung von Fallstudien, um die theoretischen Aspekte mit der unternehmerischen Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Betrachtung viraler Epidemien, die Planung und Instrumentierung von Kampagnen sowie die detaillierte Untersuchung der Fallbeispiele Friendster und OpenBC.
Die wichtigsten Schlagworte sind Viral Marketing, Word-of-Mouth, Gründungsmarketing, Tipping Point und soziale Netzwerke.
Da Gründungsunternehmen häufig über begrenzte Werbebudgets verfügen, bietet virales Marketing eine ressourcenschonende Methode, um dennoch eine hohe Reichweite und einen globalen Kundenstamm zu erzielen.
Als Informationsvermittler und Experten innerhalb ihrer sozialen Netzwerke sind sie entscheidende Multiplikatoren, die durch ihre sachkundige Empfehlung eine virale Epidemie maßgeblich in Gang setzen können.
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