Diplomarbeit, 2002
125 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Definition der kommunalen Wirtschaftsförderung
2.2 Ziele der kommunalen Wirtschaftsförderung
2.3 Standortfaktoren
2.3.1 Harte Standortfaktoren
2.3.2 Weiche Standortfaktoren
3. Aufgabenfelder
3.1 Traditionelle Aufgabenfelder
3.1.1 Akquisition mobiler Betriebe
3.1.2 Aktivierung des endogenen Potentials
3.2 Neue Anforderungen
4. Instrumente kommunaler Wirtschaftsförderung
4.1 Gewerbeflächenpolitik
4.2 Infrastrukturpolitik
4.3 Initiierung und Förderung von Standortgemeinschaften
4.4 Finanzhilfen und Tarifpolitik
4.5 Werbung und Standortmarketing
4.6 Beratung und Dienstleistungen
5. Regionalisierte Wirtschaftsförderung
5.1 Intrakommunale Zusammenarbeit
5.2 Interkommunale Zusammenarbeit
5.3 Public-Private-Partnership
6. Bestandsanalyse der Unternehmen in Brandenburg/Havel
6.1 Betriebsstättenstruktur
6.2 Entwicklung der Gewerbean- und -abmeldungen
6.3 Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes
6.4 Entwicklung des Baugewerbes
6.5 Entwicklung des Handels
6.6 Entwicklung des Tourismus
7. Analyse der Standortfaktoren in Brandenburg/Havel
7.1 Harte Standortfaktoren
7.1.1 Verkehrsanbindung
7.1.2 Arbeitsmarkt
7.1.3 Kommunales Flächenangebot
7.1.4 Förderangebote
7.1.5. Ansässige Hochschulen
7.1.6 Lokale Abgaben
7.1.7 Mietkosten
7.1.8 Energiekosten
7.1.9 Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten
7.1.10 Umweltschutzauflagen
7.2 Weiche Standortfaktoren
7.2.1 Lokales und regionales Wirtschaftsklima, Image der Region, der Stadt und des Betriebsstandortes
7.2.2 Karrieremöglichkeiten für Arbeitnehmer
7.2.3 Innovatives Milieu der Region
7.2.4 Wohnqualität und Wohnumfeld, Umweltqualität
7.2.5 Angebot an Schulen und Ausbildungsstätten
7.2.6 Freizeitwert, Angebot an Hoch- und Kleinkultur
8. Analyse der Qualität der Wirtschaftsförderung in der Stadt Brandenburg an der Havel
8.1 Entwicklung des endogenen Potentials
8.2 Akquisition mobiler Betriebe
9. Entwurf einer optimalen Wirtschaftsförderungs-Struktur
10. Fazit und Ausblick
1. Expertengespräche
1.1 Expertengespräch mit Wilfried Meier
1.2 Expertengespräch mit Heinz Morio
1.3 Expertengespräch mit Mathias Mischker
1.4 Expertengespräch mit Barbara Mangelsdorf
2. Leitbild Wirtschaft
3. Umfrage der Wirtschaftsjunioren
4. Literaturverzeichnis
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Instrumente und Aufgabenfelder kommunaler Wirtschaftsförderung sowie deren praktische Anwendung und Qualitätssicherung am Beispiel der Stadt Brandenburg an der Havel, um auf dieser Grundlage eine optimale Struktur für die lokale Wirtschaftsförderung zu entwerfen.
3.1.1 Akquisition mobiler Betriebe
Bis Mitte der siebziger Jahre fand vor allem eine „Ausrichtung auf die Ansiedlung von Großbetrieben“ (Icks/Richter 1999, S.4) statt. Die kommunalen Wirtschaftsförderer erhofften sich hierdurch einen starken Zugewinn an Arbeitskräften und eine Erhöhung der Finanzkraft der kommunalen Haushalte (vgl. Icks/Richter 1999, S.4-5). Außerdem erwartete man „positive Multiplikatoreffekte für die regionale Wirtschaft“ (Icks/Richter 1999, S. 5). In der Bemühung, neue Betriebe in der Region anzusiedeln, wurde jedoch häufig das Ziel der Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur vernachlässigt. Im Vordergrund stand für viele, neue Betriebe anzusiedeln. Deren Branchenzugehörigkeit hatte allenfalls sekundäre Bedeutung. Die kommunalen Wirtschaftsförderer konzentrierten sich vor allem auf die Schaffung von Gewerbeflächen, die Ansiedlungswerbung sowie die Bereitstellung wirtschaftsnaher Infrastruktur.
Einen zweiten Schwerpunkt bildeten die Versuche, Standortnachteile gegenüber Mitbewerbern, die nicht durch Maßnahmen der Wirtschaftsförderung ausgeglichen werden konnten, durch „finanzielle Zuwendungen im Rahmen der Steuer- und Tarifpolitik zu kompensieren“ (Icks/Richter 1999, S.5). Ein Beispiel hierfür sind Sondertarife für öffentliche Ver- und Entsorgungsleistungen.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Ziele der Arbeit, untersucht Elemente und Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung und setzt den Fokus auf die praktische Analyse der Stadt Brandenburg an der Havel.
2. Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten, die Primärziele sowie die Unterscheidung zwischen harten und weichen Standortfaktoren theoretisch fundiert erarbeitet.
3. Aufgabenfelder: Das Kapitel behandelt die traditionellen Aufgaben wie Akquisition mobiler Betriebe und Bestandspflege sowie die sich durch Globalisierung ergebenden neuen Anforderungen an die Wirtschaftsförderung.
4. Instrumente kommunaler Wirtschaftsförderung: Es werden die sechs wesentlichen Instrumente der Wirtschaftsförderung, von Gewerbeflächenpolitik bis hin zu Beratung und Dienstleistungen, detailliert vorgestellt.
5. Regionalisierte Wirtschaftsförderung: Dieses Kapitel erläutert moderne Kooperationsformen, darunter intrakommunale Zusammenarbeit, interkommunale Partnerschaften und Public-Private-Partnerships.
6. Bestandsanalyse der Unternehmen in Brandenburg/Havel: Eine empirische Bestandsaufnahme der lokalen Unternehmenslandschaft und Branchenentwicklung in Brandenburg an der Havel.
7. Analyse der Standortfaktoren in Brandenburg/Havel: Eine detaillierte Untersuchung der harten und weichen Standortfaktoren der Stadt unter Einbeziehung von Expertenmeinungen und statistischen Daten.
8. Analyse der Qualität der Wirtschaftsförderung in der Stadt Brandenburg an der Havel: Bewertung der bisherigen Arbeit des städtischen Amtes für Wirtschaftsförderung basierend auf den zuvor erarbeiteten theoretischen Standards.
9. Entwurf einer optimalen Wirtschaftsförderungs-Struktur: Unterbreitung von Verbesserungsvorschlägen, insbesondere zur Etablierung eines zentralen Dezernats für Stadtentwicklung als „One-Stop-Agency“.
10. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf die notwendige strategische Neuausrichtung der Stadt Brandenburg an der Havel.
Kommunale Wirtschaftsförderung, Standortfaktoren, Bestandspflege, Akquisition, Regionalentwicklung, Gewerbeflächenpolitik, Public-Private-Partnership, Endogenes Potential, Brandenburg an der Havel, Strukturwandel, Standortmarketing, Existenzgründungsförderung, One-Stop-Agency, Infrastrukturpolitik, Wirtschaftsklima.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung und wendet diese Erkenntnisse auf den Wirtschaftsstandort Brandenburg an der Havel an, um Schwachstellen aufzuzeigen und Optimierungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer optimalen Organisationsstruktur für das kommunale Amt für Wirtschaftsförderung, um die Bedürfnisse ortsansässiger und ansiedlungswilliger Unternehmen effektiver zu bedienen.
Es handelt sich um eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse (Grundlagen der Wirtschaftsförderung) und einer empirischen Bestandsanalyse der Wirtschaftsstruktur Brandenburgs, ergänzt durch Experteninterviews und Umfrageergebnisse der Wirtschaftsjunioren.
Im Fokus stehen die Standortfaktoren (hart und weich), die Kooperationsformen zwischen Kommunen, die Effizienz der Bestandspflege sowie das Marketing für den Wirtschaftsstandort.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Instrumente und Aufgabenfelder, eine detaillierte Bestandsanalyse der Brandenburger Unternehmen und eine kritische Untersuchung der dortigen Wirtschaftsförderungsqualität.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bestandspflege, Akquisition, One-Stop-Agency, Standortfaktoren und Endogenes Potential zusammenfassen.
Die Arbeit identifiziert die Fachhochschule als ungenutztes Potential für Technologietransfer und Fachkräftegewinnung und fordert eine intensivere Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft.
Da aktuelle Abstimmungsprobleme zwischen verschiedenen Ämtern Investoren abschrecken, soll eine zentrale Anlaufstelle die Verwaltungsabläufe für Unternehmen beschleunigen und vereinfachen.
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