Masterarbeit, 2004
76 Seiten, Note: 1,3
1 PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
2 BEWERTUNGSRELEVANTE CHARAKTERISTIKA BEI FORSCHENDEN ARZNEIMITTELENTWICKLERN
2.1 GRUNDLEGENDE ÜBERLEGUNGEN UND ÜBERBLICK
2.2 WERTSCHÖPFUNG
2.3 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG (F&E)
2.3.1 Entwicklungspipeline
2.3.2 Präklinische Phase
2.3.3 Klinische Phase I
2.3.4 Klinische Phase II
2.3.5 Klinische Phase III
2.3.6 Zulassung
2.3.7 Klinische Phase IV
2.3.8 Zusammenfassung
2.4 PARTNERSCHAFTEN UND STRATEGISCHE ALLIANZEN
2.5 PATENTE
2.6 RISIKOBETRACHTUNG
3 BEWERTUNGSVERFAHREN UND -METHODEN
3.1 GRUNDLEGENDE ÜBERLEGUNGEN UND ÜBERBLICK
3.2 FUNDAMENTALE BEWERTUNGSVERFAHREN
3.2.1 Überblick
3.2.2 Grundlagen der Discounted Cashflow-Methode
3.2.3 Berechnung der Free Cashflows
3.2.4 Berechnung der durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC)
3.2.5 Berechnung des fundamentalen Wertes des Eigenkapitals
3.2.6 Anwendungsgrenzen der Discounted-Cashflow-Methode
3.3 RPV-PIPELINEBEWERTUNG
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Fallstudie zur rPV-Pipelinebewertung
3.3.2.1 Überblick
3.3.2.2 Kosten
3.3.2.3 Risiko
3.3.2.4 Zeit
3.3.2.5 rPV
4 DAS DZ BANK RPV-PIPELINEMODELL
4.1 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN UND ÜBERBLICK
4.2 ALLGEMEINE INPUTFAKTOREN
4.3 INPUTFAKTOREN WÄHREND DER KLINISCHEN PHASEN
4.3.1 Kosten
4.3.2 Zeit
4.3.3 Risiko / Ausfallwahrscheinlichkeiten
4.4 INPUTFAKTOREN NACH MARKTEINFÜHRUNG
4.4.1 Peak-SalesCR / Marktmodell
4.4.2 Produktions- und Vertriebskosten
4.5 GESTALTUNG UND INHALT DER ERGEBNISSE
4.6 MÖGLICHKEITEN DER EVALUIERUNG
4.6.1 Backtesting
4.6.2 Sensitivitätsanalyse
4.6.3 Vergleich verschiedener Pipelinemodelle
4.6.3.1 Überblick
4.6.3.2 Marktorientierte Vergleichsverfahren
4.6.3.3 rPV-Modelle
4.6.3.4 Sonstige Modelle
4.6.3.5 Zusammenfassung
5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG
Ziel der Arbeit ist es, die Idee und Funktionsweise des risikoadjustierten Pipelinebewertungsmodells der DZ BANK vorzustellen und dieses als Instrument für die Bewertung von Pharma- und Biotechunternehmen zu evaluieren, wobei insbesondere die Quantifizierung qualitativer Faktoren und die Handhabung von branchenspezifischen Unsicherheiten wie Kosten, Zeit und Risiko im Fokus stehen.
3.3.2 Fallstudie zur rPV-Pipelinebewertung
Ein fiktives Unternehmen entwickelt ein Asthma-Medikament namens Moanix. Die präklinische Forschung ist abgeschlossen und das Medikament steht vor der klinischen Phase I. Die Firma sucht nach einem finanzstarken Pharmaunternehmen, um einen langfristigen Kooperationsvertrag abzuschließen. Entscheidend ist nun die Frage nach dem heutigen Wert von Moanix.
Laut Schätzungen betrage das jährliche Marktvolumen für Asthma-Medikamente ca. 5,8 Milliarden EUR. Nach einem Vergleich mit bereits auf dem Markt erhältlichen Medikamenten wird der anfängliche Marktanteil von Moanix auf konservative 5 % geschätzt. Demnach würde das jährliche Umsatzpotential bei ungefähr 290 Mio. EUR liegen. Nachdem geschätzte 60 % für Marketing und Vertrieb sowie weitere 5 % für zu zahlende Royalities abgezogen werden, verbleibt ein jährlicher Ertrag von ca. 100 Mio. EUR. Man rechnet damit, dass Moanix für insgesamt 20 Jahre patentgeschützt vermarktet werden kann. Zieht man eine geschätzte Entwicklungszeit von 10 Jahren ab, verbleibt ein potentieller Gesamtertrag (Payoff) von einer Milliarde EUR.
Dieser Payoff ist jedoch nur theoretischer Natur, denn er wird durch viele Einflussfaktoren gemindert, die am Ende sogar zu einem negativen Barwert führen könnten. Die drei wichtigsten Determinanten sind Kosten, Risiko und Zeit.
1 PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT: Einführung in die ökonomische Relevanz der Medikamentenentwicklung und Erläuterung des Zieles der Arbeit, ein risikoadjustiertes Pipelinemodell als Bewertungsinstrument zu etablieren.
2 BEWERTUNGSRELEVANTE CHARAKTERISTIKA BEI FORSCHENDEN ARZNEIMITTELENTWICKLERN: Detaillierte Betrachtung der Wertschöpfungskette, der F&E-Phase, der Rolle von Patenten und Partnerschaften sowie eine Analyse spezifischer Risikofaktoren in der Branche.
3 BEWERTUNGSVERFAHREN UND -METHODEN: Überblick über traditionelle fundamentale Bewertungsverfahren wie die DCF-Methode, deren mathematische Grundlagen und die Anwendungsgrenzen, gefolgt von einer Einführung in die rPV-Pipelinebewertung inklusive einer Fallstudie.
4 DAS DZ BANK RPV-PIPELINEMODELL: Ausführliche Vorstellung der Konzeption, der spezifischen Inputfaktoren für klinische Phasen und die Zeit nach der Markteinführung sowie Möglichkeiten zur Validierung durch Backtesting, Sensitivitätsanalysen und Vergleichsstudien.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG: Abschließendes Fazit, das den Nutzen des DZ BANK rPV-Modells hervorhebt und betont, dass für eine fundierte Analyse ein Methoden-Mix aus qualitativen und quantitativen Ansätzen unumgänglich ist.
Unternehmensbewertung, Arzneimittelentwicklung, Pipelinebewertung, rPV-Modell, DCF-Verfahren, Forschung und Entwicklung, Biotech-Unternehmen, Pharma-Branche, Risikoadjustierung, Cashflow-Prognose, Kapitalkosten, Sensitivitätsanalyse, Patentablauf, Wertschöpfung, Realoptionen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewertung von forschenden Pharma- und Biotechunternehmen. Da traditionelle Bewertungsmethoden hier oft an ihre Grenzen stoßen, wird ein risikoadjustiertes Pipelinemodell vorgestellt.
Zentral sind die Besonderheiten der Medikamentenentwicklung (F&E), traditionelle Bewertungsmethoden (wie Discounted Cashflow), die risikoadjustierte Present Value (rPV)-Pipelinebewertung sowie deren Validierung.
Das Ziel ist es, die Funktionsweise und Eignung des DZ BANK rPV-Pipelinemodells zu demonstrieren, um den fairen Wert von Produktpipelines zu ermitteln und die Visibilität des Wertes von Produktentwicklungen zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einem Methoden-Mix, insbesondere der fundamentale Unternehmensbewertungsansatz (DCF) wird für die Zwecke der Pipelinebewertung durch eine risikoadjustierte, dynamische Barwertkalkulation (rPV) modifiziert.
Der Hauptteil analysiert zunächst bewertungsrelevante Charakteristika der Branche, diskutiert traditionelle Verfahren und stellt dann detailliert das rPV-Modell der DZ BANK vor, inklusive Inputfaktoren und Evaluierungsmethoden.
Die zentralen Schlagworte sind Unternehmensbewertung, Arzneimittelentwicklung, Pipelinebewertung, rPV-Modell, DCF-Verfahren und Risikoadjustierung.
Es legt einen starken Fokus auf die individuelle Bewertung einzelner Produkte innerhalb der F&E-Phase und ermöglicht durch eine flexible Parameterwahl eine schnelle Anpassung an neue Informationen (Newsflows).
Da der Barwert eines Projektes enormen Schwankungen ausgesetzt ist, hilft die Analyse zu verstehen, wie stark das Ergebnis von einzelnen, unsicheren Inputvariablen abhängt, um Szenarien (Worst/Best Case) besser modellieren zu können.
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