Examensarbeit, 2005
84 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Persönliche Motivation zur Wahl dieses Themas
2 Definitionen
2.1 Sucht
2.2 Droge
2.3 Drogenklassifizierung nach Wirkung
2.4 Drogenklassifizierung nach hart / weich
2.5 Missbrauch
2.6 Jugendliche
3 Erscheinungsformen
3.1 Kenntnisse Jugendlicher von illegalen Drogen
3.2 Die Drogenszene im Wandel der Zeit
3.3 Informiertheit über illegale Drogen
3.4 Erfahrungen mit Drogen bei Jugendlichen
3.5 Alter beim Erstkonsum
3.6 Riskanter Substanzgebrauch
3.7 Die Bedeutung von Tabak und Alkohol für den Konsum illegaler Drogen
3.8 Cannabiskonsum und Gesundheitsbewusstsein
3.9 Die Technoszene und Drogen
4 Ursachen
4.1 Ursachen für Probierverhalten
4.2 Verfügbarkeit
4.3 Personenbezogene Risikofaktoren
4.4 Tiefenpsychologische Erklärungsmodelle
4.5 Lerntheoretische Erklärungsmodelle
4.6 Situative Erklärungsmodelle
5 Intervention
5.1 Konzept der Abschreckung
5.2 Konzept der Aufklärung
5.3 Konzept der affektiven Erziehung
5.4 Das Alternativen Modell
5.5 Das Konzept der psychologischen Immunisierung
5.6 Ansatz der Standfestigkeit gegen soziale Beeinflussung
5.7 Neue Programmatik: Sensible Risk taking
5.8 Drugchecking
6 Fazit
8 Anhang
8.1 Einige Erfahrungsberichte von Drogenkonsumenten
8.2 Eine Auswahl pflanzlicher Drogen und Pilzdrogen
8.3 Eine Auswahl vollsynthetisch und halbsynthetisch hergestellter Drogen
8.4 Der internationale Drogenhandel
8.5 Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung
8.6 Ein Beispiel für „Safer Use“ Regeln
Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist die Untersuchung der Erscheinungsformen des Drogenmissbrauchs bei Jugendlichen sowie die Erforschung der ursächlichen Hintergründe. Darüber hinaus werden verschiedene Interventionsmöglichkeiten vorgestellt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit sowie ihrer Anwendbarkeit im schulischen Kontext bewertet.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
In Anbetracht der sich häufenden Medienberichte über Drogenmissbrauch bei Jugendlichen und Kindern und die beträchtliche Anzahl Drogentoter ist die Brisanz des Themas Drogenmissbrauch bei Jugendlichen verstärkt in das öffentliche Interesse gerückt. Die offiziellen Kriminalitätsstatistiken spiegeln deutlich wieder, dass der Drogenmissbrauch nicht wirksam eingedämmt werden kann. Zwar ist die Zahl der Heroinabhängigen in der Bundesrepublik Deutschland leicht rückläufig, dafür häufen sich Fälle von speziell jungen Menschen, die zu den neueren synthetischen Drogen greifen und in der Folge in psychiatrische Anstalten eingewiesen werden müssen und teilweise für den Rest ihres Lebens mit den daraus resultierenden Schäden, wie z.B. dauerhaften Psychosen und Organschäden, leben müssen.
Problematisch an der traditionellen Medienberichterstattung ist, dass sie häufig stark einseitig und übertreibend berichtet; dies geschieht wahrscheinlich um die Verkaufszahlen bzw. Einschaltquoten zu erhöhen. So wird ein stark verzerrtes Bild, scheinbar ohne Lösungsmöglichkeit, dargestellt. Die Konsumenten werden verteufelt und als verloren abgeschrieben.
Neue Medien bieten ein Forum zur Darstellung und Glorifizierung abweichenden Verhaltens aller Art. So gibt es z.B. Internetpräsenzen durch die Drogenkonsumenten die Möglichkeit erhalten ausführlich von ihren Erfahrungen zu berichten und so andere Jugendliche zum Konsum animieren.
Darüber hinaus haben Jugendliche, die noch „auf der Suche nach sich selbst sind“, noch keine gefestigte Individualstruktur und sind daher besonders empfänglich für Drogenmissbrauch. Die Modernisierung unserer Gesellschaft führt zum Verlust von sozialen Gefügen, die für Jugendliche besonders wichtig sind.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Brisanz des Drogenmissbrauchs bei Jugendlichen und definiert die Zielsetzung, Erscheinungsformen und Ursachen zu analysieren sowie Interventionsstrategien zu bewerten.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe wie Sucht, Droge, Drogenklassifizierungen, Missbrauch und Jugendliche als Basis für die weitere Arbeit definiert.
3 Erscheinungsformen: Das Kapitel befasst sich mit dem Drogenkonsumverhalten, der Drogenszene, den Altersstrukturen bei Erstkonsum sowie der besonderen Rolle der Technoszene.
4 Ursachen: Hier werden unterschiedliche theoretische Erklärungsmodelle – darunter tiefenpsychologische, lerntheoretische und situative Ansätze – untersucht, um die Entstehung von Probierverhalten zu erläutern.
5 Intervention: Dieses Kapitel stellt verschiedene Präventions- und Interventionskonzepte vor, von der klassischen Abschreckung bis hin zu neuen Ansätzen wie Drugchecking und Risikokompetenz.
6 Fazit: Das Fazit bewertet die vorgestellten Interventionskonzepte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Umsetzbarkeit im schulischen Alltag.
Drogenmissbrauch, Jugendliche, Suchtprävention, Erscheinungsformen, Risikofaktoren, Interventionskonzepte, Technoszene, Probierverhalten, Psychologische Immunisierung, Safer Use, Drugchecking, Gesundheitsförderung, Soziale Beeinflussung, Suchtentwicklung, Schule.
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Drogenmissbrauch von Jugendlichen, den Ursachen für den Konsum und den Möglichkeiten pädagogischer Intervention.
Im Fokus stehen Definitionen, Erscheinungsformen des Konsums, Ursachenmodelle sowie verschiedene Ansätze der schulischen Suchtprävention.
Das Ziel ist es, Erscheinungsformen und Ursachen zu untersuchen und bestehende Interventionskonzepte auf ihre Wirksamkeit und Umsetzbarkeit hin zu bewerten.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, Statistiken der BZgA und qualitativen Erfahrungsberichten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, eine Bestandsaufnahme der Konsumformen, eine theoretische Ursachenanalyse und eine kritische Diskussion der Interventionskonzepte.
Drogenmissbrauch, Suchtprävention, Jugendliche, Risikofaktoren, Intervention und pädagogische Konzepte stehen im Mittelpunkt.
Die Arbeit analysiert die Technoszene als spezifisches Milieu, in dem die Drogenaffinität – insbesondere bezogen auf Designerdrogen wie Ecstasy – deutlich erhöht ist.
Der Autor argumentiert, dass Drugchecking einen Aufforderungscharakter implizieren kann und Schule primär präventiv arbeiten sollte, zudem findet der Konsum oft direkt vor Ort statt.
Die Schule wird als schwieriger Ort für viele Konzepte wahrgenommen, bietet aber Potenziale für projektartige Maßnahmen und vertrauliche Beratung durch Vertrauenslehrer.
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