Diplomarbeit, 2007
103 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Problemstellung und Zielsetzung
3 Einführung in den Qualitätsbegriff und das Software-Qualitätsmanagement
3.1 Was ist Software-Qualität?
3.2 Der Begriff Fehler
3.3 Der Begriff Test
4 Qualitätsmanagementsysteme für die Software-Entwicklung
4.1 Aktivitäten und Ziele des Qualitätsmanagementsystems
4.2 Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems
5 Konstruktive Qualitätssicherungsmaßnahmen
5.1 Prinzipien, Methoden, Formalismen und Werkzeuge für konstruktive Qualitätssicherungsmaßnahmen
5.2 Prototyping
5.2.1 Exploratives Prototyping
5.2.2 Experimentelles Prototyping
5.2.3 Evolutionäres Prototyping
5.3 Typen von Vorgehensmodellen
5.4 Die Rolle der Dokumentation in Software-Projekten
5.4.1 Probleme des Dokumentationsprozesses
5.4.2 Ansprüche an die Dokumentation in Bezug auf die Qualitätsgestaltung
5.4.3 Maßnahmen zur projektbezogenen Dokumentation
5.5 Werkzeuge für die Software-Prüfung
5.5.1 CASE als Werkzeug
5.6 Software- Konfigurationsmanagement
5.7 PersonelleMaßnahmenfürdieQualitätsbeeinflussung
6 Analytische Qualitätssicherungsmaßnahmen
6.1 Statische Prüfungen
6.1.1 Audits
6.1.2 Walktroughs und Inspektionen
6.1.3 Reviews im Entwicklungsprozess
6.2 Dynamische Prüfungen
6.2.1 Black-Box-Test
6.2.2 White-Box-Test
6.2.3 Gray-Box-Test
6.3 Aktivitäten beim Testen von Software
6.3.1 Testplanung
6.3.2 Testdurchführung
6.3.3 Testauswertung
6.4 Testaufgaben
6.4.1 Modultesten
6.4.2 Integrationstesten
6.4.3 Systemtesten
6.4..4 Abnahmetesten
7 Extreme Programming (XP)
7.1 Werte
7.2 Prinzipien
7.3 Praktiken
8 Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung von Software-Qualitätsmanagement im modernen Entwicklungsprozess, um sicherzustellen, dass Softwareprodukte den Anforderungen von Kunden und Anwendern entsprechen. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie durch eine Kombination aus konstruktiven und analytischen Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie modernen agilen Ansätzen wie Extreme Programming die Produktqualität nachhaltig gesteigert und Fehler minimiert werden können.
5.2.1 Exploratives Prototyping
Der Fokus beim explorativen Prototyping liegt in einer nahezu vollständigen Systemspezifikation, um den Entwicklern eine Vorstellung des Anwendungsbereichs zu ermöglichen, mit den Benutzern verschiedene Lösungsmöglichkeiten abzustimmen und die Durchführbarkeit des geplanten Systems in einem gegebenen organisatorischen Umfeld abzuklären.
Ein Prototyp dient dabei konkrete Anwendungsbeispiele durchzuspielen und die gewünschte Funktionalität zu erproben. Es steht nicht die Qualität der Konstruktion des Prototyps im Vordergrund, sondern die Funktionalität, die leichte Änderbarkeit und die Kürze der Entwicklungszeit.
Aus der Sicht des Software-Qualitätsmanagements hat das explorative Prototyping unter anderem folgende Vorteile 24:
• Anforderungs- und Spezifikationsprobleme/-fehler werden sehr früh wahrgenommen und beseitigt. Die Funktionalität wird umfassender spezifiziert und durch den Benutzer validiert.
• Neben der Benutzeroberfläche wird auch die Ablaufdynamik modelliert und geprüft.
Als Nachteil sieht man, den Prototyp permanent zu ändern und somit die Projektplanung zu destabilisieren. Darüber hinaus könnte der Anwender bei fehlender Aufklärung den Prototyp als das fertige System sehen.
Der für das explorative Prototyping benötigte Software-Prototyp wird von den Entwicklern und Anwendern gemeinsam realisiert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Disziplin des Software-Qualitätsmanagements ein und erläutert die Struktur der Arbeit, die sich von den theoretischen Grundlagen bis hin zu den konstruktiven und analytischen Qualitätssicherungsmaßnahmen erstreckt.
2 Problemstellung und Zielsetzung: Hier wird die zunehmende Bedeutung von Softwarequalität in einer innovationsgetriebenen Industrie dargelegt und die Notwendigkeit für Unternehmen betont, Qualitätsmanagementsysteme zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit einzuführen.
3 Einführung in den Qualitätsbegriff und das Software-Qualitätsmanagement: Dieses Kapitel definiert Qualität gemäß ISO 8402, beleuchtet den Fehlerbegriff sowie die zentrale Rolle des Testens als destruktiven, aber notwendigen Prozess zur Qualitätssicherung.
4 Qualitätsmanagementsysteme für die Software-Entwicklung: Es wird die Notwendigkeit kompakter QM-Systeme erörtert und die Aufgaben von Qualitätsplanung, -kontrolle und -steuerung zur Unterstützung eines stabilen Entwicklungsprozesses hervorgehoben.
5 Konstruktive Qualitätssicherungsmaßnahmen: Dieses Kapitel behandelt technische und organisatorische Ansätze zur Fehlervermeidung, darunter Prototyping, Anforderungsdokumentation und Konfigurationsmanagement.
6 Analytische Qualitätssicherungsmaßnahmen: Hier stehen Prüfverfahren im Fokus, differenziert nach statischen Methoden (Audits, Reviews) und dynamischen Testverfahren (Black-Box, White-Box, Gray-Box-Test).
7 Extreme Programming (XP): Das Kapitel stellt XP als flexibles, agiles Vorgehensmodell vor, das auf den vier Werten Kommunikation, Einfachheit, Feedback und Mut basiert und durch spezifische Praktiken die Softwareentwicklung effizient gestaltet.
8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Notwendigkeit von Qualitätsmanagementsystemen und betont, dass Qualität ein durchgängiger Prozess ist, der über alle Phasen der Softwareentwicklung hinweg begleitet werden muss.
Software-Qualität, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Software-Entwicklung, Prototyping, Dokumentation, Konfigurationsmanagement, Black-Box-Test, White-Box-Test, Testplanung, Testdurchführung, Extreme Programming, Agile Softwareentwicklung, Prozessqualität, Produktqualität.
Die Arbeit befasst sich mit Methoden und Strategien des Software-Qualitätsmanagements, um eine hohe Produkt- und Prozessqualität in der Softwareentwicklung zu gewährleisten.
Die Schwerpunkte liegen auf konstruktiven Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Fehlervermeidung, analytischen Prüfmethoden zur Fehlererkennung und der Anwendung agiler Praktiken im Rahmen von Extreme Programming.
Das Ziel ist es, dem Leser ein umfassendes Verständnis für die Disziplin des Qualitätsmanagements zu vermitteln und Wege aufzuzeigen, wie durch systematische Maßnahmen Mängel reduziert und die Konkurrenzfähigkeit von Softwareunternehmen gestärkt werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Abgleich mit gängigen Normen wie ISO 8402 und IEEE-Standards sowie die Darstellung von praxisnahen Vorgehensmodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung des Qualitätsmanagements, die Beschreibung konstruktiver Maßnahmen (wie Prototyping und Dokumentation), die Erläuterung analytischer Testverfahren (von Modultests bis hin zu Abnahmetests) sowie die detaillierte Vorstellung des agilen Extreme Programming (XP).
Zu den prägenden Begriffen zählen Software-Qualität, Qualitätsmanagementsysteme, Fehlerprävention, Testmethodik, Prototyping und Extreme Programming.
Eine gute Dokumentation ist essenziell, um Software wartbar zu machen, Konzepte nachvollziehbar zu halten und die Einhaltung von Anforderungen überhaupt messbar und überprüfbar zu machen.
XP zeichnet sich durch kurze Releasezyklen, kontinuierliche Kommunikation und permanente Tests aus, wodurch Feedbackschleifen zwischen Kunden und Entwicklern optimiert und Risiken frühzeitig minimiert werden.
Ein Audit ist eine formale, unabhängige Prüfung auf Konformität mit Standards, während eine Inspektion eine sehr detaillierte "Zeile-für-Zeile"-Prüfung eines konkreten Arbeitsprodukts durch ein Expertenteam darstellt.
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